Gerhard
Badener - in memoriam 08.07.2010 †
Neue Therapie gegen Gelenkrheuma
BRISANT | 22.03.2006 | 17:15 Uhr
An Rheumatoider Arthritis leiden allein in Deutschland 800.000 Menschen. Bisher konnte die Schulmedizin die Betroffenen nur mit hohen Dosen Kortison von ihren Gelenkschmerzen befreien. Ein Orthopäden-Team aus Düsseldorf hat eine körperschonende Methode entwickelt die vielen Patienten helfen kann, ein halbwegs normales Leben zu führen.
Exosomen sollen die klassischen Methoden zur Behandlung von Gelenkrheuma unterstützen.; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Exosomen sollen die klassischen Methoden zur Behandlung von Gelenkrheuma unterstützen.
Exosomen sollen Wunder vollbringen
"Entzündungshemmende Exosomen" sind Zellpartikel weißer Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems spielen. "Durch Exosomen lernt das Immunsystem, die eigenen Zellen wieder als eigene zu erkennen", sagte Prof. Dr. med. Peter Wehling vom Zentrum für Molekulare Orthopädie in Düsseldorf. Diese Exosomen stammen aus dem Blut des Patienten. Aufwendig werden die winzigen Zellteilchen herausgefiltert. Der neue Stoff wird dann zurück gespritzt. Ein schonendes Verfahren im Vergleich zur radikalen Kortisontherapie.
"Rasche und deutliche Besserungen"
Wehling behandelte insgesamt 66 überwiegend austherapierte Rheumapatienten verschiedenen Alters mit Exosomen. Es handelte sich um Patienten, bei denen mit klassischen Basistherapien und Operationen kein zufrieden stellendes Ergebnis erreicht werden konnte.
Die Patienten erhielten eine einmalige Injektion der Exosomen in das rheumatische Gelenk. "Wir haben bei zwei Dritteln der Patienten rasche und deutliche Besserungen beobachtet", sagte Wehling, der die Patienten bis zu fünf Jahre lang beobachtet hatte. Die Besserung hielt durchschnittlich drei bis sechs Monate an und konnte mit dem gleichen positiven Effekt wiederholt werden.
Keine Bekämpfung der Ursache
"Aufgrund der positiven klinischen Ergebnisse kann eine Rheumatherapie mit Exosomen als machbar und sicher sowie wirksam eingesetzt werden", fasste Wehling die Ergebnisse zusammen. Insbesondere wenn die Basistherapie nicht ausreiche, könnten Exosomen als Ergänzung eingesetzt werden, so seine Empfehlung. Allerdings geht das Mittel nicht an die Ursache der Krankheit, sondern behandelt nur die Symptome. Rund 800 Euro werden jedes Mal für eine neue Spritze fällig. Die Kassen zahlen noch nichts dazu.
Was meint ihr dazu???
Gruß Gerhard
BRISANT | 22.03.2006 | 17:15 Uhr
An Rheumatoider Arthritis leiden allein in Deutschland 800.000 Menschen. Bisher konnte die Schulmedizin die Betroffenen nur mit hohen Dosen Kortison von ihren Gelenkschmerzen befreien. Ein Orthopäden-Team aus Düsseldorf hat eine körperschonende Methode entwickelt die vielen Patienten helfen kann, ein halbwegs normales Leben zu führen.
Exosomen sollen die klassischen Methoden zur Behandlung von Gelenkrheuma unterstützen.; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Exosomen sollen die klassischen Methoden zur Behandlung von Gelenkrheuma unterstützen.
Exosomen sollen Wunder vollbringen
"Entzündungshemmende Exosomen" sind Zellpartikel weißer Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems spielen. "Durch Exosomen lernt das Immunsystem, die eigenen Zellen wieder als eigene zu erkennen", sagte Prof. Dr. med. Peter Wehling vom Zentrum für Molekulare Orthopädie in Düsseldorf. Diese Exosomen stammen aus dem Blut des Patienten. Aufwendig werden die winzigen Zellteilchen herausgefiltert. Der neue Stoff wird dann zurück gespritzt. Ein schonendes Verfahren im Vergleich zur radikalen Kortisontherapie.
"Rasche und deutliche Besserungen"
Wehling behandelte insgesamt 66 überwiegend austherapierte Rheumapatienten verschiedenen Alters mit Exosomen. Es handelte sich um Patienten, bei denen mit klassischen Basistherapien und Operationen kein zufrieden stellendes Ergebnis erreicht werden konnte.
Die Patienten erhielten eine einmalige Injektion der Exosomen in das rheumatische Gelenk. "Wir haben bei zwei Dritteln der Patienten rasche und deutliche Besserungen beobachtet", sagte Wehling, der die Patienten bis zu fünf Jahre lang beobachtet hatte. Die Besserung hielt durchschnittlich drei bis sechs Monate an und konnte mit dem gleichen positiven Effekt wiederholt werden.
Keine Bekämpfung der Ursache
"Aufgrund der positiven klinischen Ergebnisse kann eine Rheumatherapie mit Exosomen als machbar und sicher sowie wirksam eingesetzt werden", fasste Wehling die Ergebnisse zusammen. Insbesondere wenn die Basistherapie nicht ausreiche, könnten Exosomen als Ergänzung eingesetzt werden, so seine Empfehlung. Allerdings geht das Mittel nicht an die Ursache der Krankheit, sondern behandelt nur die Symptome. Rund 800 Euro werden jedes Mal für eine neue Spritze fällig. Die Kassen zahlen noch nichts dazu.
Was meint ihr dazu???
Gruß Gerhard