S
Sabinerin
Guest
Guten Morgen an alle,
gestern war ich bei einem Treffen, wo die Arbeit mit Wohnungslosen vorgestellt wurde. Ich bin nicht von gestern und mir ist auch bewusst, daß es viel Elend gibt, aber als ich den Saal verließ war ich ziemlich betroffen.
Es ist erschreckend wieviele Menschen auf der Straße und am Rande der Gesellschaft leben, die nicht wissen wie sie satt werden. Es gibt Anlaufstellen, wo diese Menschen hingehen können, wo sie als Gäste (!) empfangen und verköstigt werden.
Ich fand dies sehr beeindruckend.
Für mich ist es nicht normal, daß ich so lebe wie ich lebe. Für mich ist es auch nicht normal, daß ich in Deutschland geboren bin und hier leben darf (und hier auch Rente beziehen "darf"). Für mich bzw. meinen Mann und mich ist es täglich ein Geschenk, daß wir ausreichend zu essen und eine schöne Wohnung haben. Seit ich krank bin, ist für mich fast nichts mehr "normal".
Wenn ich dann sehe, wieviele Menschen mit sich und der Welt unzufrieden sind, die keinen Sinn sehen und sich über den dunkle Stelle an den Äpfeln/Bananen aufregen und sie nicht mehr kaufen, dann frage ich mich, WAS diese Menschen überhaupt zufrieden macht...von Glück will ich garnicht reden.
Ich rede hier nicht von Schmerzen und von Erkrankungen, die das Leben einschränken, die traurig machen können und auch mutlos. Ich rede hier von dem Gefühl, daß das Leben, so wie die meisten es leben, ein Geschenk ist.
Wer in einer Wohnung, in einem Haus leben darf, wer am Ende des Monats noch satt wird, wer täglich neue Wäsche anziehen kann und sich im Kreis seiner Familie/Freunde aufhalten darf, der hat täglich etwas ganz besonderes...und das vergessen viele Menschen.
M.E. ist es nicht das Große im Leben, was glücklich und zufrieden macht. Aber es wird dann "groß", wenn man es nicht mehr hat oder bekommt.
Viele Grüße
Sabinerin
gestern war ich bei einem Treffen, wo die Arbeit mit Wohnungslosen vorgestellt wurde. Ich bin nicht von gestern und mir ist auch bewusst, daß es viel Elend gibt, aber als ich den Saal verließ war ich ziemlich betroffen.
Es ist erschreckend wieviele Menschen auf der Straße und am Rande der Gesellschaft leben, die nicht wissen wie sie satt werden. Es gibt Anlaufstellen, wo diese Menschen hingehen können, wo sie als Gäste (!) empfangen und verköstigt werden.
Ich fand dies sehr beeindruckend.
Für mich ist es nicht normal, daß ich so lebe wie ich lebe. Für mich ist es auch nicht normal, daß ich in Deutschland geboren bin und hier leben darf (und hier auch Rente beziehen "darf"). Für mich bzw. meinen Mann und mich ist es täglich ein Geschenk, daß wir ausreichend zu essen und eine schöne Wohnung haben. Seit ich krank bin, ist für mich fast nichts mehr "normal".
Wenn ich dann sehe, wieviele Menschen mit sich und der Welt unzufrieden sind, die keinen Sinn sehen und sich über den dunkle Stelle an den Äpfeln/Bananen aufregen und sie nicht mehr kaufen, dann frage ich mich, WAS diese Menschen überhaupt zufrieden macht...von Glück will ich garnicht reden.
Ich rede hier nicht von Schmerzen und von Erkrankungen, die das Leben einschränken, die traurig machen können und auch mutlos. Ich rede hier von dem Gefühl, daß das Leben, so wie die meisten es leben, ein Geschenk ist.
Wer in einer Wohnung, in einem Haus leben darf, wer am Ende des Monats noch satt wird, wer täglich neue Wäsche anziehen kann und sich im Kreis seiner Familie/Freunde aufhalten darf, der hat täglich etwas ganz besonderes...und das vergessen viele Menschen.
M.E. ist es nicht das Große im Leben, was glücklich und zufrieden macht. Aber es wird dann "groß", wenn man es nicht mehr hat oder bekommt.
Viele Grüße
Sabinerin