Hallo,
ich lese schon ein paar Wochen im Forum mit, jetzt möchte ich uns einmal vorstellen:
bei meinem 11 jährigen Sohn wurde im April diesen Jahres beim Kinderrheumatologen eine Enthesitis assoziierte Arthritis festgestellt, Aktivität zwischen 0 und 1. Schmerzen hatte er damals an den Sehenansätzen der Füße, keine Schwellungen, keine Überwärmung, Blutwerte ok. Er bekam Meloxicam 15 mg pro Tag.
Leider hatte er den Sommer über auch oft Schmerzen an anderen Gelenken, mal am Ellenbogen, mal Schulter, mal Handgelenk, Knie - immer links. Nie so schlimm, dass ich meinte, den Rheumatologen anrufen zu müssen, aber oft so, dass er sich beeinträchtigt fühlte. Habe ihn oft mit Arnikaöl massiert und ihm Paracetamol gegeben. Beim Kontrollbesuch beim Rheumatologen im Sommer ging es ihm gerade gut.
Im September hatte er eine schlimme Woche mit starken Schmerzen im linken Fuß und im linken Handgelenk, dann fuhren wir zur Kur und dort ging es ihm besser. Er hatte dort Haltungstraining, Entspannungsübungen und hat mehrmals mit einer Kinderpsychologin über seine starken Ängste gesprochen (unschöne Trennung vom Kindsvater mit Rückkehr aus dem Ausland. Kindsvater ist im Ausland geblieben, es gab viel Streit um das Kind - seit kurzem habe ich das alleinige Sorgerecht. Mein Sohn hat starke Verlustängste)
Seit Ende Oktober hat er wieder starke Schmerzen im linken Handgelenk, 1 Woche lang konnte er die Hand gar nicht gebrauchen, jetzt hat er weniger Schmerzen, ist aber bewegungseingeschränkt.
Letzte Woche hatten wir Termin beim Kinderrheumatologen und er stellte eine Schwellung im Gelenk und Bewegungseinschränkung fest und setzte die Krankheitsaktivität auf zwischen 1 und 2 herauf.
Meloxicam wurde abgesetzt, er bekommt jetzt 35mg/kg Iboprufen in 3 täglichen Dosen, bis die Berichte vom Röntgen und MRT vorliegen, ausserdem manuelle Therapie/Krankengymnastik. Der Arzt sagte, dass wir uns auf MTX einstellen müssen.
Blutergebnisse habe ich noch nicht, Anfang der Woche soll ich den Rheumatologen anrufen wegen der Ergebnisse und um ihm zu sagen, ob das Iboprufen wirkt oder nicht. Mein Sohn sagt, es hilft ihm nicht...
Seit ca 1 Woche schüttelt er öfter mal seine rechte Hand, so als ob sie eigeschlafen wäre. Erst hat er auf Nachfragen gesagt, das wäre nur ne dumme Angewohnheit, aber heute hat er zugegeben, dass ihm die rechte Hand auch etwas weh tut und kribbelt..Er kann jedenfalls schlecht Socken alleine anziehen oder einen Knopf zumachen.
Seine Füße tun ihm eigentlich fast jeden Tag weh, abhängig davon, was er macht.
Schulsport macht er seit 2 Wochen nicht mehr mit und auch sonst bewegt er sich ungern, weil ihm dann alles weh tut. Er trifft sich auch selten mit Freunden und ist of müde und angestrengt, wenn er aus der Schule kommt.
Letzte Woche war er das erste Mal zum Kegeln und kam nach Schluss fast rausgekrochen, alle Muskeln taten ihm für 2 Tage weh - sicher muss er auch noch lernen, auf seinen Körper mehr zu hören, trotzdem ist es natürlich ein Negativerlebnis, wenn er nicht mal mehr ne Stunde kegeln kann ohne Nachwirkungen.
Er fühlt sich vom Schicksal gebeutelt, neulich sagte er zu mir: meine Eltern haben sich getrennt und ich habe Rheuma, das ist ja wohl schlimm genug.
Mich nimmt die Sorge um ihn auch ganz schön mit und ich fühle mich mitschuldig an seinem ganzen Dilemma, weil ich selbst im Moment nicht ein Ausbund an positiver Ausstrahlung bin - obwohl ich mich zusammennehme merkt mein Sohn natürlich, wenn ich deprimiert bin - und da wir beide alleine miteinander sind spiegelt er sicherlich mein Verhalten.
Kennt ihr auch so depressive Phasen bei euren Kindern und euch selbst und habt ihr schon Erfahrungen sammeln können, wie man am besten damit umgeht und die Kinder motiviert, trotz Schmerzen Sport zu machen, sich zu bewegen und insgesamt am Leben teilzunehmen? Oder soll ich ihn in der jetzigen Phase einfach sein lassen? Wahrscheinlich kommt ja jetzt noch einiges auf uns zu und wir werden uns viel mit der Krankheit auseinandersetzen müssen.
Lieben Gruß
ich lese schon ein paar Wochen im Forum mit, jetzt möchte ich uns einmal vorstellen:
bei meinem 11 jährigen Sohn wurde im April diesen Jahres beim Kinderrheumatologen eine Enthesitis assoziierte Arthritis festgestellt, Aktivität zwischen 0 und 1. Schmerzen hatte er damals an den Sehenansätzen der Füße, keine Schwellungen, keine Überwärmung, Blutwerte ok. Er bekam Meloxicam 15 mg pro Tag.
Leider hatte er den Sommer über auch oft Schmerzen an anderen Gelenken, mal am Ellenbogen, mal Schulter, mal Handgelenk, Knie - immer links. Nie so schlimm, dass ich meinte, den Rheumatologen anrufen zu müssen, aber oft so, dass er sich beeinträchtigt fühlte. Habe ihn oft mit Arnikaöl massiert und ihm Paracetamol gegeben. Beim Kontrollbesuch beim Rheumatologen im Sommer ging es ihm gerade gut.
Im September hatte er eine schlimme Woche mit starken Schmerzen im linken Fuß und im linken Handgelenk, dann fuhren wir zur Kur und dort ging es ihm besser. Er hatte dort Haltungstraining, Entspannungsübungen und hat mehrmals mit einer Kinderpsychologin über seine starken Ängste gesprochen (unschöne Trennung vom Kindsvater mit Rückkehr aus dem Ausland. Kindsvater ist im Ausland geblieben, es gab viel Streit um das Kind - seit kurzem habe ich das alleinige Sorgerecht. Mein Sohn hat starke Verlustängste)
Seit Ende Oktober hat er wieder starke Schmerzen im linken Handgelenk, 1 Woche lang konnte er die Hand gar nicht gebrauchen, jetzt hat er weniger Schmerzen, ist aber bewegungseingeschränkt.
Letzte Woche hatten wir Termin beim Kinderrheumatologen und er stellte eine Schwellung im Gelenk und Bewegungseinschränkung fest und setzte die Krankheitsaktivität auf zwischen 1 und 2 herauf.
Meloxicam wurde abgesetzt, er bekommt jetzt 35mg/kg Iboprufen in 3 täglichen Dosen, bis die Berichte vom Röntgen und MRT vorliegen, ausserdem manuelle Therapie/Krankengymnastik. Der Arzt sagte, dass wir uns auf MTX einstellen müssen.
Blutergebnisse habe ich noch nicht, Anfang der Woche soll ich den Rheumatologen anrufen wegen der Ergebnisse und um ihm zu sagen, ob das Iboprufen wirkt oder nicht. Mein Sohn sagt, es hilft ihm nicht...
Seit ca 1 Woche schüttelt er öfter mal seine rechte Hand, so als ob sie eigeschlafen wäre. Erst hat er auf Nachfragen gesagt, das wäre nur ne dumme Angewohnheit, aber heute hat er zugegeben, dass ihm die rechte Hand auch etwas weh tut und kribbelt..Er kann jedenfalls schlecht Socken alleine anziehen oder einen Knopf zumachen.
Seine Füße tun ihm eigentlich fast jeden Tag weh, abhängig davon, was er macht.
Schulsport macht er seit 2 Wochen nicht mehr mit und auch sonst bewegt er sich ungern, weil ihm dann alles weh tut. Er trifft sich auch selten mit Freunden und ist of müde und angestrengt, wenn er aus der Schule kommt.
Letzte Woche war er das erste Mal zum Kegeln und kam nach Schluss fast rausgekrochen, alle Muskeln taten ihm für 2 Tage weh - sicher muss er auch noch lernen, auf seinen Körper mehr zu hören, trotzdem ist es natürlich ein Negativerlebnis, wenn er nicht mal mehr ne Stunde kegeln kann ohne Nachwirkungen.
Er fühlt sich vom Schicksal gebeutelt, neulich sagte er zu mir: meine Eltern haben sich getrennt und ich habe Rheuma, das ist ja wohl schlimm genug.
Mich nimmt die Sorge um ihn auch ganz schön mit und ich fühle mich mitschuldig an seinem ganzen Dilemma, weil ich selbst im Moment nicht ein Ausbund an positiver Ausstrahlung bin - obwohl ich mich zusammennehme merkt mein Sohn natürlich, wenn ich deprimiert bin - und da wir beide alleine miteinander sind spiegelt er sicherlich mein Verhalten.
Kennt ihr auch so depressive Phasen bei euren Kindern und euch selbst und habt ihr schon Erfahrungen sammeln können, wie man am besten damit umgeht und die Kinder motiviert, trotz Schmerzen Sport zu machen, sich zu bewegen und insgesamt am Leben teilzunehmen? Oder soll ich ihn in der jetzigen Phase einfach sein lassen? Wahrscheinlich kommt ja jetzt noch einiges auf uns zu und wir werden uns viel mit der Krankheit auseinandersetzen müssen.
Lieben Gruß


