gisipb
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Hier die Übersetzung:@ Jörg
Ich empfehle Sie, um eine antibakterielle Therapie gegen Streptococcuses spp(Str. pyogenes, andere Beta-hämolytische steptococcuses, Alpha-hämolytische Belastungen, str bovis etc. zu versuchen). Ich bedeute, daß Sie einen dieser antibakteriellen Entwürfe versuchen müssen: --------- Benzylpenicillin(penicillin G) intravenös für 2-3 Wochen. Dosierung: 18 million/day(3 Million Un des Benzylpenicillins alle 4 Stunden). + Clindamycin 0,6-0,9g 3 mal einen Tag, intravenös für 1-2 Wochen. ---------- Wenn Sie sehen, daß Therapie die Arbeit erledigen, dann müssen Sie fortfahren die Therapie mit Gemifloxacin(320mg ein Tag) für 2 Wochen oder Clarithromycin(0,5g zweimal ein Tag) für 2 Wochen. Irgendeine antibakterielle Therapie, die Sie nur an der normalen Klinikunterseite versuchen können! Versuchen Sie, über das mit Ihrem Doktor zu sprechen. Freundlicher Respekt,
*****************************************************
Hier einige Auszüge aus meiner HP: www.lupus-rheuma.de
http://www.razyboard.com/system/index.php?id=marsden&forumid=795942&threadid=3394677
http://de.wikipedia.org/wiki/Yersinia
Bei den Bakterien der Gattung Yersinia handelt es sich um eine Gruppe gramnegativer Stäbchenbakterien der Familie der Enterobacteriaceae. Benannt wurden sie nach dem französischen Bakteriologen Alexandre Émile Jean Yersin, der 1894 in Hongkong den Erreger der Pest Yersinia pestis entdeckt hat und die erste Reinkultur der Bakterien anlegte. Außerdem entdeckte er die besondere Rolle der Ratten und der Rattenflöhe bei der Übertragung der Seuche.
Von den 7 Yersinia-Arten sind drei von besonderer medizinischer Relevanz. Als Therapie werden bei Yersinia-Erkrankungen Antibiotika wie Chloramphenicol, Tetracyclin oder Cotrimoxazol eingesetzt.
Yersinia pestis
Das Bakterium Yersinia pestis stellt den Erreger der Pest dar und ist entsprechend eines der weltweit am meisten gefürchteten Bakterien überhaupt. Es handelt sich dabei um ein unbewegliches Stäbchen ohne Geißel und ohne Sporenbildung. Das Bakterium ist jedoch auch ohne Sporen monatelang lebensfähig in Speichel, Kot und Eiter sowie eingetrocknet in Parasiten wie dem Rattenfloh oder an den Wänden von Wohnhöhlen verschiedener Nagetiere (beispielsweise Ratten), empfindlich ist es jedoch gegenüber Schimmelpilzen. Die Erregung der tödlichen Erkrankung erfolgt durch die Bildung verschiedener Gifte auf und im Körper der infizierten Personen.
Seit 2001 gehört Yersinia pestis zu den sequenzierten Organismen, das Genom des Bakteriums ist entsprechend vollständig bekannt.
Yersinia pseudotuberculosis
Yersinia pseudotuberculosis ist ein Stäbchenbakterium, das sich durch eine Begeißelung einer begrenzten Zone (peritriche Begeißelung) auszeichnet und bei Bedarf kurzzeitig ohne Sauerstoff (anaerob) leben kann. Es stellt bei Nagetieren den Erreger der Pseudotuberkulose, einer Erkrankung mit tuberkuloseähnlichen Symptomen.
Yersinia enterocolitica
Yersinia enterocolitica ist der Erreger der enteralen Yersiniose; einer fieberhaften Darmentzündung (Enterocolitis oder Enteritis) als Folge einer Nahrungsmittelvergiftung. Häufig treten Begleitscheinungen wie ein ausgedehntes Erythema nodosum, eine Yersinia-Arthritis oder die Reiter-Krankheit mit Ekzemen der Handinnenflächen und der Fußsohlen auf.
http://www.labor-limbach.de/Yersinien-I … 140.0.html
Übertragung
Hauptsächlich durch kontaminierte Nahrungsmittel und Getränke, selten durch Bluttransfusion.
Inkubationszeit
Bei der Yersinien-induzierten Gastroenteritis ca. 1 -11 Tage.
Klinische Manifestationen
Yersinia pestis, Erreger der Pest, die mit einer fie*berhaften Lymphadenitis im Bereich der Infektion (meist Leistenbeuge) beginnt und mit Antibiotika*Therapie ausheilt. Schwere Krankheitsverläufe mit Sepsis, Pneumonie und Todesfolge sind heute selten geworden.
Y. pseudotuberculosis und Y. enterocolitica können eine Enterocolitis verursachen mit Bauchschmerzen, Diarrhö und mäßig Fieber. Die Symptome einer Gastroenterocolitis dauern meist 5-14 Tage (selten mehrere Monate).
Enteropathogene Yersinien können zu immunpathologischen Komplikationen führen, z.B. in 1-3% der Fälle zu reaktiven Arthritiden. Folgeerkrankungen treten mit einer Latenz von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen nach der Akutsymptomatik der Yersiniose auf (1-3 Wochen bei reaktiver Arthritis). Als Folgeerkrankungen werden insbesondere bei HLA-B27-positiven Patienten Infektarthritis, Erythema nodosum und andere Symptome des rheumatischen Formenkreises beobachtet.
Die reaktive Arthritis tritt akut oder subakut auf mit bevorzugtem Befall der Gelenke der unteren Extremitäten (Knie- und Sprunggelenke). Die Dauer der akuten Gelenksymptomatik beträgt ca. 1-4 Monate. Im weiteren Verlauf haben bis zu 50% der Patienten Beschwerden am Bewegungsapparat über eine Zeitdauer von 10 Jahren.
Enteritische Formen
Enteritis
mesenteriale Adenitis
charakteristische Symptome: Bauchschmerzen, leichtes Fieber, leichte Durchfälle, Stuhl nicht blutig
Durchfall selten länger als 2-4 Wochen
häufig bei Kindern und Jugendlichen
Pseudoappendizitis
manifestiert sich bei Jugendlichen als akutes Abdomen
Symptome: Bauchschmerz, Druckempfindlichkeit im rechten unteren Quadranten und Fieber
Yersinia-Colitis
ernste und meist akute Erkrankung, die bei Erwachsenen auftritt
charakteristische Symptome: diffuse Ulzeration, Entzündungen des Ileums und Kolons
Patienten mit Ileitis und Colitis zeigen häufiger extraintestinale Manifestationen (reaktive Arthritis, Erythema nodosum, periphere Lymphadenitis) als Patienten mit milde verlaufenden Yersiniosen.
Extramesenteriale Yersinien-Infektionen
Auftreten mit oder ohne vorhergehender Enteritis bei Patienten mit Y. enterocolitica-Infektion. Am häufigsten bei Erwachsenen.
Septische Form (Yersinia-Septikämie)
Häufig nach schwerer Yersinia-Colitis
altersunabhängig, aber häufiger bei Erwachsenen
Prädisposition: Immundefizienz, hämatologische Erkrankungen, Eisenüberlagerung, Alkoholismus, Unterernährung u.a.hohe Letalität
Lymphadenopathie
besonders bei jungen Erwachsenen
charakteristische Symptome: generalisierte Lymphadenopathie, hohes Fieber, Splenomegalie und Gewichtsverlust
Immunpathologische Krankheitsbilder
Reaktive Arthritis
beginnt i.d.R. 1-4 Wochen nach dem Beginn der intestinalen Symptome (oft aber ohne Angabe vorangegangener Darmsymptomatik)
am häufigsten sind die Gelenke der unteren Extremitäten betroffen; 25% mono-, 50% oligo- und 25% polyartikuläre Erkrankung
heilt i.d.R. in 3-12 Monaten aus, kann sich aber auch chronisch oder auch rezidivierend entwickeln
bei 60-80% HLA-B27 nachweisbar
in d.R. Persistenz von Yersinia-spezifischen IgA* Ak
assoziiert mit der Persistenz von pathogenen Yersinien im darmassoziierten lymphatischen Gewebe
Erythema nodosum
häufiger bei erwachsenen Frauen
nicht selten mit einer reaktiven Arthritis assoziiert
Hauterscheinungen treten 4-6 Wochen nach Infektion auf
besonders betroffen sind die unteren Extremitäten
Myokarditis
umschriebene oder diffuse, entzündliche Erkrankung des Herzmuskels
häufig als Begleiterkrankung z.B. einer Sepsis -, akuter und chronischer Verlauf möglich
Glomerulonephritis
verschiedenartige, primär nicht infektiv-bakterielle Nierenerkrankungen mit Entzündungsvorgängen in den Nierenkörperchen und sekundär in anderen Teilen der Nephronen
klinische Einteilung: akut diffus, perakut, chronisch
Diagnostik
1. Keimnachweis
Die Diagnose der akuten Erkrankung stützt sich primär auf den Erregernachweis im Stuhl. Der Keimnachweis im Stuhl kann über eine Zeitdauer von 2 bis 12 Wochen möglich sein (Nativstuhl oder Stuhlabstrich im Amies-Transportmedium).
2. Serologie
Die Serologie ist zur ergänzenden Diagnostik der akuten Infektion geeignet, für die Aufklärung von Folgeerkrankungen essentiell. Besondere Bedeutung kommt der Bestimmung spezifischer IgA-Ak zu: Sie persistieren bei reaktiver Arthritis meist länger als bei unkomplizierten Verläufen.
ELISA zur Bestimmung der spezifischen IgG-, IgA- und IgM-Ak!
Die herkömmlichen serologischen Nachweismetho*den, wie die Widal-Reaktion und die Komplementbindungsreaktion besitzen nur eine geringe diagno*stische Sensitivität und Spezifität. Daher wird heute der Enzymimmunoassay (ELISA) zum Nachweis von IgG-, IgA-,und IgM-Ak gegen spezifische Yersinien*Antigene bevorzugt. Als hochspezifische Yersinien*Antigene gelten die plasmidkodierten Polypeptide, die in das Medium abgegeben werden (released proteins, RP; oder Yersinia outer membran proteins, YOPs, genannt).
Antikörperverläufe bei der Yersinien-Infektion:
Immunglobulin-Klasse
Ak-Persistenz bei akuter Infektion
ohne Spätfolgen
Ak-Persistenz bei Infektion
mit Spätfolgen
IgM
1-3 Monate
selten
IgA
2-4 Monate
Monate bis zu 2 Jahren
IgG
5 Monate bis Jahre
Serologie der akuten Yersinien-Infektion
Bei der akuten Yersinien-Infektion (Enteritis) sind IgM-, IgA- und meist auch schon IgG-Ak nachweisbar. Im Verlauf der Infektion verschwinden IgM- und IgA-Ak innerhalb von 3-6 Monaten, während IgG*Ak bis zu Jahren, evtl. lebenslang persistieren. IgG*Ak persistieren bei 80% der Patienten nach Yersinien-Infektion.
Im Gegensatz zu Arthritis-Patienten werden bei Enteritis-Fällen signifikant häufiger isolierte lgA-Ak beobachtet (J. Cremer et al. 1995). IgA-Ak können früh bei enteritischen Infektionen auftreten, manchmal vor IgM oder IgG. Wenn IgA-Ak negativ werden, sind auch keine Yersinien mehr in Darmbiopsien nach*zuweisen (J.A.A. Hoogkamp-Korstanje et al. 1992).
Serologie der chronischen Yersinien-Infektion und der Yersinien-induzierten reaktiven Arthritis
Bei der reaktiven Arthritis findet man neben IgG-Ak vor allem die Persistenz der IgA-Ak über Jahre, während IgM-Ak nur selten nachweisbar sind.
Therapie der akuten Yersinien-Infektion
Bei positivem Erregernachweis: Antibiotika-Therapie, vor allem bei älteren Patienten und bei extramesenterialer Yersinien*Infektion, z.B. Therapie mit Cotrimoxazol, Doxycycline oder Chinolone. Bei Erregerpersistenz längere Antibiotika-Therapie.
Therapie der Yersinien-induzierten reaktiven Arthritis
Bei akuter Arthritis:
physikalische Maßnahmen
nicht-steroidale Antiphlogistika
Bei persistierender oder chronischer Arthritis (4 Wochen bzw. > 3 Monate):
Antiphlogistika oder Antirheumatika
in Einzelfällen mit schwerem Verlauf: Steroide und ggf. Immunsuppressivum
ggf. Synovektomie
Der Stellenwert einer antibiotischen Langzeittherapie wird z.Zt. noch kontrovers diskutiert!
Hier ein intressanter Link bitte lesen:
http://www.zeit.de/2004/16/M-Chlamydien
Die unterschätzten Schmarotzer
Chlamydien machen steril. Verursachen sie auch Alzheimer und Arthritis?
Hier die Übersetzung:@ Jörg
Ich empfehle Sie, um eine antibakterielle Therapie gegen Streptococcuses spp(Str. pyogenes, andere Beta-hämolytische steptococcuses, Alpha-hämolytische Belastungen, str bovis etc. zu versuchen). Ich bedeute, daß Sie einen dieser antibakteriellen Entwürfe versuchen müssen: --------- Benzylpenicillin(penicillin G) intravenös für 2-3 Wochen. Dosierung: 18 million/day(3 Million Un des Benzylpenicillins alle 4 Stunden). + Clindamycin 0,6-0,9g 3 mal einen Tag, intravenös für 1-2 Wochen. ---------- Wenn Sie sehen, daß Therapie die Arbeit erledigen, dann müssen Sie fortfahren die Therapie mit Gemifloxacin(320mg ein Tag) für 2 Wochen oder Clarithromycin(0,5g zweimal ein Tag) für 2 Wochen. Irgendeine antibakterielle Therapie, die Sie nur an der normalen Klinikunterseite versuchen können! Versuchen Sie, über das mit Ihrem Doktor zu sprechen. Freundlicher Respekt,
*****************************************************
Hier einige Auszüge aus meiner HP: www.lupus-rheuma.de
http://www.razyboard.com/system/index.php?id=marsden&forumid=795942&threadid=3394677
http://de.wikipedia.org/wiki/Yersinia
Bei den Bakterien der Gattung Yersinia handelt es sich um eine Gruppe gramnegativer Stäbchenbakterien der Familie der Enterobacteriaceae. Benannt wurden sie nach dem französischen Bakteriologen Alexandre Émile Jean Yersin, der 1894 in Hongkong den Erreger der Pest Yersinia pestis entdeckt hat und die erste Reinkultur der Bakterien anlegte. Außerdem entdeckte er die besondere Rolle der Ratten und der Rattenflöhe bei der Übertragung der Seuche.
Von den 7 Yersinia-Arten sind drei von besonderer medizinischer Relevanz. Als Therapie werden bei Yersinia-Erkrankungen Antibiotika wie Chloramphenicol, Tetracyclin oder Cotrimoxazol eingesetzt.
Yersinia pestis
Das Bakterium Yersinia pestis stellt den Erreger der Pest dar und ist entsprechend eines der weltweit am meisten gefürchteten Bakterien überhaupt. Es handelt sich dabei um ein unbewegliches Stäbchen ohne Geißel und ohne Sporenbildung. Das Bakterium ist jedoch auch ohne Sporen monatelang lebensfähig in Speichel, Kot und Eiter sowie eingetrocknet in Parasiten wie dem Rattenfloh oder an den Wänden von Wohnhöhlen verschiedener Nagetiere (beispielsweise Ratten), empfindlich ist es jedoch gegenüber Schimmelpilzen. Die Erregung der tödlichen Erkrankung erfolgt durch die Bildung verschiedener Gifte auf und im Körper der infizierten Personen.
Seit 2001 gehört Yersinia pestis zu den sequenzierten Organismen, das Genom des Bakteriums ist entsprechend vollständig bekannt.
Yersinia pseudotuberculosis
Yersinia pseudotuberculosis ist ein Stäbchenbakterium, das sich durch eine Begeißelung einer begrenzten Zone (peritriche Begeißelung) auszeichnet und bei Bedarf kurzzeitig ohne Sauerstoff (anaerob) leben kann. Es stellt bei Nagetieren den Erreger der Pseudotuberkulose, einer Erkrankung mit tuberkuloseähnlichen Symptomen.
Yersinia enterocolitica
Yersinia enterocolitica ist der Erreger der enteralen Yersiniose; einer fieberhaften Darmentzündung (Enterocolitis oder Enteritis) als Folge einer Nahrungsmittelvergiftung. Häufig treten Begleitscheinungen wie ein ausgedehntes Erythema nodosum, eine Yersinia-Arthritis oder die Reiter-Krankheit mit Ekzemen der Handinnenflächen und der Fußsohlen auf.
http://www.labor-limbach.de/Yersinien-I … 140.0.html
Übertragung
Hauptsächlich durch kontaminierte Nahrungsmittel und Getränke, selten durch Bluttransfusion.
Inkubationszeit
Bei der Yersinien-induzierten Gastroenteritis ca. 1 -11 Tage.
Klinische Manifestationen
Yersinia pestis, Erreger der Pest, die mit einer fie*berhaften Lymphadenitis im Bereich der Infektion (meist Leistenbeuge) beginnt und mit Antibiotika*Therapie ausheilt. Schwere Krankheitsverläufe mit Sepsis, Pneumonie und Todesfolge sind heute selten geworden.
Y. pseudotuberculosis und Y. enterocolitica können eine Enterocolitis verursachen mit Bauchschmerzen, Diarrhö und mäßig Fieber. Die Symptome einer Gastroenterocolitis dauern meist 5-14 Tage (selten mehrere Monate).
Enteropathogene Yersinien können zu immunpathologischen Komplikationen führen, z.B. in 1-3% der Fälle zu reaktiven Arthritiden. Folgeerkrankungen treten mit einer Latenz von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen nach der Akutsymptomatik der Yersiniose auf (1-3 Wochen bei reaktiver Arthritis). Als Folgeerkrankungen werden insbesondere bei HLA-B27-positiven Patienten Infektarthritis, Erythema nodosum und andere Symptome des rheumatischen Formenkreises beobachtet.
Die reaktive Arthritis tritt akut oder subakut auf mit bevorzugtem Befall der Gelenke der unteren Extremitäten (Knie- und Sprunggelenke). Die Dauer der akuten Gelenksymptomatik beträgt ca. 1-4 Monate. Im weiteren Verlauf haben bis zu 50% der Patienten Beschwerden am Bewegungsapparat über eine Zeitdauer von 10 Jahren.
Enteritische Formen
Enteritis
mesenteriale Adenitis
charakteristische Symptome: Bauchschmerzen, leichtes Fieber, leichte Durchfälle, Stuhl nicht blutig
Durchfall selten länger als 2-4 Wochen
häufig bei Kindern und Jugendlichen
Pseudoappendizitis
manifestiert sich bei Jugendlichen als akutes Abdomen
Symptome: Bauchschmerz, Druckempfindlichkeit im rechten unteren Quadranten und Fieber
Yersinia-Colitis
ernste und meist akute Erkrankung, die bei Erwachsenen auftritt
charakteristische Symptome: diffuse Ulzeration, Entzündungen des Ileums und Kolons
Patienten mit Ileitis und Colitis zeigen häufiger extraintestinale Manifestationen (reaktive Arthritis, Erythema nodosum, periphere Lymphadenitis) als Patienten mit milde verlaufenden Yersiniosen.
Extramesenteriale Yersinien-Infektionen
Auftreten mit oder ohne vorhergehender Enteritis bei Patienten mit Y. enterocolitica-Infektion. Am häufigsten bei Erwachsenen.
Septische Form (Yersinia-Septikämie)
Häufig nach schwerer Yersinia-Colitis
altersunabhängig, aber häufiger bei Erwachsenen
Prädisposition: Immundefizienz, hämatologische Erkrankungen, Eisenüberlagerung, Alkoholismus, Unterernährung u.a.hohe Letalität
Lymphadenopathie
besonders bei jungen Erwachsenen
charakteristische Symptome: generalisierte Lymphadenopathie, hohes Fieber, Splenomegalie und Gewichtsverlust
Immunpathologische Krankheitsbilder
Reaktive Arthritis
beginnt i.d.R. 1-4 Wochen nach dem Beginn der intestinalen Symptome (oft aber ohne Angabe vorangegangener Darmsymptomatik)
am häufigsten sind die Gelenke der unteren Extremitäten betroffen; 25% mono-, 50% oligo- und 25% polyartikuläre Erkrankung
heilt i.d.R. in 3-12 Monaten aus, kann sich aber auch chronisch oder auch rezidivierend entwickeln
bei 60-80% HLA-B27 nachweisbar
in d.R. Persistenz von Yersinia-spezifischen IgA* Ak
assoziiert mit der Persistenz von pathogenen Yersinien im darmassoziierten lymphatischen Gewebe
Erythema nodosum
häufiger bei erwachsenen Frauen
nicht selten mit einer reaktiven Arthritis assoziiert
Hauterscheinungen treten 4-6 Wochen nach Infektion auf
besonders betroffen sind die unteren Extremitäten
Myokarditis
umschriebene oder diffuse, entzündliche Erkrankung des Herzmuskels
häufig als Begleiterkrankung z.B. einer Sepsis -, akuter und chronischer Verlauf möglich
Glomerulonephritis
verschiedenartige, primär nicht infektiv-bakterielle Nierenerkrankungen mit Entzündungsvorgängen in den Nierenkörperchen und sekundär in anderen Teilen der Nephronen
klinische Einteilung: akut diffus, perakut, chronisch
Diagnostik
1. Keimnachweis
Die Diagnose der akuten Erkrankung stützt sich primär auf den Erregernachweis im Stuhl. Der Keimnachweis im Stuhl kann über eine Zeitdauer von 2 bis 12 Wochen möglich sein (Nativstuhl oder Stuhlabstrich im Amies-Transportmedium).
2. Serologie
Die Serologie ist zur ergänzenden Diagnostik der akuten Infektion geeignet, für die Aufklärung von Folgeerkrankungen essentiell. Besondere Bedeutung kommt der Bestimmung spezifischer IgA-Ak zu: Sie persistieren bei reaktiver Arthritis meist länger als bei unkomplizierten Verläufen.
ELISA zur Bestimmung der spezifischen IgG-, IgA- und IgM-Ak!
Die herkömmlichen serologischen Nachweismetho*den, wie die Widal-Reaktion und die Komplementbindungsreaktion besitzen nur eine geringe diagno*stische Sensitivität und Spezifität. Daher wird heute der Enzymimmunoassay (ELISA) zum Nachweis von IgG-, IgA-,und IgM-Ak gegen spezifische Yersinien*Antigene bevorzugt. Als hochspezifische Yersinien*Antigene gelten die plasmidkodierten Polypeptide, die in das Medium abgegeben werden (released proteins, RP; oder Yersinia outer membran proteins, YOPs, genannt).
Antikörperverläufe bei der Yersinien-Infektion:
Immunglobulin-Klasse
Ak-Persistenz bei akuter Infektion
ohne Spätfolgen
Ak-Persistenz bei Infektion
mit Spätfolgen
IgM
1-3 Monate
selten
IgA
2-4 Monate
Monate bis zu 2 Jahren
IgG
5 Monate bis Jahre
Serologie der akuten Yersinien-Infektion
Bei der akuten Yersinien-Infektion (Enteritis) sind IgM-, IgA- und meist auch schon IgG-Ak nachweisbar. Im Verlauf der Infektion verschwinden IgM- und IgA-Ak innerhalb von 3-6 Monaten, während IgG*Ak bis zu Jahren, evtl. lebenslang persistieren. IgG*Ak persistieren bei 80% der Patienten nach Yersinien-Infektion.
Im Gegensatz zu Arthritis-Patienten werden bei Enteritis-Fällen signifikant häufiger isolierte lgA-Ak beobachtet (J. Cremer et al. 1995). IgA-Ak können früh bei enteritischen Infektionen auftreten, manchmal vor IgM oder IgG. Wenn IgA-Ak negativ werden, sind auch keine Yersinien mehr in Darmbiopsien nach*zuweisen (J.A.A. Hoogkamp-Korstanje et al. 1992).
Serologie der chronischen Yersinien-Infektion und der Yersinien-induzierten reaktiven Arthritis
Bei der reaktiven Arthritis findet man neben IgG-Ak vor allem die Persistenz der IgA-Ak über Jahre, während IgM-Ak nur selten nachweisbar sind.
Therapie der akuten Yersinien-Infektion
Bei positivem Erregernachweis: Antibiotika-Therapie, vor allem bei älteren Patienten und bei extramesenterialer Yersinien*Infektion, z.B. Therapie mit Cotrimoxazol, Doxycycline oder Chinolone. Bei Erregerpersistenz längere Antibiotika-Therapie.
Therapie der Yersinien-induzierten reaktiven Arthritis
Bei akuter Arthritis:
physikalische Maßnahmen
nicht-steroidale Antiphlogistika
Bei persistierender oder chronischer Arthritis (4 Wochen bzw. > 3 Monate):
Antiphlogistika oder Antirheumatika
in Einzelfällen mit schwerem Verlauf: Steroide und ggf. Immunsuppressivum
ggf. Synovektomie
Der Stellenwert einer antibiotischen Langzeittherapie wird z.Zt. noch kontrovers diskutiert!
Hier ein intressanter Link bitte lesen:
http://www.zeit.de/2004/16/M-Chlamydien
Die unterschätzten Schmarotzer
Chlamydien machen steril. Verursachen sie auch Alzheimer und Arthritis?



