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Wer kann mir helfen? Yersinienvergiftung zu spät erkannt!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Hoffi, 15. März 2005.

  1. Hoffi

    Hoffi Neues Mitglied

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    Ich möchte mich kurz vorstellen ich heiße Jörg bin 37 Jahre alt und komme aus Dresden.
    Meine Krankheitsgeschichte ist ziemlich langwidrig und ich versuche kurz und bündig stichwortartig zu schreiben,was mir passiert ist.

    Juni 2000 - Einlieferung Krankenhaus mit 40 Fieber und Durchfall
    Juni-August 2000 - 3 Monatige multiple Antibiotikabehandlung ohne einen
    Erreger gefunden zu haben
    September 2000 - gesicherte Yersinienvergiftung diagnostiziert
    September 2000 - Verdacht auf Entzündung der Herzmuskeln
    September 2000 - nach Fall ins Koma - Behandlung auf der neurologischen Intensivstation
    September 2000 - Gelenke waren hochgradig entzündet und doppelt so dick wie normal- Ernährung über Tropf - Fortbewegung nur im Rollstuhl möglich!
    Oktober 2000 - Verlegung Rheumatologie nach vielen Verdachtsdiagnosen Meningitis,reaktive Arthritis etc.
    Oktober 2000 - Diagnose Autoimmunerkrankung unklarer Genese
    November 2000 - Abschiebung mit den Worten man könne für mich nichts mehr tun in die Hände von Psychologen!

    Nun bis zum heutigen Tag leide ich unter starken Schmerzen, die nicht mal durch starke Schmerzmittel sich bessern. Ich habe Hautbrennen und Jucken, vertrage kein Wasser und keine Textilien mehr. Kann kaum 500 Meter mehr laufen, nicht lange stehen und musste nicht nur Beruf und Sport sondern auch vieles andere aufgeben was ich gerne gemacht habe.

    Die Hilfe der Ärzte sieht so aus, das viele Standartuntersuchungen erfolgt sind und gesagt wird sie waren sehr schwer krank aber jetzt ist alles wieder in Ordnung. Es wird oft über eine Psychotherapie gesprochen und das die Beschwerden doch garnicht mit der mehrmonatigen Behandlung zu tun haben.

    Nun bin ich wieder in einer Klinik gewesen, wo ich gehofft habe man könne mir helfen. Aber auch in dieser Klinik für Diagnostik Wiesbaden waren die Untersuchungen sehr sehr oberflächlich.

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter, an wem ich mich wenden soll. Was ist wenn die Yersinieninfektion zu spät erkannt wurde, denn nach über 3 Monaten ist schon sehr sehr spät? Ich habe die Befürchtung, daß ich unter den Folgen der Behandlung leide und mir blieb bis jetzt jede Hilfe untersagt und ich werde von Amt zu Amt hin und hergeschoben.

    Eine Erwerbsunfähigkeitsrente habe ich bekommen,dann wurde sie wieder abgelehnt, das Arbeitsamt konnte mich nicht vermitteln und nun bin ich seit Juni 2004 krank geschrieben und so geht das über 4 Jahre. Und mir geht es immer schlechter.

    Hat jemand ähnliches erlebt oder kennt wer jemanden der ähnliches erlebt hat? Was kann ich noch machen, daß mir endlich geholfen wird? Ich halte es vor Schmerzen kaum noch aus und die Medikamente sind auf Dauer auch keine Lösung wenn man nicht endlich die Ursache klärt.

    Ich bin für jede ernstgemeinte Antwort dankbar!

    Jörg aus Dresden
     
    #1 15. März 2005
    Zuletzt bearbeitet: 15. März 2005
  2. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo hoffi,

    ganz herzlich willkommen hier bei uns!
    es tut mir wirklich leid, dass es dir so schlecht geht!
    obwohl ich den eindruck habe, dass meine infos hier für dich
    vielleicht nicht hilfreich genug sind, stelle ich sie doch rein,
    ansonsten kannst du unter SUCHEN yersinien eingeben, dann
    wirst du jede menge beiträge finden.

    http://rheuma-online.de/fua/162.html

    hier nochmal etwas, was unser doc langer geschrieben hat:
    Mit dem Nachweis von Yersinien-spezifischem IgG kann eine Yersinien-Infektion zwar auch bewiesen werden, ein positiver IgG-Wert sagt aber nichts darüber aus, wann die Infektion genau stattgefunden hat und ob sie
    überhaupt noch aktiv ist. Ein positiver IgG-Nachweis gegen Yersinien lässt keine definitive Ausage darüber zu, wann die Infektion erfolgt ist und ob der Antikörper nur noch eine Folge einer früher durchgemachten und jetzt
    abgeheilten Infektion ist oder ob noch eine aktive Infektion besteht. So können auch nach einer erfolgreich behandelten und ausgeheilten Yersinieninfektion Yersinien-IgG-Antikörper noch für eine längere Zeit nachweisbar sein. Hohe Yersinien-IgA-Antikörper deuten allerdings auf eine noch vorhandene Infektion, beweisen sie letztendlich aber auch nicht.
    In neuerer Zeit stehen für die differenzierte Yersinien-Diagnostik sogenannte Westernblot- oder Immunoblot-Verfahren zur Verfügung, mit denen man bei der Antikörperdiagnostik Antikörper gegen einzelne Bestandteile der Yersinien nachweisen kann. Wie bei den ELISA-Methoden werden solche
    Blots auch getrennt für IgM, IgG und IgA durchgeführt. Sie dienen zum einen als sehr genaue Bestätigungstests.
    Zum anderen helfen sie bei der Beurteilung, ob eine noch floride, behandlungsbedürftige Infektion vorliegt oder der positive serologische Befund ledig Ausdruck einer "Seronarbe", d.h. einer früheren, abgelaufenen und nicht
    mehr behandlungsbedürftigen Infektion ist. Nach 14 Tagen sind Yersinien im Stuhl wahrscheinlich nicht mehr nachweisbar, im Blut müßte man im ELISA jetzt IgM-Antikörper gegen Yersinien sehen; IgG-Antikörper gegen
    Yersinien müßten (noch) nicht oder nur schwach positiv sein, selbiges gilt für IgA-Antikörper. Im Verlauf müßten dann die IgM-Antikörper gegen die Yersinien innerhalb von etwa 4-6 Wochen verschwinden; IgG-Antikörper müßten dann ansteigen und bleiben lange positiv. Für die IgA-Antikörper
    gilt zunächst das gleiche. Wenn sie allerdings im Verlauf nicht abfallen und verschwinden, ist das ein Hinweis auf eine anhaltende Infektion.
    ende
    ............
    aus einem anderen beitrag:
    Die reaktive Arthritis tritt akut oder subakut auf mit bevorzugtem Befall der Gelenke der unteren Extremitäten (Knie- und Sprunggelenke). Die Dauer der akuten Gelenksymptomatik beträgt ca. 1-4 Monate. Im weiteren Verlauf haben bis zu 50% der Patienten Beschwerden am Bewegungsapparat über eine Zeitdauer von 10 Jahren.

    zitatende

    ich denke, andere werden dir noch hilfreiche infos geben können.
    bis dahin sei herzlich gegrüßt
    marie
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi jörg,

    einen infekt mit yersinien bemerken die meisten gar nicht. nur wenn das immunsystem eh geschwächt ist, kann es schlimmere auswirkungen haben, von durchfall bis zu gelenksentzündungen, die aber eine reaktion auf den infekt sind und oft zeitlich wochen später auftreten. meist wird die behandlung mit nicht steroiden anti rheumatika ausreichen.
    nur sind yersinien so fies, dass sie mit der blutbahn überall hingelangen können und dann auch ärgere probleme bereiten.

    warst du ausser im krankenhaus denn mal bei einem rheuamtologen, ob er dir helfen kann?

    gruss kuki
     
  4. Hoffi

    Hoffi Neues Mitglied

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    Danke Kuki

    Erstmal lieben Dank für Eure schnellen Antworten. Ja ich war im Sommer 2004 in einer Klinik und da in einer Rheumatologie Station.

    Man hat keine Anzeichen einer Autoimmunerkrankung mehr gesehn und auch sonst nichts mehr. Neurologisch scheint auch alles abgeklärt zu sein.
    Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Unterschungen wirklich gründlich durchgeführt wurden.
    Kann mir jemand helfen, der Spezialisten kennt, die sich auskennen mit einer Reaktiver Arthritis die durch eine Yersinieninfektion enstanden ist und sich die Beschwerden mit der Haut und den Schmerzen in Füssen und Beinen erklären können? Vielleicht sind hier auch im Forum Ärzte die mir Ratschläge geben können.
    Ich wäre für jede Hilfe dankbar!

    Liebe Grüße von Hoffi
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    in der charite in berlin, abteilung rheumatologie, gibt es eine abteilung die sich mit dieser erkrankung bzw. daraus resultierenden erkrankungen beschäftigt. vielleicht solltest du dort mal anfragen. hier ein kleiner link dazu , unter schwerpunkt 4 steht ein bisschen was. vielleicht kannst du dort einen der ärzte per mail mal fragen?

    http://www.rheumatologie-berlin.de/forschung/studien_grund.php?m_id=3&s_id=32#schwer4
     
  6. Sylvi

    Sylvi Deichkind

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    Hallo Hoffi,

    Ich hatte auch schon mal eine Yersinien-Infektion. Ich weiß bis heute nicht, ob meine Gelenkprobleme, die ich hatte als die Yersinien entdeckt wurden, von den Yersinien ausgelöst wurden oder ob sie nicht sowieso gekommen wären. Ich bin auch noch HLAB 27 positiv und habe schon lange vor der Yersinieninfektion Rheuma gehabt. Wahrscheinlich haben die Yersinien zu der Zeit mal wieder einen Schub ausgelöst. Gegen die Yersinien selber wurde bei mir nichts unternommen. Die verschwanden von selbst wieder. Hatte wohl Antikörper oder so. Ich kann es nicht genau sagen, weil ich eben damals auch noch nicht so viel über die Dinger wußte :confused:

    Nun konnte ich Dir wohl nicht sehr helfen, ich wünsch Dir aber alles Gute und Gute Besserung.

    Gruß
    Sylvi
     
  7. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    hallo hoffi. also ich kenne mich mit dieser krankheit nicht aus,aber ich würde mal alternative behandlungsmethoden versuchen. klar ist auch die schulmedizin super. aber manchmal kommen die eben nicht weiter oder es wird alles immer nur noch schlimmer. wie wärs mit homöopathie, bioresonanz, elektroakupunktur??? ganz interessant finde ich auch die chinesische medizin kurz genannt auch TCM. und reiki. meine mutter macht reiki. damit kann man vieles lindern oder sogar erheblich verbessern.ich würde über sowas an deiner stelle mal nachdenken, denn: was hast du zu verlieren. nen versuch ists doch wert!!! weil so geht es doch auch nicht weiter, oder???
     
  8. Petra-B.

    Petra-B. Guest

    Hallo Jörg,
    ich habe auch eine Yersinieninfektion. Bei mir ging es vorigen Sommer los. Ich hatte rheumatische Schmerzen und keiner wollte es mir glauben, weil im Blut kein Rheumawert war. Ich konnte nur noch schlecht und mit Schmerzen laufen. Alle Gelenke taten weh. Ging zum Orthopäden, der verschrieb Einlagen für die Schuhe und die roten Flecken unter meiner Haut, vorallem an den Beinen wurden als Insektenstiche abgetan. Und dieses Jahr im Januar wurde es ganz schlimm, ich hatte auch wochenlang Fieber und fühlte mich schwer krank, trotz Antibiotika (aber man hatte nicht die richtigen Antibiotika verordnet). Zum Glück hatte dann ein Arzt die richtige Vermutung und die entsprechende Yersinien-Diagnose gestellt. Also dann zuerst die richtigen Antibiotika gegen die Yersinien genommen und jetzt bekomme ich von einem Rheumatologen Cortison. Das Cortinson hat mir vom zweiten Tag an sehr geholfen. Ich habe mit 20 mg begonnen und jetzt bin ich am Abbau bei z.Zt. 8 mg. Der Rheumatologe meint, ich müsse Cortinson jetzt einige Monate nehmen und dann wolle man sehen, ob "es" chronisch sei. Die Gelenkentzündungen sind z.Zt. abgeklungen. Auch ich hab Angst, daß die Schmerzen wiederkommen. Die Fußschmerzen waren besonders schlimm - aber im Vergleich zu Deinen Schilderungen ist das gar nichts.
    Sicher lag die Erkrankung bei mir auch an meinem Immunsystem - das ist durch die Zöliakie (auch eine Autoimmunkrankheit) geschwächt bzw. hat "überreagiert". Mein Hausarzt nimmt meiner Meinung nach die Erkrankung auch nicht ernst genug und ich mußte mich durchsetzen, daß ich eine Überweisung zum Rheumatologen bekam. Wie es hier weitergeht, wird sich noch in nächster Zeit rausstellen. Deine Krankheitsschilderung zeigt, welches Ausmaß die Yersinien in unserem Körper annehmen können. Ich glaube schon, daß die Ursache für all Deine Folgeerkrankungen auch die Yersineininfektion ist.
    Nun konnte ich Dir leider nicht groß helfen, außer: es evtl. doch mal mit Cortison (falls noch nicht genommen) zu versuchen.
    Ich wünsche Dir alles Gute und eine baldige Linderung Deiner Schmerzen.
    Petra-B.
     
  9. engel

    engel Guest

    Hallo Hoffi

    Ich habe auch eine Yersinieninfektion mitgemacht
    meine Schmerztherapeutin kam damals darauf weil sie es selber hatte und hat mein Blut eingeschickt
    Ich bekam daraufhin da ein Antibiotika und zwar das was die Leute auch in Amerika bekommen die Milzbrand haben.
    Danch ging es mir nicht viel besser und erst dann hat man das Rheuma bemerkt

    Ich habe damals überhaupt keine Kraft mehr gehabt Dauern Durchfall lag nur noch im Bett mit einer starken Grippe nach der anderen. Mein Körper war total geschwächt.

    Heute kann man im Blut nur nohc sehen das ich iene Yersinieninfektion durchgemacht habe.

    Würde mich mal interessieren wie man den an sowas kommen kann???????????????????????????????????????????????????????????????????????

    Ich weiß nur das letzte was ich davor gemacht habe war ein Türkei Urlaub indem ich krank wurde.

    gruß engel
     
  10. Hoffi

    Hoffi Neues Mitglied

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    Lieben Dank

    Lieben Dank für Eure Antworten, ich suche speziell Ärzte [bzw .Spezialisten] die mit Yersinieninfektionen sich auskennen. Mir geht es darum, abzuklären, ob die Beschwerden unter denen ich heute leide, mit der damaligen Yersinieninfektion und nachfolgenden Autoimmunerkrankung unklarer Genese in Zusammenhang stehen.

    Vor allem da jetzt die Haut auch so betroffen ist, müssten Ärzte verschiedener Fachgebiete zusammenarbeiten obwohl es sicher einen Zusammenhang aller Beschwerden gibt.

    Der Tip mit der Charite ist sehr gut.Ich werde da auch Kontakt aufnehmen.Wenn jemand von Euch noch Kliniken weiß, die sich spezialisiert auf Autoimmunerkrankungen, Yersinieninfektionen und vor allem auf mögliche Folgeerscheinungen unter denen ich wahrscheinlich heute sehr stark leide,bitte postet einfach, ich bin für jede noch so kleine Hilfe dankbar.
    Es gab auch den Verdacht meines Hausarztes einer Polyneuropathie in Zusammenhang mit dem Ausbruch der Yersinieninfektion und Autoimmunerkrankung, also als Folgeerscheinung beider Krankheitsursachen.

    Liebe Grüße von Hoffi und vor allem auch an Euch einen Riesendank daß ich so toll hier im Forum aufgenommen wurde und gleich soviele Antworten kamen.
    Habe jetzt wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer, daß mir hoffentlich endlich bald geholfen wird und das man endlich gründlich die Ursachen der Beschwerden in vielen Richtungen abklärt,was bis jetzt unverständlicherweise nicht der Fall gewesen ist , im Gegenteil man wird mit Schmerzmitteln abgespeist die kaum helfen und man quält sich Tag für Tag herum und das darf einfach nicht so weitergehen.
     
  11. matzi

    matzi Neues Mitglied

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    Hallo Hoffi!

    Erstmal : Herzlich Willkommen!
    Auch ich habe Jersinien AK im Blut, laut meinen Rheumatologen wird das aus-
    gelöst durch nicht mehr gutes rohes ( Mett) oder durch nicht durchgebratenes
    Schweinefleisch. Auch eine Streptokokken-Infektion, kann der Auslöser sein.
    Ich hatte 1994 z.b. 3,5 Monate Scharlach. Und leider können Jersinien auch
    Rheuma auslösen ( laut Arzt).

    Liebe Grüße
    Matzi
     
  12. tobiast

    tobiast Guest

    komme gerade aus dem Krankenhaus

    Hallo,
    ich habe mir vor ca. 8 Wochen eine Yersinien-Infektion zugezogen. Ich hatte das Glück, das meine Hausärztin mich nach 2,5 Wochen ins Krankenhaus geschickt hat. Ich hatte hohes Fieber und es gab eigentlich keine Gelenke, die mir nicht wehtaten. Alles deutete zunächst auf einen grippalen Infekt.
    Meine Ärztin hatte aber den Mut mich in die Rheumatologie in Bremen einzuweisen. Dort praktiziert Prof. Dr. Kuipers, ein Experte auf dem Gebiet Yersinien. Somit konnte nach zehn Tagen der Erreger festgestellt werden.
    Zunächst wurde ich mit cortisonfreien Medikamenten behandelt (Rantudil), die Medikamente halfen aber nur bedingt.
    Anschließend bekam ich 30 mg CCortision am Tag. Auch das brachte keine Besserung.
    Erst durch einen Cortisonstoß (fünf Tage jeweils 250 mg) trat eine deutliche Besserung ein.
    Dennoch waren die Entzündungswerte noch nicht wieder im grünen Bereich. Darafhin beschloss der Arzt (auch wenn es ungewöhnlich ist) sofort mit einer Basistherapie zu beginnen. Dabei werden Azulfidine verabreicht. Diese Medikamente wirken erst nach 12 Wochen, ermöglichen dann aber eine endgültige Heilung. Zunächst nehme cih parallel weiter 30 mg Cortision und gleichzeitig Celebrex ein. Diese Medikamente dienen aber nur zur Überbrückung, denn wie ich erfahren habe, können weder Cortision noch Celebrex eine langfristige Heilung auslösen.
    Ich habe aber im Moment ein sehr gutes Gefühl und keine Schmerzen. Auch wenn der Arzt bei der Behandlung gleich alle Register gezogen hat, glaube ich, dass die durch Yersinien hevorgerufenen Gelenkentzündungen nur so völlig und sicher zu heilen sind. Mir hat der Arzt immer wieder gesagt, dass die Gelenkentzündungen durch Yersinien äußerst hartnäckig sind. Deshalb die Basistherapie. Wenn Du weitere Informationen brauchst, melde Dich.
    Ich wünsche Dir alles Gute

    Tobias
     
    #12 21. April 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. April 2005
  13. Marie2

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    hallo tobiast,
    irgendwie bin ich leicht irritiert, dass dein spezialist dir kein
    antibiotikum verpasst hat, denn damit werden yersinien ausgerottet!

    dies ist ein auszug aus einem schreiben von unserem doc langer:

    Ich selber tendiere bei meinen Patienten mit einer sicheren Yersinien-Arthritis eher zu einer längerdauernden antibiotischen Therapie, vorzugsweise mit Doxycyclin, wobei nach unserer Erfahrung die Therapiedauer mindestens 3 Monate in ausreichend hoher Dosierung (2 x 100 mg Doxycyclin pro Tag) betragen sollte. Da in jüngster Zeit auch eine „basistherapeutische“ Wirkung von Tetracyclinen nachgewiesen worden ist, stellt sich bei einem solchen therapeutischen Vorgehen natürlich die Frage, ob die Wirksamkeit der längerdauernden antibiotischen Therapie mit Doxycyclin bei der Yersinien-induzierten Arthritis auf die eigentliche antibiotische Wirkung oder auf die „basistherapeutische“ Wirkung dieser Substanz zurückgeht. Vom Ergebnis her ist dies allerdings eher eine akademische, dennoch sehr wichtige Frage (da sich daraus ergibt, daß es u.U. nicht darauf ankommt, ein beliebiges Yersinien-wirksames Antibiotikum einzusetzen, sondern speziell Doxycyclin; dies könnte auch erklären, warum die Studienergbnisse mit anderen Antibiotika, beispielsweise Gyrasehemmern wie Tarivid, bei der Behandlung der infektreaktiven Arthritis nicht sehr überzeugend waren).

    zitatende

    unter suchen findest du weitere hinweise, sowie auf der startseite
    von ro .

    lieben gruß marie
     
  14. Bille

    Bille Neues Mitglied

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    yersinien

    Hallo zusammen,

    auch ich habe seit September 2004 eine yersinien und chlamydien pneumoniae erkrankung, zumindest sind in diesen Bereichen die Antikörper extrem erhöht. Es hat auch bei mir ca. 3 Monate gedauert bis diese Erreger als Ursache meiner Gelenk- und Muskelbeschwerden identifiziert wurden. Vorher wurde ich zunächst im Rheumazentrum Köln erfolglos auf Rheuma untersucht. Der anschließende 1-wöchige Aufenthalt in einer neurologischen Spezialklinik brachte auch keine Erkenntnis.
    Als Behandlung habe ich 14 Tage Tarivid verschrieben bekommen, was allerdings keine Wirkung zeigte. Danach habe ich über 3 Wochen Doxy bekommen, was bei mir zumindestens die Beschwerden linderte. Leider sind in den neuesten Bluttests immer noch hohe Antikörper-Werte nachweisbar, die auch weiter steigen. Ein Test auf M.Bechterew verlief negativ. Derzeit bin auch ich auf der Suche nach Spezialisten / Adressen, die helfen können, da ich auch der Ansicht bin, dass mein Hausarzt die Erkrankung unterschätzt bzw. nicht genügend ernst nimmt.
    Eine Anfrage bei Dr. Langer, der die Berichte in Rheuma-Online zu den genannten Erkrankungen verfasst, war auch relativ erfolglos. Dort bekam ich zu hören, dass keine Termin verfügbar seien und eine Anfrage über den Hausarzt notwendig sei, um die weitere Therapie zu besprechen.
    Daher ist auch mein Anliegen, von anderen Betroffenen Anregungen zu erhalten, an wen man sich wenden kann / sollte und welche Stellen Erfahrungen mit der Behandlung haben.
    In der derzeit veranschlagten Vorgehensweise meiner Hausärztin sehe ich jedenfalls kein Fortkommen, da die Erkrankung nach wie vor akut ist und die bisher gewählte Behandlung offensichtlich wenig erfolgreich war.

    Für Anregungen und Anlaufstellen bin ich sehr dankbar !!

    Gruss

    Bille
     
  15. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo bille,

    den unten stehenden auszug aus einem artikel von doc langer
    kopier ich dir auch noch mal rein, er steht allerdings auch bereits in dem
    anderen thread zu yersinien.

    zitat doc langer:
    Ich selber tendiere bei meinen Patienten mit einer sicheren Yersinien-Arthritis eher zu einer längerdauernden antibiotischen Therapie, vorzugsweise mit Doxycyclin, wobei nach unserer Erfahrung die Therapiedauer mindestens 3 Monate in ausreichend hoher Dosierung (2 x 100 mg Doxycyclin pro Tag) betragen sollte. Da in jüngster Zeit auch eine „basistherapeutische“ Wirkung von Tetracyclinen nachgewiesen worden ist, stellt sich bei einem solchen therapeutischen Vorgehen natürlich die Frage, ob die Wirksamkeit der längerdauernden antibiotischen Therapie mit Doxycyclin bei der Yersinien-induzierten Arthritis auf die eigentliche antibiotische Wirkung oder auf die „basistherapeutische“ Wirkung dieser Substanz zurückgeht. Vom Ergebnis her ist dies allerdings eher eine akademische, dennoch sehr wichtige Frage (da sich daraus ergibt, daß es u.U. nicht darauf ankommt, ein beliebiges Yersinien-wirksames Antibiotikum einzusetzen, sondern speziell Doxycyclin; dies könnte auch erklären, warum die Studienergbnisse mit anderen Antibiotika, beispielsweise Gyrasehemmern wie Tarivid, bei der Behandlung der infektreaktiven Arthritis nicht sehr überzeugend waren).

    zitatende

    es scheint schwierig zu sein, dafür spezialisten zu finden.
    vielleicht wäre es ein ausweg, kopien zu machen von den berichten
    hier aus den rheuma-news und sie deinem ha vorzulegen.
    ist nur so eine idee.

    lg marie
     
  16. tobiast

    tobiast Guest

    HallO Marie

    Hallo Marie,
    vielen Dank für die Antwort. Also ich bin im Krankenhaus zunächst mit einem Antibiotikum behandelt worden. Weiterhin konnten die Yersinienerreger auch nicht mehr nachgewiesen werden und somit war davon auszugehen, dass sich die Erreger nich mehr in meinem Körper befinden. Lediglich anhand von Antikörpern konnte eine zurückliegende Infektion mit Yersinien nachgewiesen werden.
    Die Behandlung, die ich zur Zeit durchlaufe bezieht sich also nicht mehr auf die Yersinien, sondern auf die Auswirkungen, die die Yersinien in meinem Körper verursacht haben. Mir war bisher noch nicht klar, dass auch die Bekämpfung der Yersinien problematisch ist. Ich habe mich jetzt lediglich auf die reaktive Arthritis bezogen.
    Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu sehr für Verwirrung gesorgt.
    Besteht denn die Möglichkeit, dass sich die Yersinien auch noch in meinem Körper befinden, obwohl sie weder im Blut nochin der Stuhlprobe nachzuweisen waren?
    Viele Grüße und vielen Dank für eine Antwort

    Tobias

     
  17. Marie2

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    hallo bille,

    zitat:
    Eine Anfrage bei Dr. Langer, der die Berichte in Rheuma-Online zu den genannten Erkrankungen verfasst, war auch relativ erfolglos. Dort bekam ich zu hören, dass keine Termin verfügbar seien und eine Anfrage über den Hausarzt notwendig sei, um die weitere Therapie zu besprechen.
    zitatende

    wieso erfolglos? mach das doch!

    schönes wochenende
    marie
     
  18. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo tobias,

    falls du das noch nicht gemacht hast,
    würde ich dir gern raten, auf der startseite von ro
    unter suchen yersinien einzugeben und dich schlauzulesen.
    vielleicht findest du dort noch weitere antworten.
    das würde mich für dich freuen.

    schönes wochenende
    marie
     
  19. Bille

    Bille Neues Mitglied

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    hi marie,

    vielen dank für die antworten. ja werde jetzt mal über den hausarzt anfragen lassen, aber irgendwie hab ich das gefühl, dass die hausärzte auch ein problem damit haben die "nächste" instanz zu fragen. aber das ist mir im zweifelsfall jetzt auch egal, wenn die halt nicht mehr weiterkommen. hab das gefühl sonst mutier ich hier noch zum versuchskaninchen. aber in der praxis von dem dr. langer blocken die auch konsequent alle anfrage von patienten ab. dachte ähnlich wie tobias bis vor kurzem, dass es mehr um die folgen der yersinien geht, das das bekämpfen der yersinien selbst so problematisch ist, wurde mir auch erst kürzlich klar.....:-(

    lg und schönes we

    bille
     
  20. dant

    dant Neues Mitglied

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    Hallo Jörg!

    Sprechen Sie englisch?

    Mein deutsch ist ziemlich schlecht.

    I recommend You to try an antibacterial therapy against Streptococcuses spp(Str. pyogenes, other beta-haemolytic steptococcuses, alpha-haemolytic strains, Str. bovis etc.).

    I mean that You have to try one of these antibacterial schemes:
    ---------
    Benzylpenicillin(penicillin G) intravenously for 2-3 weeks. Dosage: 18 million/day(3 million Un of Benzylpenicillin every 4 hours).
    +
    Clindamycin 0,6-0,9g 3 times a day, intravenously for 1-2 weeks.
    ----------
    If You will see that therapy do the job, then You need to proceed the therapy with Gemifloxacin(320mg a day) for 2 weeks or Clarithromycin(0,5g two times a day) for 2 weeks.

    Any antibacterial therapy you can try only at normal clinic base!
    Try to speak about that with your doctor.

    Kind regards,