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tigge1979
Guest
Hallo ihr Lieben,
ich muß (mal wieder) etwas weiter ausholen - nicht umsonst nennt man mich die "Romanschreiberin" *
*:
Ich bin 26 Jahre alt und war bis zu der Geburt meiner Tochter vor 3 1/2 Jahren als Kundenbetreuerin berufstätig.
In meine alte Firma kann ich nicht zurückgehen, da wir nach der Geburt in eine andere Stadt gezogen sind.
Während meiner Zeit zu Hause bekam ich einen großen und einen kleinen Bandscheibenvorfall; der große ist in der LWS, der kleinere in der Mitte des Rückens.
Im Winter des letzten Jahres brach die Fibro voll aus. Ich habe folgende Einschränkungen:
- ich kann nicht länger wie 30 Minuten laufen
<-- Folge: übelste Rückenschmerzen
- ich kann nicht länger wie 20 Minuten am Stück sitzen
<-- Folge: s. o.
- meine Finger sind schlecht durchblutet und sind - besonders morgen - ausgeprägt steif; schlecht fürs Tippen und Schreiben von Hand
- ich habe Depressionen und eine Essstörung
<-- beides von meiner Psychologin festgestellt - werde dementsprechend therapiert
- ich nehme sehr viel Schmerzmittel, um durch den Tag zu kommen; ohne kann ich nicht
- um beweglich zu bleiben, mach ich
KG 1 x die Woche, gehe
3 x die Woche schwimmen,
zu Hause progressive Muskelentspannung 2 x täglich und
1 x die Woche gehe ich zur Verhaltenstherapie
- Müdigkeits"anfälle" habe ich mehrmals am Tag, so schlimm, dass ich manchmal postwendend im Bett verschwinden muß
Meine Ärzte (HA und Rheumatologe) sagen folgendes:
- ausgeprägtes Beschwerdebild der Fibro
- nervöser Magen, deswegen und aufgrund meiner Essstörung nehme ich u.a. derzeit soviel ab (-11 kg seit April)
- ich soll mich so oft hinlegen, wie ich kann und schonen, schonen, schonen
- HA rät mir für dieses Jahr noch dringend von der Arbeit ab
- Rheumatologe meint, ich soll die Arbeit hintenan stellen, bis die Therapie gute Erfolge zeigt
Alles in allem drängt mich niemand, arbeiten zu gehen. Aber mir fehlt die Perspektive.
Wegen meiner Essstörung und den Depressionen war ich bis vor vier Jahren 4 Jahre in Therapie. Beides war gut therapiert worden - bedingt durch die Trennung meines Ex-Mannes vor 2 Jahren und durch den Ausbruch der Fibro letzten Winter bin ich wieder schwer essgestört und befinde mich am Rande einer Depression - Tendenz: fallend.
Teilerwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrente kann ich nicht beantragen, weil ich in den letzten drei Jahren nichts eingezahlt habe.
Also bin ich zu Hause, ohne Geld und vor allem ohne Sinn.
Sicherlich haben die Ärzte recht - ich kann nicht versuchen zu arbeiten, wenn es mir körperlich und seelisch so schlecht geht wie jetzt. Wenn ich mir eine Arbeit suche, dann setze ich mich unter Druck, diese zu erfüllen - auch wenn es mir schlecht geht.
Meine Psychologin erklärt das durch ein Verhaltensmuster. Ich leide unter einem Kontrollzwang über mich selbst, muß Leistung erbringen, um Anerkennung zu bekommen. (nur ein kleiner Ausschnitt)
Nun schlägt mein HA vor, dass ich stationär in die Therapie gehe oder eine Kur in einer Fibro-spezialisierten Einrichtung mache. Hier gibt es jedoch nichts in der Nähe. Ich komme aus Kiel und soweit ich weiß, wird Bad Bramstedt gerade umgebaut. Ich kann auch nicht wer weiß wie weit fahren, weil ich dann Ängste bekomme, soweit weg von meiner vertrauten Umgebung zu sein.
Und dann gibt es noch meine Tochter, die bei mir und meinem Lebensgefährten wohnt. Unser Verhältnis ist momentan etwas problematisch - die Kleine hat ebenfalls Verlustängste durch die Trennung. Ich darf sie kaum allein lassen.
Ein erster großer Schritt war der Kindergarteneintritt vor drei Wochen. Aber woanders übernachten ? Das geht nur, wenn sie aber definitiv am nächsten Tag wieder nach Hause kommen kann. Sie ist sonst totunglücklich und will zu mir.
Eine Mutter-und-Kind-Kur bzw. eine Kur für mich, in der ich meine Tochter mitnehmen kann, bedeutet für mich seelisch echt Streß, weil ich mein Kind in fremde Hände geben muß und mich die erste Woche nur fragen würde, ob sie zurecht kommt oder mich so sehr vermißt, dass sie nur weint.
Ich habe momentan keine Perspektive, besonders nicht, in beruflicher Hinsicht. Ich würde mich so freuen, wenn ich wieder arbeiten gehen und Geld verdienen könnte, da ich eine berufliche Anerkennung brauche, zusätzlich zu dem Extra-Geld.
Finanziell kann es sich mein Freund leisten, dass ich nicht arbeiten gehen muß (wie das klingt.....). Aber ich trage NULL bei, habe ich das Gefühl. Ich lasse mich - überspitzt gesagt - von ihm aushalten. Dabei KANN ich körperlich noch nicht wieder los.
Meine Therapeutin, mein Rheumadoc und mein HA sind sich einig, dass ich jede Berechtigung habe, zu Hause zu sein. Aber ich kann das nicht akzeptieren.
Nun wurde mir geraten, einen Behindertenausweis zu beantragen. Das werde ich nun als Erstes angehen.
Wer kann mir helfen, raten, von sich erzählen ? Ist jemand von euch nach Arbeitslosigkeit mit der Diagnose Fibro wieder arbeiten gegangen und kann mir von seinen Erfahrungen berichten ?
Ich bin überzeugt davon, wenn ich arbeiten gehen kann und Anerkennung bekomme, dann bin ich auch wieder zufrieden mit mir. Das würde sicherlich auch dazu beitragen, dass ich die Fibro nicht so verdamme.
Es tut mir leid, wenn der Beitrag wirr geschrieben ist - er spiegelt nur meine Gedanken wider und die fahren gerade Achterbahn.
Ich freue mich wie immer auf eure Antworten und wünsche euch einen möglichst schönen Tag.
Liebe Grüße
Manuela
ich muß (mal wieder) etwas weiter ausholen - nicht umsonst nennt man mich die "Romanschreiberin" *
Ich bin 26 Jahre alt und war bis zu der Geburt meiner Tochter vor 3 1/2 Jahren als Kundenbetreuerin berufstätig.
In meine alte Firma kann ich nicht zurückgehen, da wir nach der Geburt in eine andere Stadt gezogen sind.
Während meiner Zeit zu Hause bekam ich einen großen und einen kleinen Bandscheibenvorfall; der große ist in der LWS, der kleinere in der Mitte des Rückens.
Im Winter des letzten Jahres brach die Fibro voll aus. Ich habe folgende Einschränkungen:
- ich kann nicht länger wie 30 Minuten laufen
<-- Folge: übelste Rückenschmerzen
- ich kann nicht länger wie 20 Minuten am Stück sitzen
<-- Folge: s. o.
- meine Finger sind schlecht durchblutet und sind - besonders morgen - ausgeprägt steif; schlecht fürs Tippen und Schreiben von Hand
- ich habe Depressionen und eine Essstörung
<-- beides von meiner Psychologin festgestellt - werde dementsprechend therapiert
- ich nehme sehr viel Schmerzmittel, um durch den Tag zu kommen; ohne kann ich nicht
- um beweglich zu bleiben, mach ich
KG 1 x die Woche, gehe
3 x die Woche schwimmen,
zu Hause progressive Muskelentspannung 2 x täglich und
1 x die Woche gehe ich zur Verhaltenstherapie
- Müdigkeits"anfälle" habe ich mehrmals am Tag, so schlimm, dass ich manchmal postwendend im Bett verschwinden muß
Meine Ärzte (HA und Rheumatologe) sagen folgendes:
- ausgeprägtes Beschwerdebild der Fibro
- nervöser Magen, deswegen und aufgrund meiner Essstörung nehme ich u.a. derzeit soviel ab (-11 kg seit April)
- ich soll mich so oft hinlegen, wie ich kann und schonen, schonen, schonen
- HA rät mir für dieses Jahr noch dringend von der Arbeit ab
- Rheumatologe meint, ich soll die Arbeit hintenan stellen, bis die Therapie gute Erfolge zeigt
Alles in allem drängt mich niemand, arbeiten zu gehen. Aber mir fehlt die Perspektive.
Wegen meiner Essstörung und den Depressionen war ich bis vor vier Jahren 4 Jahre in Therapie. Beides war gut therapiert worden - bedingt durch die Trennung meines Ex-Mannes vor 2 Jahren und durch den Ausbruch der Fibro letzten Winter bin ich wieder schwer essgestört und befinde mich am Rande einer Depression - Tendenz: fallend.
Teilerwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrente kann ich nicht beantragen, weil ich in den letzten drei Jahren nichts eingezahlt habe.
Also bin ich zu Hause, ohne Geld und vor allem ohne Sinn.
Sicherlich haben die Ärzte recht - ich kann nicht versuchen zu arbeiten, wenn es mir körperlich und seelisch so schlecht geht wie jetzt. Wenn ich mir eine Arbeit suche, dann setze ich mich unter Druck, diese zu erfüllen - auch wenn es mir schlecht geht.
Meine Psychologin erklärt das durch ein Verhaltensmuster. Ich leide unter einem Kontrollzwang über mich selbst, muß Leistung erbringen, um Anerkennung zu bekommen. (nur ein kleiner Ausschnitt)
Nun schlägt mein HA vor, dass ich stationär in die Therapie gehe oder eine Kur in einer Fibro-spezialisierten Einrichtung mache. Hier gibt es jedoch nichts in der Nähe. Ich komme aus Kiel und soweit ich weiß, wird Bad Bramstedt gerade umgebaut. Ich kann auch nicht wer weiß wie weit fahren, weil ich dann Ängste bekomme, soweit weg von meiner vertrauten Umgebung zu sein.
Und dann gibt es noch meine Tochter, die bei mir und meinem Lebensgefährten wohnt. Unser Verhältnis ist momentan etwas problematisch - die Kleine hat ebenfalls Verlustängste durch die Trennung. Ich darf sie kaum allein lassen.
Ein erster großer Schritt war der Kindergarteneintritt vor drei Wochen. Aber woanders übernachten ? Das geht nur, wenn sie aber definitiv am nächsten Tag wieder nach Hause kommen kann. Sie ist sonst totunglücklich und will zu mir.
Eine Mutter-und-Kind-Kur bzw. eine Kur für mich, in der ich meine Tochter mitnehmen kann, bedeutet für mich seelisch echt Streß, weil ich mein Kind in fremde Hände geben muß und mich die erste Woche nur fragen würde, ob sie zurecht kommt oder mich so sehr vermißt, dass sie nur weint.
Ich habe momentan keine Perspektive, besonders nicht, in beruflicher Hinsicht. Ich würde mich so freuen, wenn ich wieder arbeiten gehen und Geld verdienen könnte, da ich eine berufliche Anerkennung brauche, zusätzlich zu dem Extra-Geld.
Finanziell kann es sich mein Freund leisten, dass ich nicht arbeiten gehen muß (wie das klingt.....). Aber ich trage NULL bei, habe ich das Gefühl. Ich lasse mich - überspitzt gesagt - von ihm aushalten. Dabei KANN ich körperlich noch nicht wieder los.
Meine Therapeutin, mein Rheumadoc und mein HA sind sich einig, dass ich jede Berechtigung habe, zu Hause zu sein. Aber ich kann das nicht akzeptieren.
Nun wurde mir geraten, einen Behindertenausweis zu beantragen. Das werde ich nun als Erstes angehen.
Wer kann mir helfen, raten, von sich erzählen ? Ist jemand von euch nach Arbeitslosigkeit mit der Diagnose Fibro wieder arbeiten gegangen und kann mir von seinen Erfahrungen berichten ?
Ich bin überzeugt davon, wenn ich arbeiten gehen kann und Anerkennung bekomme, dann bin ich auch wieder zufrieden mit mir. Das würde sicherlich auch dazu beitragen, dass ich die Fibro nicht so verdamme.
Es tut mir leid, wenn der Beitrag wirr geschrieben ist - er spiegelt nur meine Gedanken wider und die fahren gerade Achterbahn.
Ich freue mich wie immer auf eure Antworten und wünsche euch einen möglichst schönen Tag.
Liebe Grüße
Manuela
). Ich strebe ebenfalls eine Verhaltenstherapie an und hoffe gleichzeitig, dass es sich auch mit der Schule vereinbaren lässt - zeitlich. Freitag Mittag nutze ich für Massage, die Termine für die KG musste ich alle streichen, weil es unter der Woche nicht mehr geht