@Mutterkutter
Hallöchen Mutterkutter,
Mutterkutter schrieb:
Schupps nach oben.

Bin ich hier wirklich die einzige Angehörige?Kann es sein,dass Angehörige sich wirklich nicht informieren,wenn sie einen kranken Partner haben?Das ist ja echt komisch.Also ich bin froh,hier alles zu finden,um meinem Göga immer wieder neue Tipps im Umgang mit seiner Krankheit zu geben und wenn ich mal Down bin,wegen Gögas Krankheit, auch von Euch Hilfe zu bekommen.Ich knuddel Euch mal alle ganz lieb.
die Idee ist gut, aber.... *lächel*
In diesem Forum tummeln sich m.E. 95% (oder mehr?) weibliche User und davon sind die meisten selbst erkrankt.
Ich denke es ist ein typisch "männliches Problem". Männer tauschen sich weniger über Erkrankung und ähnliche Dinge aus. Wenn sie dann reden, gibt es "interessantere" Themen wie Autos und Fußball

Es gibt hier im Forum einige wenige Ausnahmen, aber der Großteil der Männer lebt häufig nach dem Motto "Was ich nicht sehe, habe ich nicht!" und wenn sie dann eine Erkrankung und das geeignete Medikament gefunden haben "So und jetzt bin ich gesund!"
Männliche Logik halt
Ich hatte vor einigen Jahren in einer Rheumaklinik angeregt, die Patientenseminare auf ein Wochenende zu legen, damit die Familie auch daran teilnehmen kann, schließlich ist sie ja auch betroffen.
Viele Männer können ihre Partnerin nicht am Nachmittag in der Woche besuchen und könnten so am WE an den Schulungen teilnehmen.
Leider wurde dieser Vorschlag nicht umgesetzt...
Ich denke, viele Männer haben schlichtweg Angst vor einer Erkrankung (egal ob selbst oder Partnerin betroffen). Denn Erkrankung wird gleichgesetzt mit Schwäche und ein Mann darf ich nicht schwach sein.
Dabei ist ein Partner immer mit betroffen und es ist mehr als verständlich, wenn er zwischendurch traurig und verzweifelt ist. Viele Männer kaschieren ihre Ängste durch barsches Verhalten und/oder Ignoranz und meinen damit "männlich" zu sein.
Damit möchte ich Eure Idee nicht kleinreden, im Gegenteil, ich finde sie gut
Aber wie ich häufig schon geschrieben habe: M.E. muß der Betroffene seiner Familie helfen mit der Erkrankung klarzukommen, denn nur er/sie weiß wie es ihm/ihr heute geht. Es sollte ein Maß gefunden werden zwischen Bereden und Zerreden. Krankheit sollte nicht verschwiegen und/oder ignoriert werden, aber auch nicht das Hauptthema des Tages/Monats/Jahres sein.
Das alles ist nicht einfach, aber deshalb gibt es ja Forum und Chat um sich auszutauschen, egal ob nun als Betroffener (also Mensch mit Erkrankung) oder Betroffener (Angehöriger/Freund eines Menschen mit Erkrankung).
Viele Grüße
Sabinerin