hallo Catweazle,
Meine Erfahrungen waren umgekehrt. Mit der Einreichung meines Rentenantrags mußte ich in eine Rheumaklinik, obwohl bei mir damals gar kein Rheuma diagnostiziert worden war. Diese Klinik hatte eigentlich einen sehr guten Ruf, entsprechend waren meine Hoffnungen. Was ich dort erlebte, war eine menschenverachtende, stümperhafte Farce, die mir nachhaltig geschadet hat.
Es ist zwar schon lange her, doch denke ich heute, dass es die Ärzte in den Kliniken sind, ihre Ausbildung, ihre Personalführung, die Teamfähigkeit und ihr Engagement, die den fachlichen und menschlichen Ruf einer Klinik ausmachen. Ärzte wechseln aber öfter und die Nachfolger erben somit den guten Ruf, ohne ihm zwingend nachkommen zu müssen.
Auch in einer psychosomatischen Klinik gibt es so und so Ärzte in Behandlungsteams. Ich habe festgestellt: Wie der Arzt so das Team!
Auch in einer psychosomatischen Klinik gibt es oft ein gutes Schmerzbehandlungsangebot. Ich hab mal gegoogled und die Indikation für diese Rehaklinik gefunden (die "somatische" habe ich hervorgehoben):
Die Klinik hat sich spezialisiert auf die Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit:
- Neurotischen Störungen, wie Ängsten, Phobien, Zwängen
- Affektiven Störungen, insbesondere Depressionen
- Konflikt-, Verlust- und Trauerreaktionen sowie Überforderungs- und Überlastungsreaktionen im Rahmen
sozialer Krisen (wie Mobbing, Arbeitslosigkeit, Ehescheidung) und bei Beziehungsproblemen (wie
Eheprobleme, Arbeitsplatzkonflikte)
- Somatoformen Störungen wie chronische Schmerzen, Funktionsstörungen, funktionell bedingte
Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerz, Migräne, Tinnitus, Herz-Kreislauf-Beschwerden,
Herzangstneurose), Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, sexuellen Störungen,
- Posttraumatischen Belastungsstörungen nach traumatischen Erlebnissen,
- Psychosomatischen Krankheitsbildern wie Magersucht, Bulimie, Adipositas permagna, Colitis ulcerosa,
psychogenes Asthma bronchiale, essentielle Hypertonie
- Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten
- Krankheiten des Bewegungsapparates
- Verarbeitungsproblemen bei organischen Erkrankungen
- Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen wie Borderline-Persönlichkeitsstörung
- schädlichem Gebrauch von psychotropen Substanzen ohne Abhängigkeit
- Verlusterleben, Ängsten und lebensabschnittsbezogenen Konflikten bei älteren Menschen.
Wenn dir die Rentenversicherung keinen Wechsel zugesteht, dann kannst du dort trotz allem mit Krankerngymnastik, Bewegungs- und Physiotherapie an somatischen (körperlichen) Beschwerden arbeiten. Wenn du außerdem noch lernen kannst mit den Fibro-und Arthrose-Schmerzen psychisch umzugehen, ist das ja kein Nachteil für dich.
Informiere dich und bereite dich darauf vor. Richte den Fokus auf das, was dir wichtig ist, indem du gleich im Aufnahmegespräch deinen Willen bekundest, dass dir dieses oder jenes Angebot für deine Gesundheit wichtig ist. Jedem Patienten steht für den Aufenthalt ein gewisses Budget zu. Wenn der Therapieplan bereits anfangs mit psychologischen Therapieangeboten gefüllt ist, gibts weniger physiologische. Das ist meine Erfahrung.
lg Sanchen
PS: Quelle:
http://www.ctt-trier.de/gk-geldern/