Hallo Martina,
es ist sehr schwer, wenn man im ärgsten Schub bzw. in der Anfangsphase ist. Gott sei Dank, war mein Mann rund um die Uhr für mich da - sonst hätte ich das nie gepackt. Kinder haben wir zwar keine zu versorgen, aber wir haben eine große Wohnung, in der auch unser Büro ist und wir haben drei Katzen. Da gibts jede Menge zu tun ... Ich lag aber die meiste Zeit platt im Bett damals und war vor dem Cortison zeitweise nicht mehr in der Lage einen Telefonhörer zu halten, geschweige denn zu kochen oder sonstwas zu tun ... Ich brauchte meine ganze Energie für die nötigste Körperhygiene und ansonsten war ich ziemlich malade.
Wahrscheinlich wäre im Moment für dich eine Erhöhung des Cortisons sinnvoll, bis das MTX richtig greift. (Ob es greift, oder ob ein anderes oder zusätzliches Basismedikament sinnvoller ist, kann man manchmal erst nach vier, fünf Monaten überhaupt beurteilen.) Ich begann beispielsweise noch vor MTX mit einer Stoßtherapie Cortison, die mit 150 mg (Tablettenform) begann. > Hier mein Beitrag dazu:
So - ich hab Cortison!...
Meine Pillenkarriere grob im Überblick
20.03.: 150 mg Cortison, reduziert bis zum
20.04.: 10 mg Cortison
20.05.: 7,5 mg Cortison
20.06.: 5,5 mg Cortison
20.07: 2-3 mg Cortison
20.08.: 2-3 mg Cortison
aktuell: 1 mg Cortison
Anfang Mai: erste MTX-Spritze: 10 mg MTX)
Mitte Juni: ab der 7ten Spritze: 20 mg MTX)
An Schmerzmitteln nahm ich anfänglich jeweils die Höchstdosis Diclo 50 dispers, Ibuprofen 600 und Arcoxia 90/120 (nacheinander versteht sich) - auch noch, als ich mit dem Cortison begann. Dazu brauchts natürlich einen Magenschutz Omep 40 später Omep 20).
Der Rheumadoc hat mir dann neben dem MTX aber Diclo 75 akut empfohlen, davon nahm ich anfänglich bis zu 3 am Tag, regelmäßig auf jeden Fall 2 Stück. Mitte Mai (also 2 Wochen nach dem ersten MTX) konnte ich auf 2 bis 1 reduzieren und seit Anfang Juni 2006 nehme ich keine Diclos mehr!
Was noch wichtig ist, sind Folsäure-Tabletten (z.B. Folcur), wenn man MTX nimmt. Solltest du keine verschrieben bekommen haben: bitte unbedingt nachholen!!! Lies auch hier:
Methotrexat beeinflusst Folsäurestoffwechsel
Ach ja, viel trinken ist auch sehr wichtig - ich habe gute Erfahrungen mit Brennnesseltee gemacht ... Wenn du magst, lies einfach mal meinen Beschwerdeverlauf (klick auf meine Signatur) - dort findest du von Anfang an bis quasi heute viele wichtige und interessanten Hinweise. Beispielsweise solltest du eine Art Tagebuch führen und wenn es dir schlecht geht, täglich Fieber messen. Mach Fotos von Schwellungen etc. und sammle alle Befunde, Blutbilder etc. von Anfang an für deine Akten.
Ach ja, die Sache mit dem Hitzewallen und Schwitzen > guckst du mal hier:
Wechselbeschwerden?
So, nun habe ich dich genug zugetextet und hoffe, es geht dir heute etwas besser als gestern, schließlich hast du hergefunden und kannst nun deine Sorgen und Ängste mit Gleichgesinnten teilen. Das tut der Seele gut.
Schöööönes Wochenende!
Rosarot