Fibro und Amitriptylin
Hallo an Alle,
bei mir wurde die Ami. bei einer Kur verabreicht und dann vom Hausarzt. Das komische war aus heutiger Sicht, ich hatte die Diagnose noch gar nicht. Ich war zu einer Psychokur in Bad Neustadt 2010 und da begannen auch meine Gelenkschmerzen, die Finger wurde da extrem dicker und mein Rücken LWS schmerzte stark, so habe ich immer wieder einen Arzt konsultieren müssen. Die haben mich dann dort vom Ortophäden untersuchen lassen mit MRT und festgestellt ich habe stark abgenutzte Wirbel, hatte mal einen Steißbeinbruch (bin mal arg mit Rollerskates gestürzt, seit dem fass ich sie nicht mehr an, war aber damals nicht beim Arzt) und habe einen beginnenden Bandscheibenvorfall. In der Klinik bekam ich dann zur Nacht Ami. Die gab mir mein Hausarzt weiter. Eine Diagnose hatte ich immer noch nicht. Wegen der schweren Depression beantragte ich einen Behindertengrad, als ich für diesen einen Widerspruch schreiben musste erfuhr ich aus den Unterlagen die das Amt mir in Kopie gab, dass meine Orthopädin schon lange Fibro. vermutete, mich aber nie untersucht hat, bis heute nicht. Ich geh nur noch ungern und unregelmäßig. Inzwischen hab ich nach langer (und ich bin noch fast unter dem Limit was man so liest) Suche und Verzweiflung meine Diagnosen, auch wenn nicht alles nach Lehrbuch abläuft wie bei so vielen hier. Ich habe RA und Fibro diverse Arthrosen auch. Kann keine Basismed. mehr nehmen weil meine Leberwerte nach über einem Jahr ohne Basis immer noch nicht o.k. sind. Ich saufe nicht und rauche nicht, habe beides nie getan, das hat man dann auch vom brav sein. Aber ein Arzt sagte mal auch die Amis gehen über die Leber. Aber die Fibor. ist gerade nach arbeitsmäßiger Belastung (bin in einem Heim für Menschen mit Behinderungen tätig, also auch Schichtarbeit seit 3 Monaten aber vom Nachtdienst befreit) sehr aktiv, ohne Ami könnte ich nicht wirklich schlafen. Manchmal bin ich wie die Prinzessin auf der Erbse und alles tut weh egal wie weich ich liege. Inzwischen verschreibt mir der Neurologe Ami, die Rheumatologin täte es aber auch (da bin ich aber nicht sehr häufig und muss in eine andere Stadt fahren, der Neurologe ist vor Ort).
Interessieren würde mich aber brennend, wie kommt man zu einer Fibor. und kann man da nun tatsächlich was messen und irgendwann mal was tun. Auch wenn sie nicht so schädigt wie die RA, ist es doch kein Segen bei jedem Stress, Wetterumschwung oder jeder Form von Belastung (ja bei mir auch Sport ) schmerzgeplagt zu sein. Zumal sich das Ganze in den Jahren steigert. Hoffendlich nimmt uns nun einer ernst. Klar den Krankenschein gibt es immer, aber oft mit dem Lächeln von wegen, na die hat doch keine Lust - ist doch nix zu sehen. Mein Wunsch ist aber nicht der Schein für eine Auszeit, weil es ja auch nicht wirklich hilft und wir mein Einkommen dringend brauchen, sondern endlich wieder Lebensqualität. Oft bleibt einem ja nur noch arbeiten und der Rest ist Schmerz. Ach ja, aber das kennt ihr sicher alle.
Über ne Berentung braucht man da kaum nachzudenken, ist ja nur ein Schmerzsyndrom bisher. Es bleibt zu hoffen, dass die Doktoren auch mal sehen, das nicht jeder nach Lehrbuch erkrankt und das, das Leben im Fluss ist und sich Dinge ändern...
Allen einen schmerzfreien Abend
Medea