Wichtel
Wicht
Hallo ihr Lieben!
Ich habe mich vor einiger Zeit in diesem Forum angemeldet, da meine Hausärztin die Verdachtsdiagnose Rheumatische Arthritis gestellt hat.
Nachdem ich mittlerweile beim zweiten Rheumatologen war (der erste hat sich nicht wirklich für meine Beschwerden interessiert), bin ich selbst ein wenig ratlos. Der zweite Rheumatologe meinte nämlich, ich würde noch unter den Folgen einer Grippe leiden.
Ich möchte hier einfach mal beschreiben, welche Beschwerden ich in den letzten 3 Monaten hatte. Vielleicht kann der eine oder andere etwas dazu sagen. Zur Zeit bin ich recht hilflos, da es einfach nicht vorwärts geht und zur Zeit mehr die Symptome denn die Ursache behandelt werden.
Angefangen hat es wie oben erwähnt mit einer Grippe, die erfolgreich behandelt und wenn ich meiner Ärztin Glauben schenken darf, auch ausgeheilt war. Das einzige was blieb war erhöhte Temperatur/Fieber. (meistens so um die 38,5°). Dann ca eine Woche später hatte ich eines morgens heftige Schmerzen im linken Ellenbogen, ich konnte den Arm kaum bewegen, schob das aber erstmal darauf, dass ich mich im Schlaf draufgelegt habe (ich schlafe teilweise sehr unruhig
), nach 3 Tagen war der Schmerz aber immer noch nicht weg und ich hatte plötzlich auch Schmerzen am anderen Ellenbogen, den Knien und Fussgelenken.
Damit ging ich wieder zu meiner Hausärztin, die mich fragte, ob irgendwelche Gelenke geschwollen seien, dies verneinte ich, es waren auch keine Gelenke überhitzt. Dann nochmal eine Woche später stellte ich fest, dass mein Sprunggelenk anfing anzuschwellen und meine Handgelenke stark weh taten. Am nächsten morgen konnte ich kaum auftreten, da das Sprunkgelenk stark angeschwollen war und auch überhitzt. Also wieder zu meiner Ärtzin, die mir dann Kortison verschrieb und mich zum ersten Rheumatologen überwies. Das Kortison (Prednisolon) schlug sehr gut an und innerhalb von 3 Tagen war die Schwellung vollständig verschwunden. Dann ging es daran, dem Kortisonplan meiner Ärtzin zu folgen, sprich langsam zu reduzieren. Bei einer Dosis von 10mg allerdings wurden die Schmerzen wieder stärker, ich versuchte trotzdem auf 5 mg zu reduzieren, was leider ein grosser Fehler war.
Am übernächsten Tag der ersten 5mg Dosis schwoll mein Sprunggelenk wieder stark an, und auch die anderen Gelenke taten stärker weh als vorher. Und in meinem Sprunggelenk hätte man eine Sauna eröffnen können.
Ich konnte nicht einmal mehr alleine aus dem Bett aussteigen, geschweige denn einen Becher halten, musste meine Mutter anrufen, die dann sofort zu mir kam. Letztlich haben wir dann den Notarzt gerufen, der mich sogleich in ein Krankenhaus überwies. Dort wurde ich mit Rheumamedikamenten und einer sehr hohen Dosis Kortison (100 mg) behandelt, innerhalb von 1,5 Std ging es mir schon wesentlich besser und ich wurde noch am gleichen Tag entlassen.
Dann kam der Termin beim zweiten Rheumatologen, der ja wie erwähnt die Diagnose Grippe gestellt hat, wobei er sich nicht zu 100% sicher sei, ob es nicht doch Rheuma sei. Ihm wären nur meine Symptome zu diffus. Er riet mir bis zum nächsten Termin (der leider erst in ein paar Wochen ist), auf 7,5 mg Kortison zu reduzieren, zur Zeit nehme ich noch 12,5mg. Und in der Zwischenzeit ist zusätzlich zum linken auch das rechte Fussgelenk hin und wieder leicht geschwollen.
In der gesamten Zeit (von Januar bis jetzt) ist mir insgesamt 4x Blut abgenommen worden, wobei der BSG, CRP und noch ein Wert, der mir gerade entfallen ist, jedes mal leicht erhöht waren. Beim letzten mal - trotz Kortison Einnahme - waren die Werte noch leicht gestiegen. Aber alles in allem ist es wohl nicht so, dass man sagen könnte, dass eine akute Entzündung im Körper ist, eben "nur" eine leichte.
Meine momentanen Beschwerden sind Morgensteifigkeit in den Fingern und in den Beinen, allerdings nicht täglich. Diese hält ungefähr 1-2 Std. an, des weiteren leide ich dauerhaft an Gleichgewichtsstörungen, Schwindelanfällen wenn ich mich zb im Bett umdrehe, schwitze stark bei leichter Belastung, bin ständig müde und erschöpft, hatte kürzlich noch eine Mittelohrentzündung aus heiterem Himmel und höre seitdem auch nicht mehr gut, habe Muskelschmerzen in den Armen (kann das vom Kortison kommen?) und fühle mich allgmein reichlich geschwächt. Die Fussgelenke sind noch ein wenig geschwollen, und schmerzen, aber es ist zur Zeit auszuhalten. Und ich habe häufig einen trockenen Mund, schlafe unruhig und fühle mich morgens allgmein NIE ausgeschlafen. Ausserdem fühlt sich mein Rücken dauerhaft verspannt an und mir tut mein Brustbein weh. Meistens dann, wenn ich mich im Bett umdrehe, beim Husten und auch beim Niesen stark. Das wars erstmal an Dauerhaften Beschwerden.
Bisher bin ich weiter nur auf Borreliose getestet worden. Negativ. Ich weiss absolut nicht, was ich mit den ganzen Beschwerden anfangen soll. Seit 2 Wochen arbeite ich wieder, was aber auch recht anstrengend ist, da ich merke, dass meine Konzentrationsfähigkeit stark gemindert ist und der Arbeitsweg zum Teil anstrengend ist. Aber ich habe einen relativ leichten Job im Büro, von daher ist der Tag dann irgendwie doch ganz gut rumzukriegen.
Vielleicht kann mir jemand etwas dazu sagen, ob ich dem Rheumatologen glauben schenken darf und "einfach nur an starken Nachwirkungen einer Grippe leide", oder ob ich meiner Hausärztin glauben soll, die mir sagt, es sei Rheuma.
Wie gesagt, der nächste Termin beim Rheumatologen ist erst in ein paar Wochen und dort bekomme ich dann endlich seine Blutergebnisse, wobei ich denke, dass die nicht grossartig anders ausfallen werden, als die vorherigen...
Liebe Grüsse,
Wichtel
Nachtrag: die Schmerzen in den Gelenken werden über den Tag hinweg immer besser, wenn ich mich bewege. Bis zum Abend sind sie dann meistens komplett weg und erst am nächsten Morgen wieder da.
Ich habe mich vor einiger Zeit in diesem Forum angemeldet, da meine Hausärztin die Verdachtsdiagnose Rheumatische Arthritis gestellt hat.
Nachdem ich mittlerweile beim zweiten Rheumatologen war (der erste hat sich nicht wirklich für meine Beschwerden interessiert), bin ich selbst ein wenig ratlos. Der zweite Rheumatologe meinte nämlich, ich würde noch unter den Folgen einer Grippe leiden.
Ich möchte hier einfach mal beschreiben, welche Beschwerden ich in den letzten 3 Monaten hatte. Vielleicht kann der eine oder andere etwas dazu sagen. Zur Zeit bin ich recht hilflos, da es einfach nicht vorwärts geht und zur Zeit mehr die Symptome denn die Ursache behandelt werden.
Angefangen hat es wie oben erwähnt mit einer Grippe, die erfolgreich behandelt und wenn ich meiner Ärztin Glauben schenken darf, auch ausgeheilt war. Das einzige was blieb war erhöhte Temperatur/Fieber. (meistens so um die 38,5°). Dann ca eine Woche später hatte ich eines morgens heftige Schmerzen im linken Ellenbogen, ich konnte den Arm kaum bewegen, schob das aber erstmal darauf, dass ich mich im Schlaf draufgelegt habe (ich schlafe teilweise sehr unruhig
Damit ging ich wieder zu meiner Hausärztin, die mich fragte, ob irgendwelche Gelenke geschwollen seien, dies verneinte ich, es waren auch keine Gelenke überhitzt. Dann nochmal eine Woche später stellte ich fest, dass mein Sprunggelenk anfing anzuschwellen und meine Handgelenke stark weh taten. Am nächsten morgen konnte ich kaum auftreten, da das Sprunkgelenk stark angeschwollen war und auch überhitzt. Also wieder zu meiner Ärtzin, die mir dann Kortison verschrieb und mich zum ersten Rheumatologen überwies. Das Kortison (Prednisolon) schlug sehr gut an und innerhalb von 3 Tagen war die Schwellung vollständig verschwunden. Dann ging es daran, dem Kortisonplan meiner Ärtzin zu folgen, sprich langsam zu reduzieren. Bei einer Dosis von 10mg allerdings wurden die Schmerzen wieder stärker, ich versuchte trotzdem auf 5 mg zu reduzieren, was leider ein grosser Fehler war.
Am übernächsten Tag der ersten 5mg Dosis schwoll mein Sprunggelenk wieder stark an, und auch die anderen Gelenke taten stärker weh als vorher. Und in meinem Sprunggelenk hätte man eine Sauna eröffnen können.
Ich konnte nicht einmal mehr alleine aus dem Bett aussteigen, geschweige denn einen Becher halten, musste meine Mutter anrufen, die dann sofort zu mir kam. Letztlich haben wir dann den Notarzt gerufen, der mich sogleich in ein Krankenhaus überwies. Dort wurde ich mit Rheumamedikamenten und einer sehr hohen Dosis Kortison (100 mg) behandelt, innerhalb von 1,5 Std ging es mir schon wesentlich besser und ich wurde noch am gleichen Tag entlassen.
Dann kam der Termin beim zweiten Rheumatologen, der ja wie erwähnt die Diagnose Grippe gestellt hat, wobei er sich nicht zu 100% sicher sei, ob es nicht doch Rheuma sei. Ihm wären nur meine Symptome zu diffus. Er riet mir bis zum nächsten Termin (der leider erst in ein paar Wochen ist), auf 7,5 mg Kortison zu reduzieren, zur Zeit nehme ich noch 12,5mg. Und in der Zwischenzeit ist zusätzlich zum linken auch das rechte Fussgelenk hin und wieder leicht geschwollen.
In der gesamten Zeit (von Januar bis jetzt) ist mir insgesamt 4x Blut abgenommen worden, wobei der BSG, CRP und noch ein Wert, der mir gerade entfallen ist, jedes mal leicht erhöht waren. Beim letzten mal - trotz Kortison Einnahme - waren die Werte noch leicht gestiegen. Aber alles in allem ist es wohl nicht so, dass man sagen könnte, dass eine akute Entzündung im Körper ist, eben "nur" eine leichte.
Meine momentanen Beschwerden sind Morgensteifigkeit in den Fingern und in den Beinen, allerdings nicht täglich. Diese hält ungefähr 1-2 Std. an, des weiteren leide ich dauerhaft an Gleichgewichtsstörungen, Schwindelanfällen wenn ich mich zb im Bett umdrehe, schwitze stark bei leichter Belastung, bin ständig müde und erschöpft, hatte kürzlich noch eine Mittelohrentzündung aus heiterem Himmel und höre seitdem auch nicht mehr gut, habe Muskelschmerzen in den Armen (kann das vom Kortison kommen?) und fühle mich allgmein reichlich geschwächt. Die Fussgelenke sind noch ein wenig geschwollen, und schmerzen, aber es ist zur Zeit auszuhalten. Und ich habe häufig einen trockenen Mund, schlafe unruhig und fühle mich morgens allgmein NIE ausgeschlafen. Ausserdem fühlt sich mein Rücken dauerhaft verspannt an und mir tut mein Brustbein weh. Meistens dann, wenn ich mich im Bett umdrehe, beim Husten und auch beim Niesen stark. Das wars erstmal an Dauerhaften Beschwerden.
Bisher bin ich weiter nur auf Borreliose getestet worden. Negativ. Ich weiss absolut nicht, was ich mit den ganzen Beschwerden anfangen soll. Seit 2 Wochen arbeite ich wieder, was aber auch recht anstrengend ist, da ich merke, dass meine Konzentrationsfähigkeit stark gemindert ist und der Arbeitsweg zum Teil anstrengend ist. Aber ich habe einen relativ leichten Job im Büro, von daher ist der Tag dann irgendwie doch ganz gut rumzukriegen.
Vielleicht kann mir jemand etwas dazu sagen, ob ich dem Rheumatologen glauben schenken darf und "einfach nur an starken Nachwirkungen einer Grippe leide", oder ob ich meiner Hausärztin glauben soll, die mir sagt, es sei Rheuma.
Wie gesagt, der nächste Termin beim Rheumatologen ist erst in ein paar Wochen und dort bekomme ich dann endlich seine Blutergebnisse, wobei ich denke, dass die nicht grossartig anders ausfallen werden, als die vorherigen...
Liebe Grüsse,
Wichtel
Nachtrag: die Schmerzen in den Gelenken werden über den Tag hinweg immer besser, wenn ich mich bewege. Bis zum Abend sind sie dann meistens komplett weg und erst am nächsten Morgen wieder da.
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