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Vielleicht weiss ja jemand einen Rat...

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Wichtel, 30. März 2009.

  1. Wichtel

    Wichtel Wicht

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    Hallo ihr Lieben!

    Ich habe mich vor einiger Zeit in diesem Forum angemeldet, da meine Hausärztin die Verdachtsdiagnose Rheumatische Arthritis gestellt hat.

    Nachdem ich mittlerweile beim zweiten Rheumatologen war (der erste hat sich nicht wirklich für meine Beschwerden interessiert), bin ich selbst ein wenig ratlos. Der zweite Rheumatologe meinte nämlich, ich würde noch unter den Folgen einer Grippe leiden.

    Ich möchte hier einfach mal beschreiben, welche Beschwerden ich in den letzten 3 Monaten hatte. Vielleicht kann der eine oder andere etwas dazu sagen. Zur Zeit bin ich recht hilflos, da es einfach nicht vorwärts geht und zur Zeit mehr die Symptome denn die Ursache behandelt werden.

    Angefangen hat es wie oben erwähnt mit einer Grippe, die erfolgreich behandelt und wenn ich meiner Ärztin Glauben schenken darf, auch ausgeheilt war. Das einzige was blieb war erhöhte Temperatur/Fieber. (meistens so um die 38,5°). Dann ca eine Woche später hatte ich eines morgens heftige Schmerzen im linken Ellenbogen, ich konnte den Arm kaum bewegen, schob das aber erstmal darauf, dass ich mich im Schlaf draufgelegt habe (ich schlafe teilweise sehr unruhig ;) ), nach 3 Tagen war der Schmerz aber immer noch nicht weg und ich hatte plötzlich auch Schmerzen am anderen Ellenbogen, den Knien und Fussgelenken.

    Damit ging ich wieder zu meiner Hausärztin, die mich fragte, ob irgendwelche Gelenke geschwollen seien, dies verneinte ich, es waren auch keine Gelenke überhitzt. Dann nochmal eine Woche später stellte ich fest, dass mein Sprunggelenk anfing anzuschwellen und meine Handgelenke stark weh taten. Am nächsten morgen konnte ich kaum auftreten, da das Sprunkgelenk stark angeschwollen war und auch überhitzt. Also wieder zu meiner Ärtzin, die mir dann Kortison verschrieb und mich zum ersten Rheumatologen überwies. Das Kortison (Prednisolon) schlug sehr gut an und innerhalb von 3 Tagen war die Schwellung vollständig verschwunden. Dann ging es daran, dem Kortisonplan meiner Ärtzin zu folgen, sprich langsam zu reduzieren. Bei einer Dosis von 10mg allerdings wurden die Schmerzen wieder stärker, ich versuchte trotzdem auf 5 mg zu reduzieren, was leider ein grosser Fehler war.

    Am übernächsten Tag der ersten 5mg Dosis schwoll mein Sprunggelenk wieder stark an, und auch die anderen Gelenke taten stärker weh als vorher. Und in meinem Sprunggelenk hätte man eine Sauna eröffnen können. :D

    Ich konnte nicht einmal mehr alleine aus dem Bett aussteigen, geschweige denn einen Becher halten, musste meine Mutter anrufen, die dann sofort zu mir kam. Letztlich haben wir dann den Notarzt gerufen, der mich sogleich in ein Krankenhaus überwies. Dort wurde ich mit Rheumamedikamenten und einer sehr hohen Dosis Kortison (100 mg) behandelt, innerhalb von 1,5 Std ging es mir schon wesentlich besser und ich wurde noch am gleichen Tag entlassen.

    Dann kam der Termin beim zweiten Rheumatologen, der ja wie erwähnt die Diagnose Grippe gestellt hat, wobei er sich nicht zu 100% sicher sei, ob es nicht doch Rheuma sei. Ihm wären nur meine Symptome zu diffus. Er riet mir bis zum nächsten Termin (der leider erst in ein paar Wochen ist), auf 7,5 mg Kortison zu reduzieren, zur Zeit nehme ich noch 12,5mg. Und in der Zwischenzeit ist zusätzlich zum linken auch das rechte Fussgelenk hin und wieder leicht geschwollen.

    In der gesamten Zeit (von Januar bis jetzt) ist mir insgesamt 4x Blut abgenommen worden, wobei der BSG, CRP und noch ein Wert, der mir gerade entfallen ist, jedes mal leicht erhöht waren. Beim letzten mal - trotz Kortison Einnahme - waren die Werte noch leicht gestiegen. Aber alles in allem ist es wohl nicht so, dass man sagen könnte, dass eine akute Entzündung im Körper ist, eben "nur" eine leichte.

    Meine momentanen Beschwerden sind Morgensteifigkeit in den Fingern und in den Beinen, allerdings nicht täglich. Diese hält ungefähr 1-2 Std. an, des weiteren leide ich dauerhaft an Gleichgewichtsstörungen, Schwindelanfällen wenn ich mich zb im Bett umdrehe, schwitze stark bei leichter Belastung, bin ständig müde und erschöpft, hatte kürzlich noch eine Mittelohrentzündung aus heiterem Himmel und höre seitdem auch nicht mehr gut, habe Muskelschmerzen in den Armen (kann das vom Kortison kommen?) und fühle mich allgmein reichlich geschwächt. Die Fussgelenke sind noch ein wenig geschwollen, und schmerzen, aber es ist zur Zeit auszuhalten. Und ich habe häufig einen trockenen Mund, schlafe unruhig und fühle mich morgens allgmein NIE ausgeschlafen. Ausserdem fühlt sich mein Rücken dauerhaft verspannt an und mir tut mein Brustbein weh. Meistens dann, wenn ich mich im Bett umdrehe, beim Husten und auch beim Niesen stark. Das wars erstmal an Dauerhaften Beschwerden.

    Bisher bin ich weiter nur auf Borreliose getestet worden. Negativ. Ich weiss absolut nicht, was ich mit den ganzen Beschwerden anfangen soll. Seit 2 Wochen arbeite ich wieder, was aber auch recht anstrengend ist, da ich merke, dass meine Konzentrationsfähigkeit stark gemindert ist und der Arbeitsweg zum Teil anstrengend ist. Aber ich habe einen relativ leichten Job im Büro, von daher ist der Tag dann irgendwie doch ganz gut rumzukriegen.

    Vielleicht kann mir jemand etwas dazu sagen, ob ich dem Rheumatologen glauben schenken darf und "einfach nur an starken Nachwirkungen einer Grippe leide", oder ob ich meiner Hausärztin glauben soll, die mir sagt, es sei Rheuma.

    Wie gesagt, der nächste Termin beim Rheumatologen ist erst in ein paar Wochen und dort bekomme ich dann endlich seine Blutergebnisse, wobei ich denke, dass die nicht grossartig anders ausfallen werden, als die vorherigen...

    Liebe Grüsse,

    Wichtel

    Nachtrag: die Schmerzen in den Gelenken werden über den Tag hinweg immer besser, wenn ich mich bewege. Bis zum Abend sind sie dann meistens komplett weg und erst am nächsten Morgen wieder da.
     
    #1 30. März 2009
    Zuletzt bearbeitet: 30. März 2009
  2. frosch668

    frosch668 Quak - mir geht es gut!!!

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    Hallo Wichtel,

    das hört sich ganz nach der Menierschen Krankheit (Morbus Meniere) an. Leide selber seit Jahren darunter. Hat sich mittlerweile bis zum Tinnitus entwickelt. Näheres kann Dir mit SIcherheit ein HNO-Arzt sagen.

    Und Dein restlicher Krankheitsverlauf, sowiet ich das beurteilen kann, hört sich für mich ganz nach einer RA an. Habe meinen Körper bei zu doller Morgensteifigkeit überlistet, in dem ich dan einfach meine Medis ca. 1,5 Stunden bevor ich aufstehe. Dann können die Medis in Ruhe wirken und die Morgensteifigkeit ist dann nicht ganz so schlimm.
    Ich weiß nicht, ob Dir das wirklich hilft, aber ein Versuch ist es wert.
     
  3. Siggy

    Siggy Siggy

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    Hallo Wichtel,

    wenn ich so lese,was Du geschrieben hast,sehe ich mich am Anfang
    meiner RA-Karriere wieder.
    Bei mir fing alles auch mit einer Art Grippe an,die sich später (6Monate)
    als eine Chlamydieninfektion gezeigt hat,bloss darauf ist keiner gekommen.
    Wahrscheinl. hat diese Infektion bei mir auch das RA ausgelöst.
    Das Problem mit dem Schwindel hatte ich auch schon,auch ausgelöst
    von einer Grippe,ein sogenannter Lagerungsschwindel.Damit solltest Du
    unbedingt zum HNO oder Neurologen.Es gibt Übungen und wenns ganz
    schlimm ist Infusionen,damit ist es in der Regel in ein paar Wochen weg.
    Ich würde auch bei anhaltendne Beschwerden schauen,schneller beim
    Rheumatologen wieder einen Termin zu bekommen.

    lg Sieglinde
     
  4. frosch668

    frosch668 Quak - mir geht es gut!!!

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    Hallo Siggy,

    mit dem Lagerungsschwindel hast Du unter Umständen recht, bloß die dementsprechenden Infusion müssen in den ersten 48 STunden laufen, damit eine Chance auf Heilung besteht. Danach bringen die Infusionen leider nur noch Linderung.


     
  5. Wichtel

    Wichtel Wicht

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    Hallo Ihr Beiden,

    danke schon mal für eure Antworten!

    Also einen Termin beim HNO habe ich übermorgen, ich bin gespannt, was er mir sagt und hoffe, dass er mir wegen den Gleichgewichtsstörungen/Schwindel und dem Hörverlust helfen kann.

    Und sollten sich beim weiteren Versuch vom Reduzieren des Kortisons die Beschwerden verschlimmern, werde ich den Rat von Siggy beherzigen und versuchen beim Rheumatologen meinen Termin vorverlegen zu lassen. In der Hoffnung nicht wieder lapidar auf Grippe abgespeist zu werden. :o

    Liebe Grüsse,

    Wichtel
     
  6. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hallo Wichtel, schrecklich was ich da lese,-- fast wie meine eigene Geschichte. Bei mir fing es ähnlich an nach einem grippalen Infekt, Ich hatte Halsschmer´zen, Nebenhöhlen zu etc. das ganze 3 x kurz hintereinander und dann plötzlich ohne Schmerzen ein dickes Sprunggelenk. Zuerst meinten die Ärzte ich wäre vielleicht umgeknickt,- was natürlich nicht so war. Durch eien Cortisonstoß über 3 Tage wurde es besser. Sie glaubten an eine übergangene Gruppe,- aber es war der leidige Anfang meiner Rheumakariere.
    Ich rate dir dringend am Ball zubleiben, nerve die Ärzte wenn es sein muss. Geh in eine Klinik, wenn ambulant nichts machbar ist. Frühzeitig die richtigen Medikamente können dir viel ersparen.
    Ich wurde nicht ernst genommen in der ersten Zeit.Mir ging es nur furchtbar schlecht, müde, völlig schlapp, wie gerädert, einfach nicht mehr fit, aber keiner hat mir geholfen, weil ich auch keine Anzeichen im Blut hatte. Bin von Arzt zu Arzt gelaufen und es hat alles viel zu lange gedauert und meine Lebensqualität war bei Null.

    Drücke dir die Daumen, lass dich nicht unterkriegen.
    Viele Grüße
    Padost
     
  7. frosch668

    frosch668 Quak - mir geht es gut!!!

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    @jkwlx330

    ist ja alles sehr witzig was Du schreibst :top:

    Bist Du der deutschen Sprache nicht mächtig?????:confused::confused::confused:
     
  8. Wichtel

    Wichtel Wicht

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    @padost:

    Ja, ich überlege schon, dass wenn der nächste Termin beim Rheumatologen nichts bringt, mich in eine Klinik einweisen zu lasssen. Zum Glück ist bei mir um die Ecke gleich eine mit einer Rheuma-Fachabteilung.

    Und auf jeden Fall werde ich am Ball bleiben. :top: Immerhin möchte ich ja, dass es wieder aufwärts, bzw irgendwie vorwärts geht. Der momentane Zustand ist nämlich nicht gerade das, was ich unter guter Lebensqualität verstehe.

    @Frosch: der/die scheint wohl die falsche Tastatur angeschlossen zu haben. :rolleyes:

    Liebe Grüsse,

    Wichtel
     
  9. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Frosch,

    du kannst dem User über dir ja mal was vorquaken. Babylonisches Sprachgewirr bei RO. Aber Spaß beiseite. Nicht auf den Link im Beitrag anklicken, sondern lieber links auf das rote Dreieck neben dem Beitrag und als Spam melden. Dann verschwindet der wieder in den Weiten des Internets.
     
  10. Lloreter

    Lloreter Neues Mitglied

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    Hallo Wichtel,

    ich komme jetzt mal auf die Idee, weil ich mich aus eigenen Problemen damit befasst habe. Deine Symptome lassen unter Umständen auch einen Verdacht auf Fibromyalgie aufkommen.
    Und lass dir auch keinen vom toten Pferd erzählen, im Zweifeslfalle wechsel die Ärzte. Wir werden ja oft genug als Hypochonder hingestellt.

    LG
    Uwe
     
  11. whiskey&pepsi

    whiskey&pepsi Neues Mitglied

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    Hallo Wichtel,

    ich bin auch erst seit ein paar Tagen angemeldet. Ich habe auch RA. Hört sich ganz danach an. Habe auch diverse Gelenke betroffen, nur hatte ich nie Schwellungen. Bei mir hat es fast 2 Jahre gedauert bis die Diagnose stand. Ich hoffe du hast mehr Glück. Immer am Ball bleiben.

    LG Susi
     
  12. Wichtel

    Wichtel Wicht

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    Hallo miteinander!

    So, ich bin jetzt schlauer, was meine Ohren betrifft. Hatte heute den Termin beim HNO und der stellte fest, dass die Mittelohrentzündung bei mir einen Hörsturz ausgelöst hat. D.h. der Schwindel, der Hörverlust und die Gleichgewichtsstörungen sind wohl damit zu erklären.

    Nun bekomme ich dagegen Medis und in ca einer Woche, sollte es mir schon deutlich besser gehen, sagt der Arzt. Ich hoffe es sehr, denn die Gehschwankungen gehen mir tierisch auf die Nerven. Und wenn dann wenigstens eine Sache abgehakt werden kann, bin ich mehr als froh! :)

    Euch allen vielen lieben Dank für die Antworten! Immerhin komme ich mir dank eurer Worte jetzt ein bisschen weniger wie ein Simulant/Hypochonder vor. Ihr wisst sicher was ich meine. ;)

    Liebe Grüsse,

    Wichtel
     
  13. swizzli

    swizzli Neues Mitglied

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    Hallo Wichtel

    Ich hatte letzten Herbst auch einen Hörsturz, von einem Tag auf den andern. Bekam da hochdosiert Cortison (100mg die ersten Tage, dann 80mg für paar Tage, dann 40mg etc. etc.)
    Bereits nach ein paar Tagen hatte ich nicht mehr so Beschwerden mit dem Gleichgewicht. Ich habe, um mich und meine Ohren zu überlisten, in das andere, gesunde Ohr einen Wattebausch gesteckt. So hatte ich zumindest das Gefühl, dass das Gehör auf beiden Seiten gleich "schwach" ist. War für mich so angenehmer und nach paar Tagen hat sich alles wieder erholt und bei einem weiteren Hörtest war nichts mehr zu finden.
    Toi-toi-toi, dass du schon mal das in Griff bekommst!
    Liebe Grüsse, swizzli