Ich habe für solche Gelegenheiten den Satz des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker parat:
"Nicht behindert zu sein, ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann!"
Ich war 13 als es bei mir "losging" und 30 als mein Bechterew diagnostiziert wurde. Ich weiss was es heisst, als junger Mensch als Hypochonder aus einer Praxis zu fliegen.
Ich weiss was in Euch vorgeht, körperlich und psychisch. Nur werdet ihr es Eurer Umgebung nicht so ohne weiteres nahebringen können.
43 Jahre nach Krankheitsausbruch lebe ich immer noch und zwar verdammt gerne. Es gibt den scheinbar platten Spruch, "Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter". Da scheint was dran zu sein. Sicher, ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass offener Umgang mit der eigenen Krankheit, das offene Gespräch mit meiner Umgebungung, genau diesen die Angst und scheu nahm, ihrerseits offen mit mir über meine Krankheit zu sprechen.
Wenns drauf ankam, hats mir sogar Spass gemacht, die sogenannten Gesunden "unter den Tisch zu arbeiten". Und wenn ich krank war, so war ich krank! Ich kenne auch die Sprüche der "Gesunden" und wehe solch einer blieb dann wegen eines "Zipperleins" zu Hause.
das kenne ich nur zu gut! Mir hat mal mein Chef an den Kopf geknallt: "Andauernd müssen andere Ihre Arbeit mit machen!
Wissenschaftler der Universität Leipzig haben ermittelt, dass solche Vorgesetzten, die nicht den leisesten Ansatz von sozialer Führungskompetenz erkennen lassen, der deutschen Volkswirtschaft jährilich Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe Kosten verursachen.
Der Hammer war mal eine Lehrerin von mir, die doch alles Ernstes gesagt hat:
"Sie können sich ja nicht immer auf den Lorbeeren Ihrer Krankheit ausruhen". hrlich einen Schaden im zweistelligen Milardenbereich verursachen.
Als Voraussetzung für eine Pädagogin, die ja Bildung weitergeben soll, sollte man der Meinung sein, dass bei ihr selber Bildung vorhanden ist. Da frag ich mich doch, was sie bereit gewesen ist zu zahlen um ihre Scheine zu bekommen.
Kopf hoch Mädels, hier kann man sich mal richtig "auskotzen" und seinen verständlichen Frust mal ablassen. Trefft Euch und sprecht mal über Eure Probleme, oft sind diejenigen, denen es am dreckigsten geht, die Euch wieder aufbauen können.
Vielleicht gelingt es einigen von Euch, im Laufe der Zeit, Eure Umgebung aufzuklären. Nur Aufgeklärte werden auch verstehen können.
In diesem Sinne, haltet Euch wie ich, -Aufrecht-

)
LG
Michael