Lecram
Mitglied
Hallo ihr alle!
Ich habe gerade nach 4 Monaten Wartezeit den Bescheid des Versorgungsamtes bekommen. Und ich bin ziemlich verwirrt/verärgert, da es nur 30 % GdB wurden.
Das kann ich wirklich nicht verstehen. Muss man erst vollständig gelähmt sein, um 50% zu bekommen? Ich dachte eigentlich, dass man 50% bekommt, sobald man erheblich eingeschränkt ist. Was fehlt bei mir denn?
Insgesamt sind bei mir nachweislich 11 Gelenke entzündet und 8 davon deutlich sichtbar mit bloßem Auge - dauerhaft. Zusätzlich ist die untere und obere Wirbelsäule (Halswirbel) betroffen.
Krankeheitsaktivität trotz MTX und Sulfasalzin ist sehr hoch (seit 2 Jahren BSG mind. über 40 und CRP im Schnitt bei 60). Cortison hilft nur in höheren Regionen ab 15 mg Prednisolon. Im Vergleich zu einem "normalen" 18jährigen kann ich so gut wie gar nichts. Mein "Laufen" bzw. "Humpeln" muss ich mir sogar zeitlich einplanen, damit ich nicht die magische 15-Minuten-Grenze überschreite und vor lauter Schmerzen in den ISG nicht mehr schlafen kann. Andere in meinem Alter sind täglich in Sportvereinen und ich hab schon Probleme bei einem einzigen Kinobesuch. Ich bin auch garantiert nicht wehleidig oder sonst etwas, ich kann bloß nicht verstehen, warum ich nicht wenigstens dann diesen kleinen Vorteil der 50% bekomme. So hätte ich wenigstens bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst größere Chancen und bräuchte keine ständige Kündigungsangst haben. Ich will auch überhaupt keine weiteren Vorteile nur eben diese kleine Absicherung.
Ich glaube kaum, dass ein Einspruch viel bringt. Die stufen doch neimals gleich um 20% herauf, oder? Ich habe sämtliche Unterlagen eingereicht, die ich so habe und das waren nicht wenige. Verschlimmert hat sich in dem Sinne ja nichts mehr. Bloß eigentlich müssten die ständigen Schmerzen und Behinderungen im Alltag doch ausreichen.
Ein weiteres Problem war, dass die Kommunikation zwischen Versorgungsamt und meinen Ärzten von Anfang behindert wurde. Das Amt forderte im Nachhinein nach einem Monat, dass ich nur 1 Arzt angeben soll anstatt wie eigentlich früher üblich 3. So war ich mehr oder weniger der Vermittler zwischen meinen drei Ärzten, da die untereinander aufgrund von Überlastung (wie es bei Rheumatologen ja nun mal so ist) keine richtige Absprache hatten.
Sonst habe ich dem Versorgungsamt alle Befunde geschickt und ich habe auch sämtliche Einschränkungen in meinem Alltag aufgeführt.
Wisst ihr, was ich falsch gemacht haben könnte? Wie soll ich mich jetzt verhalten? Wie viel % habt ihr bekommen? Das ganze müsste ziemlich zügig gehen, da meine Bewerbungen laufen und ein evtl. Schwerbehindertenausweis so schnell wie möglich nachgereicht werden soll.
Ich wäre für jegliche Ratschläge und Tipps zur Vorgehensweise dankbar.
Viele Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
Marcel
Ich habe gerade nach 4 Monaten Wartezeit den Bescheid des Versorgungsamtes bekommen. Und ich bin ziemlich verwirrt/verärgert, da es nur 30 % GdB wurden.
Das kann ich wirklich nicht verstehen. Muss man erst vollständig gelähmt sein, um 50% zu bekommen? Ich dachte eigentlich, dass man 50% bekommt, sobald man erheblich eingeschränkt ist. Was fehlt bei mir denn?
Insgesamt sind bei mir nachweislich 11 Gelenke entzündet und 8 davon deutlich sichtbar mit bloßem Auge - dauerhaft. Zusätzlich ist die untere und obere Wirbelsäule (Halswirbel) betroffen.
Krankeheitsaktivität trotz MTX und Sulfasalzin ist sehr hoch (seit 2 Jahren BSG mind. über 40 und CRP im Schnitt bei 60). Cortison hilft nur in höheren Regionen ab 15 mg Prednisolon. Im Vergleich zu einem "normalen" 18jährigen kann ich so gut wie gar nichts. Mein "Laufen" bzw. "Humpeln" muss ich mir sogar zeitlich einplanen, damit ich nicht die magische 15-Minuten-Grenze überschreite und vor lauter Schmerzen in den ISG nicht mehr schlafen kann. Andere in meinem Alter sind täglich in Sportvereinen und ich hab schon Probleme bei einem einzigen Kinobesuch. Ich bin auch garantiert nicht wehleidig oder sonst etwas, ich kann bloß nicht verstehen, warum ich nicht wenigstens dann diesen kleinen Vorteil der 50% bekomme. So hätte ich wenigstens bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst größere Chancen und bräuchte keine ständige Kündigungsangst haben. Ich will auch überhaupt keine weiteren Vorteile nur eben diese kleine Absicherung.
Ich glaube kaum, dass ein Einspruch viel bringt. Die stufen doch neimals gleich um 20% herauf, oder? Ich habe sämtliche Unterlagen eingereicht, die ich so habe und das waren nicht wenige. Verschlimmert hat sich in dem Sinne ja nichts mehr. Bloß eigentlich müssten die ständigen Schmerzen und Behinderungen im Alltag doch ausreichen.
Ein weiteres Problem war, dass die Kommunikation zwischen Versorgungsamt und meinen Ärzten von Anfang behindert wurde. Das Amt forderte im Nachhinein nach einem Monat, dass ich nur 1 Arzt angeben soll anstatt wie eigentlich früher üblich 3. So war ich mehr oder weniger der Vermittler zwischen meinen drei Ärzten, da die untereinander aufgrund von Überlastung (wie es bei Rheumatologen ja nun mal so ist) keine richtige Absprache hatten.
Sonst habe ich dem Versorgungsamt alle Befunde geschickt und ich habe auch sämtliche Einschränkungen in meinem Alltag aufgeführt.
Wisst ihr, was ich falsch gemacht haben könnte? Wie soll ich mich jetzt verhalten? Wie viel % habt ihr bekommen? Das ganze müsste ziemlich zügig gehen, da meine Bewerbungen laufen und ein evtl. Schwerbehindertenausweis so schnell wie möglich nachgereicht werden soll.
Ich wäre für jegliche Ratschläge und Tipps zur Vorgehensweise dankbar.
Viele Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
Marcel