Pleon®RA
Hallo Pepe,
ich hoffe ich konnte Dir helfen schau mal nach ob es da Wechselwirkungen gibt usw.
Nebenwirkungen
Häufig auftretende Nebenwirkungen von Sulfasalazin betreffen den Magen-Darm-Trakt. Sie äußern sich in Form von Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfällen. Es kann auch zu einer Verschlechterung einer bestehenden Colitis ulcerosa kommen. Auch an der Haut können Nebenwirkungen auftreten. Diese können von leichteren, größtenteils allergischen Hautausschlägen bis zu schweren Hautreaktionen wie beispielsweise dem Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom oder einer exfoliativen Dermatitis reichen. Teilweise verstärken sich die Hautreaktionen im Zusammenwirken mit Licht und werden dann als Photodermatosen bezeichnet. In seltenen Fällen kommt es zu einer Zyanose (=Blaufärbung der Haut) infolge eines verringerten Sauerstoffgehaltes des Blutes. Ferner kann eine allergische Bindehautentzündung des Auges auftreten.Zusätzlich kann es zu Nebenwirkungen kommen, die das Nervensystem oder die Psyche betreffen: Vor allem Müdigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Schlaflosigkeit sind hier zu nennen. Gelegentlich entwickeln sich auch Depressionen oder Psychosen. Auch Herzklopfen ist gelegentlich möglich. Außerdem können Missempfindungen und periphere Neuropathien auftreten. Ebenso sind Muskelschwäche und Gelenkschmerzen möglich. In Einzelfällen kann ein Lupus-erythematodes-Syndrom entstehen.Die Nebenwirkungen von Sulfasalazin können auch das blutbildende System betreffen. Es kann zur Verminderung verschiedenster Blutzellen und zu unterschiedlichen Formen der Anämie kommen. Auch schwere Nebenwirkungen wie die Agranulozytose oder eine Plasmozytose können auftreten. Im Bereich der Atemwege kann es gelegentlich zu Atemnot oder einem Asthma bronchiale kommen. In Einzelfällen kommt es zu Entzündungen der Lungenbläschen oder des Lungengewebes. Vereinzelt werden Schädigungen der Leber, bis hin zu Lebernekrosen beobachtet. Ebenso werden in Einzelfällen Entzündungen der Nieren, der Bauchspeicheldrüse und des Herzbeutels beschrieben. Bei Männern kann es zu einer Abnahme der Spermienproduktion und einer reversiblen, also vorübergehenden Einschränkung der Zeugungsfähigkeit kommen.Um auftretende schwere Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und die Therapie gegebenenfalls abbrechen zu können, führt der Arzt regelmäßige Kontrolluntersuchungen des Blutbildes und des Urins durch.
Wechselwirkungen
Antibiotika Durch die Einnahme verschiedener Antibiotika kann die Menge an Darmbakterien, die das Sulfasalazin spalten, reduziert werden. Dadurch werden geringere Mengen der beiden Wirksubstanzen gebildet.Lebendimpfstoffe Während einer Behandlung mit Sulfasalazin kann bei Impfungen mit Lebendimpfstoffen der Impferfolg ausbleiben. Das aus Sulfasalazin im Dickdarm entstehende Sulfonamid kann zur Abtötung der Impfkeime führen, so dass eine ausreichende Immunantwort unterbleibt.Folsäure, Digoxin Die Aufnahme von Folsäure und Digoxin kann durch Sulfasalazin verringert werden.Anionenaustauscher Anionenaustauscher wie Colestyramin oder Colestipol können Sulfasalazin beziehungsweise die Spaltprodukte binden und so deren Aufnahme in den Körper verringern.Eisen Die gemeinsame Anwendung von Sulfasalazin und Eisen führt zur Bildung löslicher Komplexe. Die Aufnahme in den Körper kann dadurch verringert sein.
Gegenanzeigen
Aufgrund der Spaltung von Sulfasalazin im Darm in ein Sulfonamid und ein Salicylat darf Sulfasalazin bei Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide oder Salicylate nicht eingesetzt werden. Bei aktuell vorliegenden oder in der Vergangenheit vorgekommenen schweren Hautreaktionen wie beispielsweise dem Stevens-Johnson- oder dem Lyell-Syndrom oder bei exfoliativer Dermatitis darf Sulfasalazin nicht eingesetzt werden. Bei Erkrankungen der blutbildenden Organe oder Vorliegen von Blutbildveränderungen, wie beispielsweise einem Mangel an weißen Blutkörperchen, einer fehlerhaften Bildung des roten Blutfarbstoffes oder hämolytischen Anämien infolge eines Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangels der roten Blutkörperchen, ist die Anwendung von Sulfasalazin ebenfalls kontraindiziert. Auch bei akuter intermittierender hepatischer Porphyrie darf Sulfasalazin nicht gegeben werden. Sulfasalazin darf außerdem nicht angewendet werden, wenn Nieren- oder Leberschäden oder Störungen der Nieren- oder Leberfunktion vorliegen. Ein Darmverschluss stellt eine weitere Kontraindikation dar. Bei Männern mit Kinderwunsch sollte Sulfasalazin wegen der Einschränkung der Zeugungsfähigkeit nur für eine begrenzte Zeit angewendet werden.Das bei der Spaltung des Sulfasalazins entstehende Salicylat hemmt die Prostaglandinsynthese. Daher soll der Einsatz von Sulfasalazin bei schwangeren Frauen im letzten Drittel der Schwangerschaft nur bei strenger Indikation erfolgen. Sulfasalazin geht in die Muttermilch über. Die beim Säugling auftretenden Konzentrationen sind normalerweise aber nicht so hoch, dass sie Schäden verursachen. Eine Ausnahme bilden Säuglinge mit angeborenem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel. Bei ihnen besteht die Gefahr des Auftretens einer Hämolyse, also eines Abbaus der roten Blutkörperchen. Werden die Säuglinge bezüglich Hinweisen auf Hämolysen und erhöhte Bilirubinwerte genau überwacht, kann Sulfasalazin bei stillenden Müttern eingesetzt werden. Sulfasalazin ist nicht zur Anwendung bei Kleinkindern unter zwei Jahren geeignet.
Für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis werden die folgenden Handelspräparate eingesetzt: Azulfidine®RA Filmtabletten von der Firma Pharmacia & Upjohn enthalten Sulfasalazin.Pleon®RA Filmtabletten von der Firma Henning Berlin enthalten Sulfasalazin.Daneben sind noch weitere Arzneimittel mit dem Wirkstoff Sulfasalazin von verschiedenen Herstellern im Handel.Für die Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen werden die folgenden Handelspräparate angewendet:Azulfidine® magensaftresistente Filmtabletten, Azulfidine® Tabletten, Azulfidine® Klysma und Azulfidine® Suppositorien von der Fa. Pharmacia enthalten Sulfasalazin.Colo-Pleon® Klysma Suspension, Colo-Pleon® magensaftresistente Filmtabletten und Colo-Pleon® ML magensaftlösliche Filmtabletten von der Fa. Henning Berlin enthalten Sulfasalazin.
http://www.m-ww.de/pharmakologie/arzneimittel/rheumamittel/sulfasalazin.html
http://www.rheuma-online.de/fua/7.html
http://www.rheuma-online.de/austausch/austausch/12616.php3
http://www.diethelm-glaser.de/mb/mb-start.htm
Herzliche Grüße Gisi.....bischen gr. das Bildchen lol verzeih .....