Katharina schrieb:
Moin,
leider herrscht immer noch viel Unwissenheit über den Segen der Opioide. Deshalb schaut euch mal folgenden Link an:
http://www.praxisklinik-luedenscheid.de/Merkblatt_Opioide.htm
Bei genauem Befolgen der Anwendungshinweise hat niemand etwas zu befürchten.
Horrorgeschichten zu erzählen hilft keinem Schmerzpatienten im Gegenteil.
Ich für meinen Teil möchte diesen Teil der Schmerztherapie nicht mehr missen, denn nur so kann ich ein adäquates Leben führen. Ohne geeignete Schmerzmittel hätte ich schon lange aufgegeben.
Frohe Pfingsten wünscht
Katharina
sorry, sind keine erfundenen horrogeschichten, alles selber erlebt.
hier ein auszug aus dem *austria codex*, fachinformation:
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die
Anwendung
Tramal darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden
bei Abhängigkeit von Opioiden, Kopfschmerzen, Schock,
Bewußtseinsstörungen unklarer Genese, Störungen des
Atemzentrums und der Atemfunktion, Zuständen mit
erhöhtem Hirndruck.
Bei Patienten, die auf Opiate empfindlich reagieren, soll das
Medikament nur mit Vorsicht angewendet werden.
Bei der Anwendung von Tramadol in der empfohlenen
Dosierung ist über Krampfanfälle berichtet worden. Ein
erhöhtes Risiko kann bei der Verabreichung von
Dosierungen bestehen, die über die empfohlene Tagesdosis
(400 mg) hinausgehen. Bei gleichzeitiger Gabe von
Arzneimitteln, die die Krampfschwelle erniedrigen, kann
Tramadol das Risiko von Krampfanfällen erhöhen (siehe
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln). Patienten, die an
Epilepsie leiden oder zu Krampfanfällen neigen, sollten nur
in zwingenden Ausnahmefällen mit Tramadol behandelt
werden.
Tramadol hat ein geringes Abhängigkeitspotential. Bei
längerem Gebrauch können sich Toleranz, psychische und
physische Abhängigkeit entwickeln. Bei Patienten, die zu
Arzneimittelmißbrauch oder Medikamentenabhängigkeit
neigen, ist daher eine Behandlung mit Tramal nur kurzfristig
und unter strengster ärztlicher Kontrolle durchzuführen.
Tramal eignet sich nicht als Ersatzdroge bei Opiat-Abhängigkeit.
Obwohl Tramadol ein Opiat-Agonist ist, kann es
Morphinentzugssymptome nicht unterdrücken.
Nebenwirkungen
Häufig (über 10%) wurde über Übelkeit und Schwindel berichtet.
Gelegentlich (1 – 10%) können Erbrechen, Obstipation,
Schwitzen, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen und
Benommenheit auftreten.
Selten (<1%) ist eine Beeinflussung der Kreislaufregulation
(Herzklopfen, Tachykardie, Kollapsneigung bis
Kreislaufkollaps) möglich. Diese unerwünschten Wirkungen
können insbesondere bei aufrechter Körperhaltung,
intravenöser Applikation und bei Patienten auftreten, die
körperlich belastet werden. Außerdem kann es in seltenen
Fällen zu Brechreiz, gastrointestinalen Irritationen (z.B.
Magendruck, Völlegefühl) und Hautreaktionen (z.B. Juckreiz,
Hautausschlag, Urtikaria) kommen.
Sehr selten (<0,1%) werden motorische Schwäche, Appetitänderungen,
Sehstörungen und Miktionsstörungen (Schwierigkeiten
beim Wasserlassen und Harnverhalten)
beobachtet. Ebenfalls sehr selten können nach Anwendung
von Tramal verschiedenartige psychische Nebenwirkungen,
die hinsichtlich Stärke und Art individuell unterschiedlich (je
nach Persönlichkeit und Medikationsdauer) in Erscheinung
treten. Darunter sind Stimmungsveränderungen (meist
gehobene Stimmung, gelegentlich Dysphorie),
Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich
Steigerung) und Veränderungen der kognitiven und
sensorischen Leistungsfähigkeit (z.B.
Entscheidungsverhalten, Wahrnehmungsstörungen).
Über allergische Reaktionen (z.B. Dyspnoe,
Bronchospasmus, Giemen, angioneurotisches Ödem) und
Anaphylaxie ist in sehr seltenen Fällen berichtet worden.
Sehr selten wurden epileptische Krampfanfälle beobachtet.
Diese traten überwiegend nach hoher Tramadol-Dosierung
auf oder gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, welche
selbst krampfauslösend wirken können oder die
Krampfschwelle erniedrigen (z.B. Antidepressiva oder
Antipsychotika).
Sehr selten wurden Blutdruckanstieg und Bradykardie
beobachtet.
Ebenfalls sehr selten wurde über eine Verschlimmerung von
Asthma berichtet, obwohl ein Kausalzusammenhang nicht
hergestellt werden konnte.
Atemdepression wurde beobachtet. Sie kann bei erheblicher
Überschreitung der empfohlenen Dosierungen und bei
gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfenden
Substanzen auftreten.
Eine Abhängigkeit kann sich entwickeln, und Symptome einer
Entzugsreaktion – ähnlich wie bei Opiaten können
auftreten. Solche Symptome sind: Agitation, Ängstlichkeit,
Nervosität, Schlafstörungen, Hyperkinesie, Tremor und
gastrointestinale Symptome.
In wenigen Einzelfällen wurde im zeitlichen Zusammenhang
mit der therapeutischen Anwendung von Tramadol über
Leberenzymwerterhöhungen berichtet.
Überdosierung
Symptome:
Grundsätzlich ist bei Intoxikationen mit Tramadol eine
Symptomatik wie bei anderen zentralwirksamen Analgetika
(Opioiden) zu erwarten. Insbesondere ist mit Miosis,
Erbrechen, Kreislaufkollaps, Bewußtseinsstörungen bis
komatösem Zustand, Krämpfen und Atemdepression bis
Atemlähmung zu rechnen.
noch fragen? ......