Thrombozytenzahl
Hi Havin,
das ist ja hochinteressant! Vorhin habe ich sowas Ähnliches in der Diskussion von hashimotothyreoiditis.de (Betroffene von Autoimmunkrankheit der Schilddrüse) gepostet, betrifft meine Mutter.
Ich stell mein Posting vom anderen Forum hier nachfolgend rein, möchte vorab dazu noch was ergänzen:
Meine Mutter bekam das Problem plötzlich, nach einem Aufenthalt am Vesuv. Innerhalb von 1-2 Wochen entwickelte es sich so: 1. Tag heiße Füße; wenige Tage später ein Bein abends dick, drei vertiefte Punkte am Schienbein (rund, 1-Cent-Durchmesser), blau-schwarz-rot; gute Woche später: Fuß und Bein von unten nach oben auf einer Seite zunehmend blauschwarz, äußerst schmerzhaft; offenbar Gefahr einer Embolie, es wurde dann Blutverdünner gespritzt (was genau, ist leider unbekannt). Seither dann der Sachverhalt wie nachfolgend beschrieben.
Eisenmangel oder evtl. eine leichte Anämie hat sie seit ihrer Jugend, ob autoimmun, ist unbekannt.
Mir selbst hat man geraten, eine evtl. Kollagenose abklären zu lassen, so bin ich in dieses Forum hier gekommen
Ich sehe durchaus Parallelen zu Deinem Problem. Was aber daraus zu machen ist? Keine Ahnung, leider. (Ich bleibe dran).
Hier das Posting:
"Liebe Leute,
könnte Hilfe sehr gut gebrauchen: Bin immer noch auf der Suche, was meiner Mutter eigentlich fehlt. Hat jemand von euch schonmal was gehört von einer möglichen autoimmunen (starken!) Erhöhung der Thrombozyten?
Sie hatte schon Werte von über 1 Mill. Thrombos, jetzt sind sie "dank" einiger Jahre Chemotherapie mit Hydroxyharnstoff im niedrigen Normbereich. Diagnostiziert ist das Ganze nämlich als "Essentielle Thrombozythämie" (ET)/myeloproliferative Erkrankung. Aber das glaube ich nicht so ganz, weil sie schon vor der Erkrankung einen ziemlichen Eisenmangel hatte, wenn nicht gar eine Anämie. Knochenmarkuntersuchung damals ergab keine handfeste Diagnose, nur die Vermutung auf ET.
Habe im Internet ein bißchen herumgelesen, daß es auch sogenannte "sekundäre Thrombozytosen" (erhöhte Thrombozytenzahl) gibt, komme aber nicht so recht weiter damit.
Sie hat:
MCV recht hoch, jedenfalls über der gesunden Norm (inzwischen; damals, als das mit den Thrombos losging, wars noch normal)
Erythrozyten, Hämoglobin, Eisen und MCHC grenzwertig niedrig untere Norm
CRP erhöht auf 2,8 (Norm kleiner 0,6)
IGG erhöht
in Norm, aber eher hoch: Cholesterin, GGT, Harnsäure
in Norm, eher niedrig: Hämatokrit, Eosinophile, Monozyten
Thrombozyten damals 780.000 (Norm bis 400.00)
Leukozyten 11.180 (Norm bis 9.400)
Knochenmark: Megakaryozyten vermehrt, teils verklumpt
ANA/ANF (Antikörper?) schwach positiv (Norm: negativ)
SSA (Antikörper?) schwach positiv (Norm: negativ)
BKS/BSG 5/10 (norm 11/20)
Ich selbst hab ja Hashi (meine Mutter vermutlich auch, wird gerade untersucht) und Autoimmundiabetes; meine Thrombos sind auch immer erhöht, aber nicht dramatisch (letztens bei 530.000), deswegen vermute ich, die Ursache des Ganzen ist eine weitere Autoimmunerkrankung.
Vielleicht hat wer eine Idee."