@hallo, ein theam, was glaube ich irgendwie jeden beschäftigt !
wie ich darüber denke?
ich nehme mal ein beispiel in unserer familie:
meine schwieger mama ist am 18.03.2011 verstorben, schneller als je erwartet in einem zustand,
den wir ebenso nicht erwartet haben.
gestern war ihr 1.todestag, den wir ehrwürdig ganz in familie verbracht haben.
meine s-mama, voriges jahr 84, hatte kaum vorsorge im januar 2011, nichts nur ihren "lege", da war sie schon krank.
ohne dass mein mann und ich davon wussten. lege war hilflos sich und seiner lebenspartnerin gegenüber und sie konnte
sich schon nicht mehr so äußern. die demenz schlug innerhalb von wenigen wochen mit aller härte zu!
dann kamen noch stärkste schmerzen hinzu, nicht laufen können-einfach ein furchtbarer zustand für uns alle.
lege hatte eine unwarscheinlich schweren 24 stunden tag sie rund um die uhr zu betreuen.
göga half ihm, ich war zur reha. konnte nur aus der ferne jeden tag am telefon mit tipps und lösung von organisatorischen
dingen helfen. ein schmerzarzt innerhalb von wenigen stunden zu mobilisieren, pflegestufe zu beantragen,
medikamentenbefreiuung usw. alles´aus der reha.
dass sie 14 tage später so krank wird, dass sie ins heim musste-erahnten wir alle drei nicht. lege, mein mann
und ich auch nicht. jeden tag, ging es ein stück abwärts, schnell-viel zu schnell!
sie hatte aber eine patientenverfügung, wusste wie sie einmal beerdigt werden will, eine notarielle hinterlegung
für den fall dass sie nicht zu hause sein wird usw. das haben wir alles für sie schriftlich festgehalten.
wir hatten gottlob bis ende januar eine patientenverfügung, eine ermächtigung für alle drei für sie dazusein,
in ihrem namen zu entscheiden und vor allem in ihrem sinne! sie hat in einer patientenverfügung ziemlich
konkret und hart(so erscheint es mir) entschieden :keine lebensverlängernden oder erhaltenden maßnahmen!
keine infusionen, keine antibiotika oder sonstwas, keine sonde, keine künstliche ernährung und keine geräte
die einen am leben erhalten. ein würdevolles sterben, ohne geräte aber mit medikamente, die ihr das hinübergehen
erleichtern, ohne schmerzen ohne leiden zu müssen.
das heim in dem sie 4 wochen leben durfte, war für uns gesehen ein seegen. lege hat ihre 24 stunden betreuung
nicht mehr geschafft. selber schwer diabetes und augenkrank. kaum lösbar das ganze, aber zu stolzmuns zur hilfe
zu holen. erst mitte januar konnte ser selber nicht mehr. das göga half, war gar keine frage!
die mitarbeiter im heim selber waren dann ganz erstaunt, als mein mann dann sagte so und so möchte mama das haben.
kein krh in den letzten tagen nichts-nur würde! würdevoll einschlafen zu dürfen.
sie wurde innerhalb von 4 wochen so dement das nichts mehr ging, die letzet woche lag sie fest im bett,
mobilisierung ging nicht. alles was zum dahingehen abläuft konnten wir jeden tag erleben.
jeden tag ein kleines stück abschied mehr-am letzten tag kam nochmal der hausdoc-vom schmerzzentrum.
sie hatte keine schmerzen, konnte aber auch nichts mehr sagen. aber sie wusste wir sind da. wir haben
sie in den arm genommen und noch mal liebhaben dürfen.
heute denke ich dieses liebhaben, darauf hatte sie gewartet! sie war ganz entspannt und friedlich.
die leitende stationsschwester wusste, dass sie erst anrufen sollte, wenn s-mama eingeschlafen ist.
das hat sie sehr lieb getan. es war früh morgens um 8.30 und wir konnten den ganzen tag von ihr
abschied nehmen. so wie sie es wollte. die kinder, wir, lege.
ich will damit zeigen, sie hat sich bewusst zu lebzeiten ausgesprochen, für das was sie nicht möchte
und was sie möchte. wir hatten keine zwang nun entscheiden zu müssen! es war alles geregelt!
das haben wir im höchsten maße respektiert!
ich kann nur jeden raten, auch wenn es natürlich etwas ist, was einem unsagbar schwer fällt:
regelt diese dinge zu lebzeiten, wenn ihr klar bei verstand seid, danach geht es nicht mehr!
die angehörigen sind den ärzten und maschienen schutzlos ausgeliefert und dürfen dann ggf.
nichts entscheiden! wenn unheilbar krank heisst es, sollen die angehörigen im sinne des anderen
entscheiden, wenn keine verfügungen bestehen.
aber: woher wiess ich heut, das meine kinder wissen was ich wollte???
oh man das ist so schwer und man darf die augen nicht davor schließen.
nicht am leben erhalten um jeden preis! das möchte ich auch, aber ich hänge auch am leben.
wo ist der punkt-der mir sagt-wann ist das erreicht_um jeden preis????
organspende ist ein anderes blatt-hier weis ich wohl was ich möchte-kein problem damit und ausweis ist da.
saurier
