K
Karin Großmann
Guest
Heute vormittag war ich nun also beim Medizinischen Dienst und es lief eigentlich ganz positiv.
Ich war satte 2 Stunden da und hatte alle Zeit der Welt, meine Probleme anzusprechen. Die Ärztin stellte viele Fragen, lies sich die Symptome genau beschreiben und fragte natürlich auch nach meinem sozialen Umfeld. Aber es interessierte sie auch, wie gut ich mich von den verschiedenen Ärzten betreut fühle und lies sich auch erklären, warum ich zu dem ein oder anderen Arzt erst gar nicht mehr hingehe und unzufrieden bin. Ich habe da sehr ehrlich geantwortet, nach dem Motto, ist ja eh alles egal, und siehe da: Sie hatte ein offenes Ohr für diese Problematik!!! Das ist mir das erste Mal passiert, dass ein Arzt sich Kritik über Kollegen anhört und auch annimmt. Sie wolle versuchen zu forcieren, dass ich in Zukunft multidisziplinär betreut werde und ich nicht nur von einem zum anderen renne ohne nachher ein umsetzbares Ergebnis zu haben.
(Beispiel: Ich habe auch seit 20 Jahren einen Diabetes und bereits mit Spätfolgen zu tun. Sagt der Rheumatologe, er könne für die Schmerzen rheumatologisch keine befriedigende Erklärung finden, die Schmerzen haben bestimmt mit der Beeinträchtigung der Nerven aufgrund des Diabetes zu tun. Ich geh zum Diabetologen und der sagt, das könne er sich in meinem Fall nicht vorstellen. Und ich sitze da, habe immernoch Schmerzen und weiss nicht weiter, aber keiner unternimmt etwas!)
Wahrscheinlich kriegt jetzt mein Hausdoc erstmal einen auf den Deckel, weil er zum Teil von Fachkollegen empfohlene Untersuchungen einfach nicht veranlasst hat und die Medikamentengabe nicht kontrolliert. Ob das unserer Patienten/Arzt Beziehung gut tut, wird sich herausstellen.
Die Ärztin des MDK stimmt nun mit meinem Hausarzt die weitere Vorgehensweise ab, es sollen jedenfalls noch weitere Maßnahmen zur Diagnosestellung erfolgen, u.a. soll ich mich in einer Psychosomatischen Klinik vorstellen. Hierbei habe ich zwar etwas Angst, komplett auf die Psychoschiene abgeschoben zu werden, aber ich gehe erstmal hin, vielleicht bringt es ja was! Außerdem soll eine Schmerztherapie eingeleitet werden, Vorschläge hierzu soll die Psychosomatische Klinik unterbreiten. Das ich gar keine Schmerzmittel einnehme (wegen evtl. Beeinträchtigung meiner schon geschädigten Niere) versteht sie nicht, es gäbe auch Schmerzmittel die überhaupt nicht auf die Niere wirken.
Bis dahin bin ich jedenfalls weiter arbeitsunfähig geschrieben und das bedeutet immerhin, dass die Ärztin vom MDK mich mit meinen Schmerzen ernstnimmt und mir glaubt, dass es mir nicht gut geht. Allein das sehe ich schon als recht positives Ergebnis. Warum allerdings der eine Rheumatologe mir sagt, er hätte eine eindeutige Diagnose (nämlich die Spondarthritis) und der nächste fegt diese Diagnose mit den Worten "das glaub ich nicht" einfach vom Tisch, dass konnte sie mir auch nicht erklären, hat aber Verständnis dafür gezeigt, dass ich als Patient und "Leidender" dadurch mehr als verunsichert bin. Wir werden ja sehen, wieweit mich dieses Verständnis in der Zukunft bringen wird.
Also, erstmal wieder vielen Dank für euer immer offenes Ohr
und bis bald
Easy
Ich war satte 2 Stunden da und hatte alle Zeit der Welt, meine Probleme anzusprechen. Die Ärztin stellte viele Fragen, lies sich die Symptome genau beschreiben und fragte natürlich auch nach meinem sozialen Umfeld. Aber es interessierte sie auch, wie gut ich mich von den verschiedenen Ärzten betreut fühle und lies sich auch erklären, warum ich zu dem ein oder anderen Arzt erst gar nicht mehr hingehe und unzufrieden bin. Ich habe da sehr ehrlich geantwortet, nach dem Motto, ist ja eh alles egal, und siehe da: Sie hatte ein offenes Ohr für diese Problematik!!! Das ist mir das erste Mal passiert, dass ein Arzt sich Kritik über Kollegen anhört und auch annimmt. Sie wolle versuchen zu forcieren, dass ich in Zukunft multidisziplinär betreut werde und ich nicht nur von einem zum anderen renne ohne nachher ein umsetzbares Ergebnis zu haben.
(Beispiel: Ich habe auch seit 20 Jahren einen Diabetes und bereits mit Spätfolgen zu tun. Sagt der Rheumatologe, er könne für die Schmerzen rheumatologisch keine befriedigende Erklärung finden, die Schmerzen haben bestimmt mit der Beeinträchtigung der Nerven aufgrund des Diabetes zu tun. Ich geh zum Diabetologen und der sagt, das könne er sich in meinem Fall nicht vorstellen. Und ich sitze da, habe immernoch Schmerzen und weiss nicht weiter, aber keiner unternimmt etwas!)
Wahrscheinlich kriegt jetzt mein Hausdoc erstmal einen auf den Deckel, weil er zum Teil von Fachkollegen empfohlene Untersuchungen einfach nicht veranlasst hat und die Medikamentengabe nicht kontrolliert. Ob das unserer Patienten/Arzt Beziehung gut tut, wird sich herausstellen.
Die Ärztin des MDK stimmt nun mit meinem Hausarzt die weitere Vorgehensweise ab, es sollen jedenfalls noch weitere Maßnahmen zur Diagnosestellung erfolgen, u.a. soll ich mich in einer Psychosomatischen Klinik vorstellen. Hierbei habe ich zwar etwas Angst, komplett auf die Psychoschiene abgeschoben zu werden, aber ich gehe erstmal hin, vielleicht bringt es ja was! Außerdem soll eine Schmerztherapie eingeleitet werden, Vorschläge hierzu soll die Psychosomatische Klinik unterbreiten. Das ich gar keine Schmerzmittel einnehme (wegen evtl. Beeinträchtigung meiner schon geschädigten Niere) versteht sie nicht, es gäbe auch Schmerzmittel die überhaupt nicht auf die Niere wirken.
Bis dahin bin ich jedenfalls weiter arbeitsunfähig geschrieben und das bedeutet immerhin, dass die Ärztin vom MDK mich mit meinen Schmerzen ernstnimmt und mir glaubt, dass es mir nicht gut geht. Allein das sehe ich schon als recht positives Ergebnis. Warum allerdings der eine Rheumatologe mir sagt, er hätte eine eindeutige Diagnose (nämlich die Spondarthritis) und der nächste fegt diese Diagnose mit den Worten "das glaub ich nicht" einfach vom Tisch, dass konnte sie mir auch nicht erklären, hat aber Verständnis dafür gezeigt, dass ich als Patient und "Leidender" dadurch mehr als verunsichert bin. Wir werden ja sehen, wieweit mich dieses Verständnis in der Zukunft bringen wird.
Also, erstmal wieder vielen Dank für euer immer offenes Ohr
und bis bald
Easy