Einige rheumatische Erkrankungen können sich sehr wohl auf Sehnen- und Sehnenansätze legen. Der Tennisarm ist dabei (zumindest wenn man ihn nur für sich allen besieht) schon vorhanden und zwar mit all seinen Auswirkungen (weiß wovon ich spreche bin auch schon mehrfach am linken Ellenbogen operiert worden). Erst wenn weitere Symtome hinzukommen (und der Arzt hiervon auch in Kenntnis gesetzt wird) bzw. die Behandlung sich als besonders resistent herausstellt kann es sein, dass einige Ärzte hier weitersuchen (und dann auch fündig werden). Leider ist das heutige Gesundheitssystem eher drauf hinaus, teuere Behandlungskosten zu zahlen, als eine sinnvolle Vorsorge zu betreiben. Sicherlich finde ich es auch vermessen, bei jedem Weh-Wehchen gleich ein umfassendes screening durchzuführen, aber gerade für uns Rheumatiker wäre soetwas mehr als sinnig, zumal durch eine frühe Diagnose auch eine frühe Behandlung erfolgen kann, die dann z.B. die Arbeitsfähigkeit wesentlich verlängern kann und Langzeitschäden vermeidet.
Auch gibt es Ärzte (sind halt auch Menschen), die Probleme haben über den Tellerrand hinaus zu blicken. Sie sehen jede Erkrankung nur für sich: der Patient hat was am Arm, im Rücken und an den Knien - das aber alle Erkrankungen auch mal eine gemeinsame Ursache haben, scheint heute fast ausgeschlossen zu sein - so wurde ich über 20 Jahren während rezid. Tennisellenbogen (bds.), rezidiv. Kiefergelenksarthritiden, rezid. Lendenwirbelbeschwerden vor allem Nachts) und Sehnen- und Sehnenansatzentzündungen in den Sprunggelenken behandelt (wohlgemerkt bis auf die Kiefergelenkssache bei einem Arzt), aber auf die Iddee mal einz und einz zusammen zu zählen, ist der leider nicht gekommen....