Hallo liebe Leute. Nachdem ich schon längere Zeit die Beiträge im Forum gelesen habe, habe ich jetzt meinen Mut zusammen genommen und mich angemeldet.
Vor einer Woche hat sich der Verdacht auf rheumatoide Arthritis bestätigt. In meinem Kopf sträubt sich alles gegen diese Diagnose, nach dem Motto: Das kann doch nicht sein.
Ich habe inzwischen viel über diese Erkrankung gelesen und mich erschreckt am meisten, dass sie bisher nicht heilbar ist. Das hat so etwas Auswegloses. Es beschleicht einen die Angst, dass die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen könnte, dass man nicht auf die Medikamente anspricht, zum körperlichen Wrack wird und und und.
Ich bin 48 Jahre alt und körperlich sehr fit. Ich bin schlank, achte auf gesunde Ernährung und bin ganz gut durchtrainiert.
Die ersten kurzen Beschwerden traten im Sommer 2007 auf. Da hatte ich eine leichte Schwellung und Rötung am linken Fußknöchel. Leichte Schmerzen nur bei seitlicher Drehung. Da kein Grund dafür erkennbar war, äußerte meine Orthopädin, dass man eine rheumatische Erkrankung in Erwägung ziehen müsste. Ich sollte aber erstmal zum MRT. Als ich schon einen Termin hatte, waren die Beschwerden weg.
Im September 2007 bekam ich plötzlich starke Schmerzen im linken Schultergelenk, so dass ich meinen Arm nicht bewegen konnte. Mit Kühlung war es am nächsten Tag deutlich besser und am übernächsten Tag weg.
Anfang November 2007 bekam ich Schmerzen im re. Fuß und an den Knie-Außenseiten, was besonders beim Runtergehen von Treppen schmerzte. Der Fuß war auch leicht geschwollen, was zwar nicht sichtbar, aber im Schuh merkbar war. Der war nämlich plötzlich enger.
Danach traten wandernde Gelenkschmerzen ohne Entzündungszeichen auf. Erst re. Handgelenk, dann li. Handgelenk, li. Schulter, re. Schulter. Es schmerzte immer nur ein Gelenk und die Beschwerden waren nach 24 Stunden wieder weg. Was aus dem Rahmen fiel (weil kein Gelenk betroffen war) waren Schmerzen unterhalb des re. Knie´s links vom Schienbein und eine Schwellung auf dem re. Handrücken mit Druckschmerz. Aber auch dies war nach kurzer Zeit wieder weg. Wie gesagt, diese Beschwerden traten nacheinander auf. Kontinuierlich blieben nur der Fuß und die Knie.
Eine Blutuntersuchung ergab einen Rheumafaktor von 287 IE und AK gegen citullinierte AG (ich glaube die Abkürzung lautet CCP) von 332 U/ml. In der Rheumatologie der Charite´Berlin wurde die Diagnose „Verdacht auf rheumatoide Arthritis“ gestellt. Ich musste dann immer in die Früharthritis-Sprechstunde zur Überprüfung der Symptome und zur Sicherung der Diagnose. Die Blutuntersuchung ergab keinen erhöhten Entzündungswert.
Die Beschwerden des Fußes und der Knie sind inzwischen verschwunden. Dafür bekam ich vor ca. 1 ½ Wochen Probleme mit den Finger- und Handgelenken und den Ellenbeugen. Zum ersten Mal waren für den Arzt eindeutige Entzündungszeichen erkennbar. Der Knöchel des re. Handgelenks war leicht geschwollen und einzelne Fingergelenke. Damit hatte sich für ihn der Verdacht bestätigt. Ich muss jetzt in die „normale“ Rheumasprechstunde wechseln, wo ich dann auch die Basistherapie erhalte. Bisher habe ich nur täglich eine Tablette „Celebrex 200mg“ genommen. Das ist wohl so etwas Ähnliches wie Voltaren, nur magenfreundlicher.
Damit komme ich ganz gut über die Runden. Zurzeit habe ich nur leichte Beschwerden in den Finger- und Handgelenken, die mich aber im Alltag nicht einschränken.
Ich werde zwischen der Hoffnung, mit dem entsprechenden Medikament die frühzeitig erkannte und leichte Form der Erkrankung gut in den Griff zu bekommen und der Angst, dass sich die Beschwerden plötzlich stark verschlimmern könnten, hin- und hergerissen. In meinem Kopf herrscht ein ziemliches Durcheinander.
Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr mit meinen Ausführungen gelangweilt habe.
Ich erwarte auch nicht unbedingt Antworten. Es tat einfach gut, sich mal auszuheulen, obwohl ich im Vergleich zu vielen anderen von euch, gar keinen Grund zum heulen habe. Dafür geht es mir (noch) viel zu gut. Aber man muss das halt erstmal verdauen.
Vielen Dank für´s Zuhören!
Gruß Elke
Vor einer Woche hat sich der Verdacht auf rheumatoide Arthritis bestätigt. In meinem Kopf sträubt sich alles gegen diese Diagnose, nach dem Motto: Das kann doch nicht sein.
Ich habe inzwischen viel über diese Erkrankung gelesen und mich erschreckt am meisten, dass sie bisher nicht heilbar ist. Das hat so etwas Auswegloses. Es beschleicht einen die Angst, dass die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen könnte, dass man nicht auf die Medikamente anspricht, zum körperlichen Wrack wird und und und.
Ich bin 48 Jahre alt und körperlich sehr fit. Ich bin schlank, achte auf gesunde Ernährung und bin ganz gut durchtrainiert.
Die ersten kurzen Beschwerden traten im Sommer 2007 auf. Da hatte ich eine leichte Schwellung und Rötung am linken Fußknöchel. Leichte Schmerzen nur bei seitlicher Drehung. Da kein Grund dafür erkennbar war, äußerte meine Orthopädin, dass man eine rheumatische Erkrankung in Erwägung ziehen müsste. Ich sollte aber erstmal zum MRT. Als ich schon einen Termin hatte, waren die Beschwerden weg.
Im September 2007 bekam ich plötzlich starke Schmerzen im linken Schultergelenk, so dass ich meinen Arm nicht bewegen konnte. Mit Kühlung war es am nächsten Tag deutlich besser und am übernächsten Tag weg.
Anfang November 2007 bekam ich Schmerzen im re. Fuß und an den Knie-Außenseiten, was besonders beim Runtergehen von Treppen schmerzte. Der Fuß war auch leicht geschwollen, was zwar nicht sichtbar, aber im Schuh merkbar war. Der war nämlich plötzlich enger.
Danach traten wandernde Gelenkschmerzen ohne Entzündungszeichen auf. Erst re. Handgelenk, dann li. Handgelenk, li. Schulter, re. Schulter. Es schmerzte immer nur ein Gelenk und die Beschwerden waren nach 24 Stunden wieder weg. Was aus dem Rahmen fiel (weil kein Gelenk betroffen war) waren Schmerzen unterhalb des re. Knie´s links vom Schienbein und eine Schwellung auf dem re. Handrücken mit Druckschmerz. Aber auch dies war nach kurzer Zeit wieder weg. Wie gesagt, diese Beschwerden traten nacheinander auf. Kontinuierlich blieben nur der Fuß und die Knie.
Eine Blutuntersuchung ergab einen Rheumafaktor von 287 IE und AK gegen citullinierte AG (ich glaube die Abkürzung lautet CCP) von 332 U/ml. In der Rheumatologie der Charite´Berlin wurde die Diagnose „Verdacht auf rheumatoide Arthritis“ gestellt. Ich musste dann immer in die Früharthritis-Sprechstunde zur Überprüfung der Symptome und zur Sicherung der Diagnose. Die Blutuntersuchung ergab keinen erhöhten Entzündungswert.
Die Beschwerden des Fußes und der Knie sind inzwischen verschwunden. Dafür bekam ich vor ca. 1 ½ Wochen Probleme mit den Finger- und Handgelenken und den Ellenbeugen. Zum ersten Mal waren für den Arzt eindeutige Entzündungszeichen erkennbar. Der Knöchel des re. Handgelenks war leicht geschwollen und einzelne Fingergelenke. Damit hatte sich für ihn der Verdacht bestätigt. Ich muss jetzt in die „normale“ Rheumasprechstunde wechseln, wo ich dann auch die Basistherapie erhalte. Bisher habe ich nur täglich eine Tablette „Celebrex 200mg“ genommen. Das ist wohl so etwas Ähnliches wie Voltaren, nur magenfreundlicher.
Damit komme ich ganz gut über die Runden. Zurzeit habe ich nur leichte Beschwerden in den Finger- und Handgelenken, die mich aber im Alltag nicht einschränken.
Ich werde zwischen der Hoffnung, mit dem entsprechenden Medikament die frühzeitig erkannte und leichte Form der Erkrankung gut in den Griff zu bekommen und der Angst, dass sich die Beschwerden plötzlich stark verschlimmern könnten, hin- und hergerissen. In meinem Kopf herrscht ein ziemliches Durcheinander.
Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr mit meinen Ausführungen gelangweilt habe.
Ich erwarte auch nicht unbedingt Antworten. Es tat einfach gut, sich mal auszuheulen, obwohl ich im Vergleich zu vielen anderen von euch, gar keinen Grund zum heulen habe. Dafür geht es mir (noch) viel zu gut. Aber man muss das halt erstmal verdauen.
Vielen Dank für´s Zuhören!
Gruß Elke