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Hey.
Bei mir wurde mit ca. 14 Jahren, 2003, der Wegener diagnostiziert. Nun bin ich 21, habe seit Ewigkeiten keine Beschwerden mehr, nehme momentan durch eigenes Verschulden

keinerlei Medikamente und bin in der 39. Woche schwanger mit einem (laut Untersuchungen) gesunden Baby.
Die Diagnose kam bei mir damals ziemlich spät und mir ging es wirklich nicht gut. Hatte extrem angeschwollene Beine und Arme und des weiteren waren betroffen die Nieren (eine ist auch immernoch beeinträchtigt), Haut, Lunge, Magen und scheinbar alles was man so mitnehmen konnte. Trotz Krankenhausaufenthalt haben die Ärzte erstmal nicht gewusst, was genau los ist. Auch wurde mir dann gesagt, dass in meinem Alter kaum Vergleichswerte existieren. Doch seit der medikamentösen Einstellung ging es mir gleich von Tag zu Tag besser und auch die Umstellung vom cyclo auf das mtx machte keine Probleme. War regelmäßig zur Kontrolle, am Anfang monatlich, später nur noch einmal im halben Jahr. Die Medikamente wurden weniger und meine Werte immer besser.
Doch im jugendlichen Leichtsinn (ich möchte nicht wissen, was hätte passieren können) habe ich die Medikamente nach und nach vernachlässigt und irgendwann fast gar nicht mehr genommen. Unter den Umständen schwanger geworden zu sein war das sogar positiv, sonst hätte ich abtreiben müssen.
Da ich bis dahin keinem Arzt gesagt hatte (das schlechte Gewissen), dass ich kaum noch die Tabletten nehme musste ich dies allerdings vor ca. einem halben Jahr tun (wegen dem Baby) Und was war - meine Ärztin war sogar froh darüber. Meine Werte sind auch ohne die Medikamete weiterhin konstant relativ gut gewesen und unter der Schwangerschaft sogar noch viel besser geworden.
Natürlich kann man das nicht verallgemeinern und das kann bei jedem anders sein. Habe die alten Befunde nochmal gelesen und da steht "als schwerwiegend einzustufen" - hätte auch damals selbst niemals gedacht, dass es einmal so kommt wie es heute ist.
Weiß jetzt natürlich noch nicht, was nach der Schwangerschaft kommt und auch meine Ärztin meinte ich muss gut auf alle Signale achten, um einen möglichen Schub (bis jetzt hatte ich keinen einzigen seit der Diagnose) schnell zu erkennen. Ich möchte es auch weiterhin ohne die Medikamente versuchen und hoffe das es so weitergeht wie bisher. Durch die Ärztin, die mich momentan behandelt, fühle ich mich super unterstützt und sie hat mir mit den Worten "Wir können jederzeit gut eingreifen sobald etwas ist" Mut gemacht.
Also - klar ist es bei jedem anders - aber wie man sieht kann es auch mit dem Wegener super laufen

und vor allem sollte man sich nicht von vielen Dingen im Internet verrückt machen lassen (den Fehler habe ich anfangs begangen)