Spondylarthritis
Hallo Patty,
Ich habe gesicherte Diagnose Spondylarthritis seit September 2006 und war froh drüber, dass endlich, ein Name für meine Rückenschmerzen gabs. Ich bin Jahrelang vom Orthopäden zu Orthopäden gewandert, weil die Rückenschmerzen in LWS und ISG so heftig waren, dass ich meine Beine beim einsteigen ins Auto mit den Händen rein tun müsste. Habe meistens eine Betäubungsspritze in Rücken bekommen, Wärme- und Streck-Behandlungen, dann ging zeitlang richtig gut.
Und dann seit 2004 ging nichts mehr! Nach einem "Schub" von meine Freundin "Flotte Lisa" (ich habe meine Krankheit, die ich öffters als "was auch immer da habe" einen Namen vergeben, so gehts schneller) gingen Schmerzen überhaupt nicht mehr weg. Alle Befunde fielen als negativ aus, ausser den ANA. Deswegen nahmen mich Rheumatologen nicht zu Kenntniss. Dann aber 2006, als ich mich kaum noch bewegen könnte, hatte ich ein Platz in der Tagesklinik für innere Rheumatologie bekommen, und da wurde über Szintigrafie Entzündung und Ablagerung festgestellt.
Seit 2004 bin ich in LWS nicht mehr schmerzfrei, aber immerhin ist das mal mehr mal weniger. Morgensteifigkeit ist bei mir je halbe Stunde bis eine Stunde, wenn ich mich bewege wird es besser. Ich habe mit Arcoxia probiert. Sie hat mir sehr gut geholfen, hatte allerdings genau wie Diclo so eftige nebenwirkungen, dass ich es absetzen musste. Dann habe ich monatelang Celebrex genommen, ohne Schmerzmitteln ging da garnichts mehr. Jetzt bin ich bei Naproxen gelandet, und dazu Omeprazol als Magenschutz, vertrage es sehr gut. Habe aber festgestellt, dass ich mich an Naproxen schnell gewönnt habe, und bei dem Schüben reichen nicht mal 3 x 250mg am Tag aus.
Nur bei mir mit dem Bewegung ist so eine Sache: da ich Muskelschmerzen wärend der Bewegung bekomme (besonders schlimm bei langen Strecken zu Fuss, Treppen hoch und Treppen runter gehen und bei allgemein sich wiederholenden Bewegungen), muss ich immer abwegen, was dann momentan am schlimmsten ist Rückenschmerzen oder Muskelschmerzen. Mit Kniene und Schultern geht leider auch Berg ab.
Aber allgemein kann man sagen, mit gute medikamentöser Betreuung, Krankengymnastik und geregelten Tag kann man Spondylarthritis gut im Griff halten. Und! Diese Diagnose ist meistens seronegativ! Du brauchst aber trotzdem guten Rhemadok.
Ich wünsche dir alles Gute!
Judi