Liebe Community,
ich bin zum ersten Mal hier und wollte Euch um eine Einschätzung bitten. Vielleicht hat jemand einen ähnlichen Verlauf erlebt oder hätte einen Tipp, wie man vorgehen könnte?
Tatsächlich habe ich zwei sich widersprechende Rheumatologenberichte erhalten.
Ich bin 34, 195cm, 92kg, Nichtraucher, mäßig trainiert und habe (bis auf Kniescheiben-Athrose und einer LWS-Problematik, die durch Rückentraining gut im Griff ist) keinerlei Vorerkrankungen.
2015 und 2016 hatte ich sporadisch mal leichte Schmerzen am rechten Zeigefinger und Daumen beim Tragen eines Tellers, das hatte ich ignoriert bzw. mir nix dabei gedacht.
September 2017 dann wurden die Schmerzen an Zeigefinger und Daumen stärker, traten täglich und beidseitig auf. Der Hausarzt überwieß mich zu einem internistischen Rheumatologen, der Mitte Dezember eine seronegative chronische Polyarthritis diagnostizierte und eine Basistherapie mit MTX empfahl. Blutwerte (inkl. Rheumafaktor, Antikörper, etc.) sind alle im Normbereich. Das verschriebene MTX hatte ich noch nicht eingenommen. Über Weihnachten verschlechterten sich die Beschwerden, so schmerzten tagsüber mehrere Finger, Handgelenke und auch Zehen und (v.a. das rechte) Fußgelenk. Ibuprofen half etwas, aber nicht komplett.
In der 1. Januarwoche war ich bei einem zweiten internistischen Rheumatologen, der erneut Blutwerte bestimmte. Er meinte wörtlich, dass er die Diagnose nicht bestätigen kann, wegen fehlender Schwellungen, fehlender Morgensteiffigkeit, normalen Blutwerten und normalen Röntgenbefunden der Hände. Ich hätte Polyarthralgie unbekannter Genese, er würde mit MTX noch warten und die Diagnose ergibt sich im Verlauf. Vielleicht würde es sich auch normalisieren. Auf meine großen Bedenken, ein Zeitfenster zu verpassen, meinte er ich solle mir keine Sorgen machen („Vergessen Sie das MTX“). Er verschrieb ein Cortisonpräperat, welches ich seit 4 Tagen nehme. Insgesamt haben sich die Beschwerden etwas verändert. Es sind weniger Schmerzen in den Fingern, aber dafür Kribbeln in den Fingern, Mißempfindungen im Handrücken und in den Handgelenken sowie im Nacken zu spüren.
Der erste Rheumatologe hingegen betont, für ihn ist die Diagnose seronegative cP gesichert und ich solle umgehend mit MTX beginnen.
Ich bin ehrlich gesagt dadurch ziemlich verzweifelt und verunsichert. Noch vor wenigen Monaten sah ich mich körperlich und geistig völlig fit und jetzt habe ich möglicherweise eine unheilbare Autoimmunerkrankung. Auch widersprechen sich zwei Experten in ihrer Diagnose und Empfehlung. Vielleicht ist das vom Einen empfohlene Abwarten mit der MTX-Medikation ein großer Fehler?
Ich danke Euch sehr für jegliche Antworten, vielleicht hat bei jemandem eine seronegative cP ähnlich begonnen? Kennt Ihr besondere Experten speziell für die seronegative cP und (Früh-)Diagnostik (gerne auch per PN)?
Viele Grüße, Jim
ich bin zum ersten Mal hier und wollte Euch um eine Einschätzung bitten. Vielleicht hat jemand einen ähnlichen Verlauf erlebt oder hätte einen Tipp, wie man vorgehen könnte?
Tatsächlich habe ich zwei sich widersprechende Rheumatologenberichte erhalten.
Ich bin 34, 195cm, 92kg, Nichtraucher, mäßig trainiert und habe (bis auf Kniescheiben-Athrose und einer LWS-Problematik, die durch Rückentraining gut im Griff ist) keinerlei Vorerkrankungen.
2015 und 2016 hatte ich sporadisch mal leichte Schmerzen am rechten Zeigefinger und Daumen beim Tragen eines Tellers, das hatte ich ignoriert bzw. mir nix dabei gedacht.
September 2017 dann wurden die Schmerzen an Zeigefinger und Daumen stärker, traten täglich und beidseitig auf. Der Hausarzt überwieß mich zu einem internistischen Rheumatologen, der Mitte Dezember eine seronegative chronische Polyarthritis diagnostizierte und eine Basistherapie mit MTX empfahl. Blutwerte (inkl. Rheumafaktor, Antikörper, etc.) sind alle im Normbereich. Das verschriebene MTX hatte ich noch nicht eingenommen. Über Weihnachten verschlechterten sich die Beschwerden, so schmerzten tagsüber mehrere Finger, Handgelenke und auch Zehen und (v.a. das rechte) Fußgelenk. Ibuprofen half etwas, aber nicht komplett.
In der 1. Januarwoche war ich bei einem zweiten internistischen Rheumatologen, der erneut Blutwerte bestimmte. Er meinte wörtlich, dass er die Diagnose nicht bestätigen kann, wegen fehlender Schwellungen, fehlender Morgensteiffigkeit, normalen Blutwerten und normalen Röntgenbefunden der Hände. Ich hätte Polyarthralgie unbekannter Genese, er würde mit MTX noch warten und die Diagnose ergibt sich im Verlauf. Vielleicht würde es sich auch normalisieren. Auf meine großen Bedenken, ein Zeitfenster zu verpassen, meinte er ich solle mir keine Sorgen machen („Vergessen Sie das MTX“). Er verschrieb ein Cortisonpräperat, welches ich seit 4 Tagen nehme. Insgesamt haben sich die Beschwerden etwas verändert. Es sind weniger Schmerzen in den Fingern, aber dafür Kribbeln in den Fingern, Mißempfindungen im Handrücken und in den Handgelenken sowie im Nacken zu spüren.
Der erste Rheumatologe hingegen betont, für ihn ist die Diagnose seronegative cP gesichert und ich solle umgehend mit MTX beginnen.
Ich bin ehrlich gesagt dadurch ziemlich verzweifelt und verunsichert. Noch vor wenigen Monaten sah ich mich körperlich und geistig völlig fit und jetzt habe ich möglicherweise eine unheilbare Autoimmunerkrankung. Auch widersprechen sich zwei Experten in ihrer Diagnose und Empfehlung. Vielleicht ist das vom Einen empfohlene Abwarten mit der MTX-Medikation ein großer Fehler?
Ich danke Euch sehr für jegliche Antworten, vielleicht hat bei jemandem eine seronegative cP ähnlich begonnen? Kennt Ihr besondere Experten speziell für die seronegative cP und (Früh-)Diagnostik (gerne auch per PN)?
Viele Grüße, Jim