Hallo Flapsi,
kannste Dir mal durchlesen:
Umgang mit MTX (Spritzen von MTX)
Autor: BeBe
Datum: 17.02.02 19:27
Hallo!
Meine 6-jährige Tochter bekommt seit Januar MTX per Spritze. Aus diversen Gründen haben wir uns entschlossen,
selbst zu spritzen. Im Krankenhaus (zur Einstellung) gab es schöne kleine Spritzen.
Jetzt haben wir ziemlich dicke Teile mit angeblich der selben Wirkstoffmenge aber wesentlich mehr Flüssigkeit.
Das verursacht immer eine ziemlich dicke Beule. Ausserdem habe ich Probleme, da die Spritze sehr schwer gängig ist.
Meine Tochter bekommt "Lantarel" von der Firma WYETH (FS 10 mg, Lösung 1,34 ml).
Kann mir jemand sagen, ob es eventuell kleinere Spritzen mit der selben Wirkstoffmenge gibt. Oder ob man
eventuell den Wirkstoff selbst aufziehen kann. Bekommt Ihr auch immer Beulen?
Da meine Tochter noch nicht detailliert beschreiben kann, welcher Art Schmerzen sie beim Spritzen hat, würde
mich auch interessieren, wie Ihr das Spritzen (nicht den Einstich, sondern das Eindringen der Flüssigkeit in den
Körper und das spätere Verteilen) empfindet. Habt Ihr anschließend Probleme oder hat man die nur, wenn man
MTX oral einnimmt?
Danke BeBE
Autor: Fine (Erwachsenenbeitrag)
Datum: 17.02.02 23:26
hallo bebe,
habe jahrelang selbst Spritzen bekommen.
Kann dazu nur sagen, dass ich manchmal eine leichten Druck beim Eindringen der Flüssigkeit verspührt habe und
dass ich das Verteilen der Flüssigkeit überhaupt nicht vertragen habe.
Es wurde dann nur noch gespritzt und nicht mehr verteilt und dann ging es ganz prima ( keine blauen Flecken, keine
Übelkeit - nichts).
alles Gute für deine Tochter, fine
Autor: Maria (Erwachsenenbeitrag)
Datum: 18.02.02 07:59
Hallo bebe,
kriege seit 1 Jahr MTX vom Doc in den Po, Hersteller Medac 15 mg sind ca. 2ml, keine Probleme, ausser winzigen
blauen Fleckchen. Habe für 2 Monate oral versucht und Rheuma wurde viel schlimmer. Aber ein 6jähriges Kind mag
natürlich Spritzen sicherlich viel weniger als eine Tablette, oder? Ich hatte als Kind mit Spritzen grössere Probleme.
Alles Gute!
Autor: ddeMehlinger
Datum: 18.02.02 09:25
Hallo Bebe,
die Kliniken ziehen das Mittel selbst auf Spritze, Fertigspritzen in der Dosierung gibt es m.E. momentan nur von Wyeth.
Frag doch mal bei denen direkt nach, warum das so "Brummer" sein müssen. Wenn sich Kinder selbst spritzen, haben
die ja u.U. auch nicht die Möglichkeit, das dann selbst zu tun.
Tel. Wyeth, Münster: 0251-204-0, Fax 0251-204-1128
Gruss ALCO
Datum: 18.02.02 15:59
Hallo!
Meine Tochter Sophia ( 6 Jahre) bekommt seit Kurzem die MTX Spritzen auch von mir gespritzt.Sie bekommt 10 mg.
Ihre Arznei : Methotrexat 15 von medac PZN nr. 4316852. Die Flüssigkeit wird mit der Spritze aufgezogen ( nur ein Teil)
mit einer anderen Nadel wird dann gespritzt.Eine Beule gibt es natürlich auch. Sophia kann die Schmerzen auch nicht
beschreiben. Aber laut Arzt soll es ziemlich brennen.
Gruß Irene
Nachgefragt in Mailingliste Kinderrheuma.
Autor: Verena (Erwachsenenbeitrag)
Datum: 18.02.02 18:36
Hallo!
Ich spritze mir seit drei Wochen 3,3ml Mtx von Lantarel in eine Bauchfalte. Ich ziehe selber auf und zum Einstechen
nehme ich die feinsten "Diabetikernadeln" für s.c. (Apotheker wusste es am besten). Die Fertigspritzen sind vermutlich
auf Injektionen in den Muskel ausgelegt, habe einmal so eine gesehen.
Das Gefühl ist wirklich schwer zu beschreiben: Erst einmal bahnt sich da ja Flüssigkeit ihren Weg, die da nicht sein
soll. Unter der Haut sind ja keine luftigen Reserveräume, wo es einfach reintröpfelt, deshalb gibt es eine Beule (ich habe
eine große, sieht gefährlich aus). Es gibt schon ein minimales Brennen, aber wirklich gering, bei mir jedenfalls.
Beschwerden habe ich sonst keine: nicht druckempfindlich, keinen blauen Fleck. Nur gerötet ist es, aber das kommt
auch vom Zusammenkneifen der Bauchfalte beim Spritzen. Danach verteile ich das Mittel mit kreisenden Bewegungen
im Bauchfett, da ist die Beule schnell wieder weg.
Am unangenhmsten finde ich selbst das Gefühl wie sich die Flüssigkeit durchs Unterhautfettgewebe arbeitet.
Um das Nachzuempfinden, könntest du dir selbst einmal eine identische Menge wie deine Tochter sie bekommt an
aqua dest. oder Kochsalzlösung s.c. spritzen. Dein Hausarzt, der deiner Tochter oder der Apotheker können dir mit
den Utensilien sicher weiterhelfen.
Viele Dinge in der Medizin beruhen bekanntlich auf (Selbst-)Erfahrung.
In diesem Sinne, Gruß, VERENA
Datum: 18.02.02 19:03
Hallo!
Ich spritze meiner Tochter Saskia auch seit November MTX subkutan. Wir haben kleine Insulinspritzen, mit einer
großen Nadel um das MTX (von Hexal) aus einer 25mg Ampulle zu entnehmen. Danach wechseln wir auf eine ganz
kleine Nadel. Wir halten eine Falte beim Spritzen und Beulen haben wir noch nie gehabt. Unsere Tochter bekommt
12.5 mg MTX. Das ist bei der Insulinspritze eine Menge von 0.5 ml.
Viele liebe Grüße Kerstin
Nachgefragt in Mailingliste Kinderrheuma
Autor: Frank (Erwachsenenbeitrag)
Datum: 18.02.02 20:48
Hallo!
Seit etwa 3 Monate spritze mir das MTX 7,5mg als Fertigspritze subkutan (Bauchfalte) selbst.Ich nehme eine feine
Diabetiker-nadel u.spritz das MTX ganz langsam ein(wichtig).Eine Beule gabs bei mir noch nie höchstens mal leichtes
Brennen. Die Apotheken kennen sich gut aus, auch meine Erfahrung. Sicher kann man das Mittel auch selber mit der
Spritze aufziehen, gener. sollte bei jedem Spritzen immer eine neue Spritze+Nadel genommen werden.
Gruß Frank
Datum: 18.02.02 21:39
Wir handhaben das folgenderweise:
Wir benützen Insulinspritzen (Einteilung 40 Einheiten) mit den dazugehörigen , feinen, kurzen Nadeln. Das MTX ist
bei uns als 25 mg MTX/1 ml-Stechampulle (und heisst "Methotrexat *Lederle* 25 mg- Stechampulle" der Fima
Wyeth-Lederle Pharma GmbH., Wien)
Melanie bekommt 10 mg, es werden dementsprechen 16 Einheiten aufgezogen. Es gibt aber auch 1 ml- Einwegspritzen,
dann werden 0,4 ml aufgezogen.
Wenn Melanie die Spritze bekommt, klagt sie immer, dass es brennt. Möglicherweise aber ist es der Alkohol, der brennt.
Beulen bekommt sie keine (ist ja auch nicht so viel Flüssigkeit), gelegentlich klagt sie am nächsten Tag über
Bauchschmerzen, aber zum Glück sehr selten.
So das war es von mir. Ich hoffe, das hilft weiter, ich weiß ja nicht, ob es die 25 mg/1 ml Stechampullen auch in
Deutschland gibt.
Liebe Grüße, Ines
Nachgefragt in Mailingliste Kinderrheuma
Datum: 18.02.02 21:42
Hallo Listies,
wohin spritzt Ihr das MTX? Unsere Tochter (5 Jahre) läßt sich unter keinen Umständen in den Bauch spritzen,
sondern vom Kinderarzt in den Oberarm (übrigens ohne Beulen oder blaue Flecken zu hinterlassen). Da sie sich nur
ohne Probleme spritzen läßt, wenn ich sie auf meinen Schoß nehme und ablenke (z.B. vorlese), soll in Zukunft
mein Mann spritzen.
Er ist auch gerne dazu bereit, weil er als Sanitäter bei der Bundeswehr Spritzen gelernt hat, aber er meint, im Arm
wäre das zu risikoreich. Unser Kinderarzt war sowieso etwas skeptisch, als ich ihm eröffnete, daß wir selber
spritzen möchten.
Deswegen wäre ich froh, wenn mir ein Elternteil bestätigen könnte, daß er auch in den Arm spritzt. Dann hätte ich
nur den Widerstand meines Mannes zu knacken.
Gruß Gudrun
Datum: 19.02.02 11:13
Hallo Gudrun,
wir spritzen in den Oberschenkel, wie ich es in GAP "beigebracht" bekommen habe.
Liebe Grüße, Ines
Nachgefragt in Mailingliste Kinderrheuma
Datum: 19.02.02 11:38
Hallo,
nachdem meine Tochter die Spritzen wegen der Schmerzen schon verweigern wollte, hat eine sehr sehr liebe und
geduldige Arzthelferin in der Praxis unseres Doc das Spritzen übernommen. Sie spitzt EXTREM langsam, läßt sich
bis zu 15 Minuten Zeit (!). Ergebniss: die Spitzen schmerzen kein bißchen mehr. Beulen hat meine Tochter nie
bekommen! Das Brennen entsteht nur, wenn die Flüssigkeit sich nicht im Gewebe verteilen kann, weil zu schnell
gespritzt wird!
Übelkeit nach der Spritze massiv!
Nach den Tabletten war es aber noch viel schlimmer.
Versucht einfach mal, extrem langsam zu spritzen. Ihr werdet sehen, es bringt enorm viel.
Liebe Grüße, Doris
Da meine Tochter noch nicht detailliert beschreiben kann, welcher Art Schmerzen sie beim Spritzen hat, würde mich
auch interessieren, wie Ihr das Spritzen (nicht den Einstich, sondern das Eindringen der Flüssigkeit in den Körper und
das spätere Verteilen) empfindet. Habt Ihr anschließend Probleme oder hat man die nur, wenn man MTX oral einnimmt.
Datum: 19.02.02 11:41
Hallo,
ich spritze Anna seit Mai MTX selbst. Im Krankenhaus hatten sie auch diese dünnen Insulinspritzen, die bekommt
man in der Apotheke nicht. Aber die haben sich schlau gemacht. Wir nehmen Tuberkulinspritzen, die sind auch ganz
lang und dünn (1ml). Dann haben wir "MTX 25 Hexal Injekt", das sind 1 ml Ampullen mit 25 mg Wirkstoff MTX. Ich
ziehe 0.5 ml für eben Annas Dosis von 12,5 mg MTX auf. Man braucht also diese Ampulle, eine Tuberkulinspritze und
eine lange Kanüle zum Aufziehen und eine kleine Kanüle zum Spritzen. Das Spritzen selbst empfindet sie je
nach dem wie es mir gelingt von etwas bis gar nicht schmerzhaft, aber das Medikament in seiner Menge macht gar
nichts und Beulen gab´s noch nie.
Gruß Susanne
Datum: 20.02.02 11:09
Auch wir - resp. meine Frau - spritzen selbst. Wir verwenden das Lederle MTX in der 1 ml Ampulle, wovon 0,3 ml
= 7,5 mg mit einer Insulinspritze mit einer Nadel der Größe 18 in den Oberschenkel gespritzt werden. Probleme
gab es zeitweise mit der Kinderärztin, die uns eine billigeres Generika aufs Auge drücken wollte. Die Generikas
gibt es aber nicht in der hohen Konzentration wie das Lederle, was zur Folge hätte, daß eine größere Menge gespritzt
werden müßte. Die Garmischer haben es dann irgendwie geschafft, die Ärztin so zu impfen, daß dieses Thema
z.Z. kein Thema mehr ist.
Zeitweise macht Simone beim Samstäglichen Spritzen Zirkus, zeitweise nicht; manchmal spuckt sie, manchmal nicht.
Eine Logik oder Regelmäßigkeit ist aber leider nicht zu erkennen. Insgesamt glauben wir aber beobachten zu können,
daß das Gemecker von Simone über die Spritzerei in dem Maß zunimmt, in dem ihre Erinnerungen an die Schmerzen
bei Rheuma abnehmen.
Gruß Max