Hallo Mariha,
am Anfang war ich, wie viele andere, ziemlich verzweifelt und bin psychisch in ein Loch gefallen. Ich war immer recht aktiv und hatte große Angst davor, meine Pferde aufgeben zu müssen, außerdem war mir natürlich das MTX suspekt, denn ich war ja bis dahin immer recht gesund und brauchte gerade mal ab und zu eine Kopfschmerztablette. Und dann sollte ich so einen "Hammer" einwerfen

. Wie auch immer, eine Wahl hatte ich nicht und Gelenke waren auch schon zerstört und ein Fortschreiten musste verhindert werden -> habe mich mit MTX angefreundet, im wahrsten Sinne des Wortes

. Und das war gut so, denn bereits nach kurzer Zeit merkte ich, dass das Zeug bei mir super wirkt, was natürlich nicht selbstverständlich ist. Obwohl es mir langsam aber stetig immer besser ging, habe ich versucht so viel über die Krankheit zu lesen, wie möglich. Dabei stößt man eigentlich immer wieder auf neue Ansatzpunkte. In den letzten sieben Jahren habe ich mir aus einem Sammelsurium verschiedenster Informationen zu diesem Thema "meinen Weg" zusammengebastelt, wie ich die MTX-Therapie wirkungsvoll unterstützen kann, damit ich weniger von diesem Medikament brauche. Es gibt ein gutes Video, da behauptet ein amerikanischer Arzt, dass ca. 50 - 60% aller rheumatischen Erkrankungen durch eine Ernährungsumstellung zum Positiven beeinflusst werden könnten. Dr. Bruker z.B. (siehe sein Buch "Unsere Nahrung - unser Schicksal") vertrat da eine eine ähnliche Ansicht.
Ich meine, man kann davon halten, was man will....ich jedenfalls habe mir gedacht: "wie geil wäre das, wenn ich zu den 60 % gehören würde?" Da man das nur rausfinden kann, wenn man es ausprobiert, habe ich mich über Jahre da durchgearbeitet und tatsächlich immer wieder kleine Teilerfolge gehabt, im Zuge derer ich ganz langsam mit dem MTX runtergehen konnte. Joa, mehr steckt nicht dahinter. Mir ist bewusst, dass ich doppeltes Glück im Unglück gehabt habe, nämlich, dass bei mir MTX ganz toll wirkt und, dass meine Rheumaform offensichtlich auf Ernährungsumstellungen anspricht.
Schübe unter MTX hatte ich trotz allem auch immer wieder. Auch heute habe ich immer mal wieder Phasen, in denen es kriselt, aber die sind sehr selten und lassen sich schnell wieder unter Kontrolle bringen. Wenn man Schübe hat, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass dabei Gelenke zerstört werden. Wie bereits gesagt, in den sieben Jahren
ist bei mir nichts mehr dazugekommen, weshalb man davon ausgehen kann, dass das MTX gute Arbeit geleistet hat

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