Hallo Zusammen.
Seit einigen Wochen stoße ich durch meine "Symptomgooglerei" immer mal wieder auf diese Seite. Vor ein paar Tagen hab ich mich dann entschlossen mich hier anzumelden.
Zu meiner Person:
Ich bin fast 31 Jahre, arbeite als Stationsleitung in der Pflege und plage mich seit November letzten Jahres mit Schmerzen.
Es fing alles damit an, dass ich schmerzhafte Mittelgelenke in beiden Zeigefingern hatte. Druckschmerz, Bewegungsschmerz, keine Schwellung. Konnte zum Schluß nicht mal mehr schmerzfrei an die Zimmertüren unserer Bewohner klopfen und hatte, besonders morgens, doch tatsächlich leichte Probleme einen Kugelschreiber zu halten. Im Allgemeinen schweres Müdigkeits- und Abgeschlagenheitsgefühl. Ganz zu schweigen von den Ganzkörperschmerzen wie bei einer Grippe, nur nicht so schlimm (hatte im März letzten Jahres die Influenza, deshalb weiß ich wie sich das anfühlt). Also ab zum Arzt, zum Chirurgen da dieser bei uns im Haus ist, der muss ja schauen können woher diese Fingerschmerzen kommen. Er meinte da braucht er jetzt gar nicht schauen, das kann was rheumatisches sein, ich solle zu einem Facharzt. Termin ausgemacht, Ende März hab ich dann erst einen bekommen (im Dezember). Derweilen bin ich zu meinem Hausarzt (Anfang Januar), Laborwerte machen lassen. Dem nochmals meine Symptome geschildert. Darauf wurde alles im Blut untersucht was auf Rheuma hindeuten könnte. Keine Ergebnisse was den Rheumafaktor betrifft, mein Arzt meint dann kann es auch kein Rheuma sein. Vit B 12 Mangel und Folsäuremangel wurde festgestellt, dies könne auch diese bleierne Müdigkeit verursachen (10 wöchige Therapie mit i.m. Injektionen), CRP erhöht, ist bei mir immer so, schon seit Jahren, schwankt immer so zwischen 0,8 und 1,4. Arzt weiß nicht woher das kommt. Anti-Streptolysin-Titer erhöht, normal unter 200, bei mir 513, lt Arzt kann das auch Gelenkschmerzen verursachen.
Also habe ich mit einer Penicillin Therapie begonnen (Penicillin V 1,5 Mega, 3x3 Tabletten, 60 Stück) und siehe da, nach 5 Tagen war ich total beschwerdefrei. Ich hätte Bäume ausreißen können, war fit wie noch nie.
Ich war total erfreut.
Also habe ich meinen Termin beim Rheumatologen wieder abgesagt, denn wozu soll ich dahin wenn mir nix fehlt.
Mitte März kam dann laaangsam die Ernüchterung. Fing langsam wieder mit Müdikeit und Abgeschlagenheit an, kleinen Gelenkbeschwerden, dies wurde von Tag zu Tag schlimmer, Ganzkörperschmerzen wie wenn ich am Bau gearbeitet hätt, in Ruhe am Schlimmsten, bei Bewegung besser. Diesmal wars noch schlimmer als im November/Dezember/Januar. So hab ich wieder Labor machen lassen. Anti-Streptolysin-Titer immer noch bei 446, CRP bei 140, seither nehme ich Doxycyclin 100, die ersten 5 Tage 2x1, dann nur noch 1x1. Jetzt bin ich fast fertig mit diesen Dingern und Besserung ist noch nicht in Sicht. Seit einer Woche plagen mich LWS Schmerzen, zeitweiße Hüft-/Leistenschmerzen, in Ruhe habe ich im ganzen Körper Schmerzen, fühlt sich "durchfließend" an. Schmerzende Sprunggelenke, Schultern, manchmal die Handgelenke und/oder Finger, Zehen, Knie. Jeden Tag was anderes was ich für Gelenke merke. Zeitweiße so schlimm, dass ich 2-3 mal täglich 600mg Ibu nehmen muss. In der Arbeit sowieso, da würd ich es gar nicht aushalten ohne, besonders die LWS Schmerzen. Morgens wenn ich aufstehe, zumindest versuche, komm ich mir vor als hätte ich einen Stock im Rücken, bücken kaum möglich. Das legt sich aber nach 1 Std ca wieder. Nachts wache ich öfter auf wg Rückenschmerzen, auf dem Bauch liegen total unmöglich. Bei Bewegung sind die Schmerzen nicht so arg, erst wenn ich zur Ruhe komme, im Laufe des Tages melden sich nach und nach die verschiedensten Gelenke dazu. Aber erst so ab Mittag, den Höhepunkt erreichen die Schmerzen dann zum Abend hin. Unabhängig davon, ob ich arbeite oder frei habe.
Mittlerweile bereue ich, dass ich den Termin beim Facharzt wieder abgesagt habe. Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich nur von dem erhöhten Anti- Streptolysin-Titer kommt, oder ob ich eine chronische Rheumaerkrankung habe. Dass ich schon seit längeren Jahren immer morgens so ein Steifheitsgefühl habe und ständig erhöhte Entzündungswerte habe, weiß ich, aber Schmerzen hatte ich noch nie so, bis lezten Nov. Ist es ratsam, dass ich viell doch einen Rheumatologen aufsuche? Ich hab ja nicht Angst vor der Diagnosen, sondern eher davor, dass man nichts findet und ich wieder dastehe mit nichts. Denn sogar mein lieber Lebensgefährte belächelt mich nur und meint man könne sich ja Krankheiten auch anlesen
Mein Hausarzt weiß auch nix, müsse man warten wie es mir nach dem Penicillin gehe. Lt. HA evtl. LWS Syndrom, krieg mal wieder Massagen, die mir schon im Februar nicht geholfen haben, ganz im Gegenteil, danach hatte ich noch mehr Schmerzen. Im Februar hatte ich plötzlich einen roten, geschwollenen linken Daumen, sowie beide Handgelenke gerötet und schmerzend, mein HA dachte da an eine allergische Reaktion, hat mir eine Prednisolon 10 mg gegeben, am nächsten Tag wars wieder weg.
Im letzten Jahr im Mai hatte ich plötzlich Schmerzen im linken Knie, konnte nicht mehr auftreten oder das Knie durchstrecken, keine Schwellung oder Rötung. Chirurg konnte beim Röntgen nichts feststellen, meinte vielleicht eine Überbelastung des Außenbandes, eine Woche krank, danach wars wieder ok.
Das zu mir und meiner Krankheitsgeschichte, ist a bissl viel geworden. :vb_redface:
Vielleicht kann mir hier jemand Tipps und/oder Ratschläge erteilen, denn sonst hab ich keinen Menschen der mich und mein Leiden verstehen kann und will.
Vielen Dank im Voraus
Seit einigen Wochen stoße ich durch meine "Symptomgooglerei" immer mal wieder auf diese Seite. Vor ein paar Tagen hab ich mich dann entschlossen mich hier anzumelden.
Zu meiner Person:
Ich bin fast 31 Jahre, arbeite als Stationsleitung in der Pflege und plage mich seit November letzten Jahres mit Schmerzen.
Es fing alles damit an, dass ich schmerzhafte Mittelgelenke in beiden Zeigefingern hatte. Druckschmerz, Bewegungsschmerz, keine Schwellung. Konnte zum Schluß nicht mal mehr schmerzfrei an die Zimmertüren unserer Bewohner klopfen und hatte, besonders morgens, doch tatsächlich leichte Probleme einen Kugelschreiber zu halten. Im Allgemeinen schweres Müdigkeits- und Abgeschlagenheitsgefühl. Ganz zu schweigen von den Ganzkörperschmerzen wie bei einer Grippe, nur nicht so schlimm (hatte im März letzten Jahres die Influenza, deshalb weiß ich wie sich das anfühlt). Also ab zum Arzt, zum Chirurgen da dieser bei uns im Haus ist, der muss ja schauen können woher diese Fingerschmerzen kommen. Er meinte da braucht er jetzt gar nicht schauen, das kann was rheumatisches sein, ich solle zu einem Facharzt. Termin ausgemacht, Ende März hab ich dann erst einen bekommen (im Dezember). Derweilen bin ich zu meinem Hausarzt (Anfang Januar), Laborwerte machen lassen. Dem nochmals meine Symptome geschildert. Darauf wurde alles im Blut untersucht was auf Rheuma hindeuten könnte. Keine Ergebnisse was den Rheumafaktor betrifft, mein Arzt meint dann kann es auch kein Rheuma sein. Vit B 12 Mangel und Folsäuremangel wurde festgestellt, dies könne auch diese bleierne Müdigkeit verursachen (10 wöchige Therapie mit i.m. Injektionen), CRP erhöht, ist bei mir immer so, schon seit Jahren, schwankt immer so zwischen 0,8 und 1,4. Arzt weiß nicht woher das kommt. Anti-Streptolysin-Titer erhöht, normal unter 200, bei mir 513, lt Arzt kann das auch Gelenkschmerzen verursachen.
Also habe ich mit einer Penicillin Therapie begonnen (Penicillin V 1,5 Mega, 3x3 Tabletten, 60 Stück) und siehe da, nach 5 Tagen war ich total beschwerdefrei. Ich hätte Bäume ausreißen können, war fit wie noch nie.
Ich war total erfreut.Also habe ich meinen Termin beim Rheumatologen wieder abgesagt, denn wozu soll ich dahin wenn mir nix fehlt.
Mitte März kam dann laaangsam die Ernüchterung. Fing langsam wieder mit Müdikeit und Abgeschlagenheit an, kleinen Gelenkbeschwerden, dies wurde von Tag zu Tag schlimmer, Ganzkörperschmerzen wie wenn ich am Bau gearbeitet hätt, in Ruhe am Schlimmsten, bei Bewegung besser. Diesmal wars noch schlimmer als im November/Dezember/Januar. So hab ich wieder Labor machen lassen. Anti-Streptolysin-Titer immer noch bei 446, CRP bei 140, seither nehme ich Doxycyclin 100, die ersten 5 Tage 2x1, dann nur noch 1x1. Jetzt bin ich fast fertig mit diesen Dingern und Besserung ist noch nicht in Sicht. Seit einer Woche plagen mich LWS Schmerzen, zeitweiße Hüft-/Leistenschmerzen, in Ruhe habe ich im ganzen Körper Schmerzen, fühlt sich "durchfließend" an. Schmerzende Sprunggelenke, Schultern, manchmal die Handgelenke und/oder Finger, Zehen, Knie. Jeden Tag was anderes was ich für Gelenke merke. Zeitweiße so schlimm, dass ich 2-3 mal täglich 600mg Ibu nehmen muss. In der Arbeit sowieso, da würd ich es gar nicht aushalten ohne, besonders die LWS Schmerzen. Morgens wenn ich aufstehe, zumindest versuche, komm ich mir vor als hätte ich einen Stock im Rücken, bücken kaum möglich. Das legt sich aber nach 1 Std ca wieder. Nachts wache ich öfter auf wg Rückenschmerzen, auf dem Bauch liegen total unmöglich. Bei Bewegung sind die Schmerzen nicht so arg, erst wenn ich zur Ruhe komme, im Laufe des Tages melden sich nach und nach die verschiedensten Gelenke dazu. Aber erst so ab Mittag, den Höhepunkt erreichen die Schmerzen dann zum Abend hin. Unabhängig davon, ob ich arbeite oder frei habe.
Mittlerweile bereue ich, dass ich den Termin beim Facharzt wieder abgesagt habe. Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich nur von dem erhöhten Anti- Streptolysin-Titer kommt, oder ob ich eine chronische Rheumaerkrankung habe. Dass ich schon seit längeren Jahren immer morgens so ein Steifheitsgefühl habe und ständig erhöhte Entzündungswerte habe, weiß ich, aber Schmerzen hatte ich noch nie so, bis lezten Nov. Ist es ratsam, dass ich viell doch einen Rheumatologen aufsuche? Ich hab ja nicht Angst vor der Diagnosen, sondern eher davor, dass man nichts findet und ich wieder dastehe mit nichts. Denn sogar mein lieber Lebensgefährte belächelt mich nur und meint man könne sich ja Krankheiten auch anlesen
Im letzten Jahr im Mai hatte ich plötzlich Schmerzen im linken Knie, konnte nicht mehr auftreten oder das Knie durchstrecken, keine Schwellung oder Rötung. Chirurg konnte beim Röntgen nichts feststellen, meinte vielleicht eine Überbelastung des Außenbandes, eine Woche krank, danach wars wieder ok.Das zu mir und meiner Krankheitsgeschichte, ist a bissl viel geworden. :vb_redface:
Vielleicht kann mir hier jemand Tipps und/oder Ratschläge erteilen, denn sonst hab ich keinen Menschen der mich und mein Leiden verstehen kann und will.
Vielen Dank im Voraus