Tcm
Marie2 schrieb:
Schulmediziner, Heilpraktiker, TCM hallo zusammen!
ich hoffe, zu diesem thema hatten wir noch keine umfrage, ich hab jedenfalls nix gefunden.
vielleicht wär es ganz interessant, mal eine statistik zu haben,
wer was in anspruch genommen hat.
wär nett, wenn ihr euch beteiligen würdet !
lieben gruß marie
Hallo Marie,
bevor ich bei der Schulmedizin gelandet bin, habe ich erstmal alle möglichen sanften Heilmethoden versucht. Mein damaliger homöopathischer Hausarzt ("richtiger" Arzt, Psycholanalytiker und klassischer Homöopath!) hat die Segel gestrichen und gesagt, er käme nicht mehr weiter, man müsse energetisch an die Sache rangehen.
So kam ich zu einer Hausärztin, die Traditionelle Chinesische Medizin praktizierte (das tut sie immer noch, aber sie hat die kassenärztliche Niederlassung abgegeben, weil sie den Schwachsinn mit den Krankenkassen nicht mehr ertragen hat, jetzt praktiziert sie privat) - sie ist und war wunderbar! Und zwar mit Akupunktur und chinesischen Tees!
Dazu muss ich aber sagen, dass nicht alle, die TCM praktizieren, besondere Begabung für eine gute Teerezeptur haben - meine Ärztin offenbar sehr wohl!
Zusätzlich hat sie mir Chi-Gong-Übungen beigebracht, die mir irrsinnig gut tun (wenn ich sie dann auch regelmäßig mache ;( ) ich war mit ihr drei Wochen lang in China, an einer Chi-Gong-Klinik, wo diese Übungen gelehrt werden (und als medizinisches Chi-Gong angewendet werden) und wir täglich übten (und ich von einem wahren Meister traditionell chinesische Massagen bekam - ein Wunder!) und ich fühlte mich ein halbes Jahr lang noch gut (rheumatechnisch) - leider kann ich mir das nicht mehr leisten.
In diesem Chi-Gong liegt eine Kraft, die wahnsinnig gut tut! Ich wünschte, ich könnte das Üben in meinen Alltag integrieren - vielleicht eines Tages!
Ich war auch bei homöopathischen Heilpraktikern und bei einer Art Wunderheiler - und dazu möchte ich sagen, dass es irrsinnig große Unterschiede und keinen messbaren Standard gibt! Ich glaube von ganzem Herzen, dass es Menschen gibt, die zum Helfen (Heilen ist so ein großes Wort) berufen sind und intuitiv eine große Menge für kranke Menschen tun können. Ich habe solche Menschen getroffen!
Aber ich warne auch vor weit verbreiteter Scharlatanerie! Ich war mal an eine Heilpraktikerin geraten, die von allem ein bisschen gemacht hatte und nichts richtig beherrschte - ihre Akupunktur war eine Katastrophe (ich hatte ja einen guten Vergleich - ich bin nie wieder hingegangen), ihre Praxis hing voller Zertifikate über Schulungen (da werde ich jetzt immer stutzig!) und sie verschrieb sehr gerne was gerade modisch war (die berühmten Basen-Komplexe etc), uff.
Fazit: ja, ich glaube, dass die sogenannte alternative (uralte!) Medizin eine große Hilfe sein kann - ich warne gleichzeitig vor zu vielen Deppen die sich auf dem Markt zwischen wirklich guten Therapeuten tummeln. Ich würde raten, nur auf persönliche Empfehlungen hin zu Leuen zu gehen und genau hinzusehen.
Doch letztendlich habe ich persönlich vorübergehend die alternative Schiene auf Eis gelegt, weil ich erst einmal das Fortschreiten der Krankheit stoppen will (was ich damit nicht geschafft hatte) und ausserdem nicht täglich meinen kleinen Sohn anschreien möchte, weil ich nicht genügend therapiert bin und die Schmerzen meine Nerven blank legen. Nicht zuletzt ist es auch ein finanzielles Problem, ich kann es nicht mehr zahlen.
Was ich aber gelernt habe über Rheuma: Die Aggressivität dieser Krankheit kann man gar nicht überschätzen - deshalb habe ich mich entgegen meiner Einstellung der Schulmedizin anvertaut (und schon viel Mist erlebt, aber auch sehr engagierte junge Uni-Klinik-Ärzte).
Ich werde aber sicherlich wieder TCM in Anspruch nehmen, sobald ich eine halbwegs verlässliche konstante schulmedizinische Therapie gefunden habe und weiss, was eigentlich gerade wirkt. Und dann werde ich den Gifttopf wieder nach und nach abbauen - so zumindest der Plan. Wish me luck.
Ich wünsche es Euch!
Gruß,
Bea