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Schulmediziner, Heilpraktiker, TCM

Dieses Thema im Forum "Naturheilkunde und Komplementärmedizin / Alternati" wurde erstellt von Marie2, 22. Mai 2005.

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schulmediziner, heilpraktiker, trad. chines. medizin

  1. war bis jetzt nur beim schulmediziner

    82 Stimme(n)
    40,4%
  2. war bis jetzt nur beim heilpraktiker

    1 Stimme(n)
    0,5%
  3. war bei beiden

    99 Stimme(n)
    48,8%
  4. gehe zum schm. würde aber auch mal zum hp gehen

    38 Stimme(n)
    18,7%
  5. heilpraktiker kommt für mich nicht in frage

    20 Stimme(n)
    9,9%
  6. habe gute erfahrungen beim heilpraktiker gemacht

    37 Stimme(n)
    18,2%
  7. hatte weniger gute erfahrungen beim heilpraktiker

    39 Stimme(n)
    19,2%
  8. habe keine erfahrung mit trad. chinesischer medizin

    60 Stimme(n)
    29,6%
  9. habe gute erfahrung mit tcm

    35 Stimme(n)
    17,2%
  10. habe weniger gute erfahrung mit tcm

    18 Stimme(n)
    8,9%
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  1. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    Schulmediziner, Heilpraktiker, TCM hallo zusammen!

    ich hoffe, zu diesem thema hatten wir noch keine umfrage, ich hab jedenfalls nix gefunden.
    vielleicht wär es ganz interessant, mal eine statistik zu haben,
    wer was in anspruch genommen hat.

    wär nett, wenn ihr euch beteiligen würdet ! :)

    lieben gruß marie
     
  2. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, Marie!

    Da ich (bisher) ausschließlich bei Schulmedizinern bin und auch keine Erfahrung mit TCM habe, konnte ich "nur" 2 Kreuzchen machen.
    Viele Grüße von Ruth
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Marie,

    kenne beides und hab auch so abgestimmt. Mein Weg ging ja umgekehrt: Erst war ich beim Heilpraktiker und bei naturheilkundlich orientierten Ärzten, um mangels Erfolg bei den Schulmedizinern zu landen.

    Mein Rheuma wird schulmedizinisch behandelt, mein schmerzender Verwachsungsbauch aber per TCM, und zwar mit bestem Erfolg.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Morgen,

    also ich hatte -neben- der Schulmedizin einen Versuch mit Heilpraktikerin, die es mit TCM und Akupunktur bei mir versuchen wollte, weil ich zu kalt und zu feucht ( :confused: :D ) war/bin. Nach 4 Wochen wurde es irgendwie immer noch nicht besser, die Akupunktur hatten wir noch nicht einmal angefangen, weil es mir so schlecht ging und mich der Rheumatologe während des Schubes eindringlich vor Akupunktur gewarnt hatte. Nachdem ich also ca 200 EUR in Kräuterpresslinge und 150 EUR in das Erstgepräch gesteckt hatte und ich jedesmal beim Schlucken der Presslinge fast brechen musste (immerhin 6 Tabletten, 4 x am Tag ->bin eben total verseucht :D ) habe ich es sein lassen.

    Die Schulmedizin ist -langfristig gesehen- bei mir auch nicht erfolgreicher (bis auf Enbrel vielleicht), aber die Experimente zahlt wenigstens die Krankenkasse.

    Lieben Gruß Katharina
     
  5. Nina

    Nina early bird

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    In Südhessens häßlichstem Ort
    Eine Freundin hat in einer renomierten Schule in Frankfurt eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht. Was dort an Wissen vermittelt, bzw. nicht vermittelt wurde, ist haarsträubend.
    Deshalb kann ich nur warnen, mit einer so bedrohlichen Erkrankung wie RA etc. zum Heilpraktiker zu gehen.
    In meiner Selbsthilfegruppe haben sehr viele die Erfahrung gemacht, dass Heilpraktiker die Erkrankung überhaupt nicht ernst nehmen. Einigen wurde sogar empfohlen, die Basismedikamente abzusetzen, was ja völlig unveranwortlich ist. Mir ist sogar ein Todesfall bei einer Lupuspatientin bekannt, die auf Anraten ihres Heilpraktikers Basismedikamente und Cortison abgesetzt hat.
    Als ich erkrankte, dachte ich auch, dass ich meine Arthritis mit Teufelskralle und Brennessel o.Ä. in den Griff bekommen würde. Ein halbes Jahr habe ich es damit probiert und wertvolle Zeit verschenkt in der es schon zu ersten Erosionen kam.
    Meine Freundin ist auch der Meinung, dass ich mich damit nur vergifte und wir führen über dieses Thema ständig Streitgespräche. Sie behandelt allerdings erfolgreich Fibropatienten.
    Es liegt in der Verandwortung jedes Einzelnen, was er mit seiner Erkrankung macht. Schon meine Großmutter sagte: Böses muss man mit Bösem austreiben, vielleicht hatte sie ja recht.
    LG
    Nina
     
  6. shirana

    shirana Auf den Hund gekommen *g*

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    vor dem Wasser, hinter dem Wasser überall Wasser ;
    Guten Morgen zusammen,

    Ich habe einen Hausarzt, der einerseits als Schulmediziner tätig ist, anderseits als Hömöopath, bei einem Schmerztherapeuten, der Schulmediziner ( Algesiologe) und auch der TCM angeschlossen ist.

    Alles zusammen verträgt sich gut, alle Methoden lassen sich wirksam verbinden.
    Die SChulmedizin zusammen mit dem Wirkungskreis der nicht so alltlg. Medizin.

    Ich kann selber nur positiv davon reden, auch wenn nicht immer alles gut angeschlagen hat, die Schulme.genauso wie die TCM. Aber das liegt nicht an dem Arzt der dieses macht, sondern eher an meinem Körper.

    Wenn die Ärzte beides miteinander verbinden, so hab ich die Erfahrung gemacht, sehen diese Ärzte auch den Menschen als Ganzes und nicht nur die Erkrankung.
    LG Kiki
     
  7. Niagara

    Niagara Mitglied

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    Schulmedizin - Homöopathie

    Hi,
    ich habe das Sjögren-Syndrom. Als die Diagnose noch nicht völlig sicher war, war ich bei einem Homöopathen der auch als Schulmediziner arbeitet (oder umgekehrt).
    Na jedenfalls hab ich ihm gleich meine Laborergebnisse mitgebracht.
    Er sah mich an - auf ca. 3 Meter Entfernung - und meinte die Diagnose sei falsch. Meine Lymphdrüsen seien nicht geschwollen. Aber falls die Diagnose doch richtig sein sollte, könne er das vollständig heilen!
    Ich bekam ein paar homöopathische Pillen und ein von ihm selbst produziertes Spray (Kostenpunkt ca.50 Euro)
    Als ich nach 4 Wochen wieder kam, war er leicht gekränkt, weil ich ihm sagen mußte, dass sich nichts gebessert hat. Er meinte wohl mein Glaube an seine Heilmethoden sei nicht stark genug. Er empfahl mir deshalb eine Gesprächstherapie. Praktischerweise bei seiner Frau, die eine psychologische Praxis im selben Haus hat.

    Kurz und gut ich hab's nicht in Anspruch genommen. Ich fand das ganze ziemlich unverschämt. Schon alleine die Aussage, dass ER das heilen könnte, was andere Schulmedis nicht schaffen.[​IMG]

    Bin bei meinem Rheumadoc nun bestens aufgehoben.

    Mich würde interessieren, ob noch andere schlechte Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben.

    Viele Grüsse
    von Niagara [​IMG]

     
  8. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    ich habe schon Akupunktur gemacht und hatte damit teilweise Erfolg, zumindest eine leichte Verbesserung.

    Mit Heilpraktikern habe ich eher Probleme, weil ich den Eindruck habe, dass viele Heilpraktiker von Medizin nicht wirklich so viel Ahnung haben und ihre Mittelchen und Therapien einfach an einem ausprobieren nach dem Motto: wenn Sie daran glauben, dann hilft es auch.
    Bei manchen Leuten und bei manchen "Wehwehchen" funktioniert das sogar, aber wenn man was ernsteres hat, würde ich auch lieber zu einem Schulmediziner gehen. Fast alle Angebote der Heilpraktiker sind wissenschaftlich überhaupt nicht geprüft, d.h. ob sie helfen, darf dann jeder an sich selber ausprobieren (und an seinem Geldbeutel).
     
  9. ernstie

    ernstie Neues Mitglied

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    Auch ich...

    ... habe es vor einigen Jahrem, als die cP so langsam wieder aufflackerte mit der TCM versucht. Es war neu, gefragt und schien spektakuläre Erfolge zu bringen.

    Bei mir nicht, ich habe einen Haufen Geld dafür ausgegeben, habe mir extra aus einer Düsseldorfer Apotheke entsprechenden Tee nach Rezept mischen lassen und dieses Zeug dann in mich reingeschüttet, wobei ich schon sehr skeptisch war und mir der "Glaube" auch nicht wirklich kommen wollte.

    Nach der 13. Akupunktur-Sitzung habe ich völlig entnervt aufgegeben, ich hatte schon Angst vor dem Moment in dem die Nadel sticht. Es war zunächst auch nur von 8 Sitzungen die Rede, das hat sich dann schnell geändert. Ich habe den Chinesen (es waren echte ;-)) die letzten Behandlungen geschenkt.

    Nun liegt das alles schon einige Jahre zurück und da ich mit der Schulmediizin bis auf eine kurze Remissionsphase nicht weiter gekommen bin, überlege ich erneut, es eventuell mal wieder mit einem HP zu versuchen.

    Wenn ich genau überlege, wäre für mich wahrscheinlich mein Physiotherapeut, täglich 30 Minuten, ein "Allheilmittel", Ich giere regelrecht nach seiner Behandlung, endlich mal jemand der es versteht Blockaden und Verspannungen behutsam zu lösen. Leider kann ich ihn nur einmal die Woche in Anspruch nehmen, da das sonst den finanziellen Rahmen übersteigt. Mein HA (obwohl er ein Freund von uns ist) ist ein Knauser was Rezepte angeht und meint das würde sowieso nichts bringen und der Rheumadoc darf das angeblich nicht mehr verordnen. Dafür kann man jede Menge Rezepte über Corti und Schmermittel aufschreiben, daran verdient dann wenigstens der Apotheker auch noch was.

    Sicher schieben mich irgendwann der Ha und der Apotheker im Rollstuhl durch den Park......:rolleyes: Noch gehe ich halbtags ins Büro und kann mir meine Krankheit leisten.

    Christine
     
  10. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    hallo niagara,

    auch ich habe schlechte erfahrungen mit einem naturheilkundler gemacht.
    das erste was er gemacht hat war alles auf die pysische zu schieben, dann auf mein piercing und zum schluß hieß es wenn das alles nicht das richtige ist, dann müsse man die chemie dich ich nehme sofort absetzen.
    ich nahm zu dem zeitpunkt 15mg cortison, da meinte er ich solle nächsten morgen einfach garkein cortison mehr nehmen, ich war schockiert!
    weiß er nicht das ein rapides absetzen von cortison auch nieren in mitleidenschaft zieht?

    zum schluß war er der meinung, wenn ich nicht an sein vorgehen gut heißen würde bräuchte er mich auch nicht weiter behnadeln.
    und damit war meine erfahrung mit der nicht ganz allt. medizin beendet.

    lg bine
     
  11. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi zusammen!

    dankeschön erstmal, für eure postings und kreuzchen!

    die statistik lesen könnt ihr natürlich selber,

    aber ich möchte doch erwähnen, dass ich nicht vermutet

    hätte, dass von denjenigen die hier abgestimmt haben

    die mehrheit bei beiden richtungen war.
    (schulmediziner + heilpraktiker)


    lieben gruss an alle
    marie
     
  12. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Marie,

    deswegen sind diese Umfragen ja so interessant!!! ;) Hatte übrigens die Umfrage zu den Pflegeberufen auch in unserem Stoma-Forum gemacht, zumal dort viele an MC leiden. Das Ergebnis: Kaum einer dort war jemals in einem medizinischen oder Pflege-Beruf tätig - bei uns ist es immerhin knapp die Hälfte ...

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  13. campinosallo

    campinosallo wissbegierig

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    Hallo alle!

    Ich bin ja gerade "mitten drin" - gleichzeitig beim Schulmedi-Doc und beim Heilpraktiker. Letzterer ist vertrauenswürdig, wie ich finde, er hat nicht versucht, mir das MTX auszureden oder so. Mal sehen, ob Weirauch und Spenglersan helfen bzw. unterstützend wirken können.

    Letztes Jahr hat mir eine TCM-Hautärztin wegen rezidivierender Abszesse chinesische Tees verschrieben - schon das Auskochen dieser kleinen Aststückchen roch einfach un-be-schreib-lich :eek: ! Das Trinken des Suds konnte ich dann leider nicht länger als drei Tage ertragen. Zum Einen wegen des Geschmacks, zum Anderen hatte ich das Gefühl, mein Innerstes würde gegerbt werden (musste immer an "Das Parfum" denken) *schüttel* !

    Ich sach immer: Versuch macht kluch - Gute, breit gefächerte Info vorausgesetzt, kann man ja mal dies und das probieren - und es wieder sein lassen, wenn's nicht hilft oder besonders eklig schmeckt (in letzterem Fall hilft es mir jedenfalls garantiert nicht).

    Bedauerlich finde ich das Rumgezicke zwischen Schulmedi-Docs und HPs.

    Liebe Grüße von c.
     
  14. Cpt Nemo

    Cpt Nemo Neues Mitglied

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    Tcm


    Hallo Marie,

    bevor ich bei der Schulmedizin gelandet bin, habe ich erstmal alle möglichen sanften Heilmethoden versucht. Mein damaliger homöopathischer Hausarzt ("richtiger" Arzt, Psycholanalytiker und klassischer Homöopath!) hat die Segel gestrichen und gesagt, er käme nicht mehr weiter, man müsse energetisch an die Sache rangehen.

    So kam ich zu einer Hausärztin, die Traditionelle Chinesische Medizin praktizierte (das tut sie immer noch, aber sie hat die kassenärztliche Niederlassung abgegeben, weil sie den Schwachsinn mit den Krankenkassen nicht mehr ertragen hat, jetzt praktiziert sie privat) - sie ist und war wunderbar! Und zwar mit Akupunktur und chinesischen Tees!
    Dazu muss ich aber sagen, dass nicht alle, die TCM praktizieren, besondere Begabung für eine gute Teerezeptur haben - meine Ärztin offenbar sehr wohl!
    Zusätzlich hat sie mir Chi-Gong-Übungen beigebracht, die mir irrsinnig gut tun (wenn ich sie dann auch regelmäßig mache ;( ) ich war mit ihr drei Wochen lang in China, an einer Chi-Gong-Klinik, wo diese Übungen gelehrt werden (und als medizinisches Chi-Gong angewendet werden) und wir täglich übten (und ich von einem wahren Meister traditionell chinesische Massagen bekam - ein Wunder!) und ich fühlte mich ein halbes Jahr lang noch gut (rheumatechnisch) - leider kann ich mir das nicht mehr leisten.
    In diesem Chi-Gong liegt eine Kraft, die wahnsinnig gut tut! Ich wünschte, ich könnte das Üben in meinen Alltag integrieren - vielleicht eines Tages!

    Ich war auch bei homöopathischen Heilpraktikern und bei einer Art Wunderheiler - und dazu möchte ich sagen, dass es irrsinnig große Unterschiede und keinen messbaren Standard gibt! Ich glaube von ganzem Herzen, dass es Menschen gibt, die zum Helfen (Heilen ist so ein großes Wort) berufen sind und intuitiv eine große Menge für kranke Menschen tun können. Ich habe solche Menschen getroffen!

    Aber ich warne auch vor weit verbreiteter Scharlatanerie! Ich war mal an eine Heilpraktikerin geraten, die von allem ein bisschen gemacht hatte und nichts richtig beherrschte - ihre Akupunktur war eine Katastrophe (ich hatte ja einen guten Vergleich - ich bin nie wieder hingegangen), ihre Praxis hing voller Zertifikate über Schulungen (da werde ich jetzt immer stutzig!) und sie verschrieb sehr gerne was gerade modisch war (die berühmten Basen-Komplexe etc), uff.

    Fazit: ja, ich glaube, dass die sogenannte alternative (uralte!) Medizin eine große Hilfe sein kann - ich warne gleichzeitig vor zu vielen Deppen die sich auf dem Markt zwischen wirklich guten Therapeuten tummeln. Ich würde raten, nur auf persönliche Empfehlungen hin zu Leuen zu gehen und genau hinzusehen.

    Doch letztendlich habe ich persönlich vorübergehend die alternative Schiene auf Eis gelegt, weil ich erst einmal das Fortschreiten der Krankheit stoppen will (was ich damit nicht geschafft hatte) und ausserdem nicht täglich meinen kleinen Sohn anschreien möchte, weil ich nicht genügend therapiert bin und die Schmerzen meine Nerven blank legen. Nicht zuletzt ist es auch ein finanzielles Problem, ich kann es nicht mehr zahlen.

    Was ich aber gelernt habe über Rheuma: Die Aggressivität dieser Krankheit kann man gar nicht überschätzen - deshalb habe ich mich entgegen meiner Einstellung der Schulmedizin anvertaut (und schon viel Mist erlebt, aber auch sehr engagierte junge Uni-Klinik-Ärzte).

    Ich werde aber sicherlich wieder TCM in Anspruch nehmen, sobald ich eine halbwegs verlässliche konstante schulmedizinische Therapie gefunden habe und weiss, was eigentlich gerade wirkt. Und dann werde ich den Gifttopf wieder nach und nach abbauen - so zumindest der Plan. Wish me luck.

    Ich wünsche es Euch!
    Gruß,
    Bea
     
  15. Cpt Nemo

    Cpt Nemo Neues Mitglied

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    TCM - Chinesische Tees - Ekel

    Hallo campinosallo

    Ich bin ja ziemlich TCM-erfahren und kenne das Stinkproblem mit dem Auskochen und den Ekel beim Trinken, mir tat der Tee aber so gut, dass ich es trotzdem gemacht habe - spätestens als ich schwanger wurde war es damit aber vorbei, dann konnte ich die Gerüche nicht mal mehr in der Vorstellung ertragen (meine Ärztin sagte selbst gleich, dass hat keinen Sinn, gegen den Ekel etwas einzunehmen, also stopp) - aber auch da gibt es Abhilfe: es gibt ja Granulate! Auszüge, Extrakte aus ausgekochten Substanzen, pulverisiert. Wunderbare Erfindung! (Schmecken auch nicht nach Vanille, sind aber erträglich - kein Vergleich!) Die habe ich dann noch jahrelang genommen (und werde sie wohl auch wieder nehmen). Mit gutem Erfolg. Allerdings: ergänzend zur schulmedizinischen Therapie.

    Gruß,
    Bea

     
  16. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hallo Ihr alle! :)

    Nun möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit traditioneller chinesischer Medizin berichten.
    Ich hatte durch spezielle Umstände den Vorteil, fast gleichzeitig von zwei Heilpraktikern behandelt zu werden.

    Zur Akupunktur: ich hatte weder eine Nebenwirkungen noch eine Wirkung. Insgesamt zehn Sitzungen zur Schmerzbekämpfung waren erfolglos. Allerdings könne es sein, so der Experte, dass bei chronischen Schmerzen eine größere Anzahl an Sitzungen nötig wäre. Klingt logisch. Dies war allerdings mit meinem Geldbeutel nicht zu vereinbaren.
    Überhaupt finde ich es ziemlich teuer, für ein paar Nadelstiche mit kurzem Gespräch um die 35 Euro zu verlangen. Bei zehn Sitzungen entspricht das schon einer kleinen Reise. Ich hab schon überlegt, wäre es gesundheitlich möglich, selbst nach einer kleinen Schulung eine Praxis zu eröffnen. ;)

    Da ich mir vor kurzem ein kompaktes Buch über chinesische Medizin gekauft habe, kann ich die bestochenen Punkte bei mir jetzt sogar nachvollziehen. Das Buch gibt auch eine Anleitung zur Selbstbehandlung. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich schon mit dem Gedanken gespielt habe, mich selbst zu pieksen. Oder zumindest mit Akupressur etwas zu machen.

    Zur grundsätzlichen Behandlung von (auf lange Sicht natürlich mit Kräutern und Glauben heilbaren ;) ) rheumatischen Erkrankung und derer chinesischer Diagnose:
    Der eine war der Meinung, er könne auf meiner Zunge deutlich die Nebenwirkungen meiner Medikamente und meiner Krankheit erkennen (am besten reduzieren, dann ginge es mir besser). Ich glaubte ihm das mit dem Zungenbefund (trotz einiger Zweifel), denn schließlich spricht ja nichts dagegen, warum nicht gerade die Zunge das Abbild des Körpers darstellt -jedoch hat die Schulmedizin bei mir Vorrang, sprich kein Absetzen von Corti usw.
    Allerdings sagte mir Therapeut 2 dann plötzlich, er sei erstaunt, wie normal meine Zunge doch aussehe. Ich konnte mir natürlich kaum das grinsen verkneifen. :D

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Erfahrungen die ist, dass die Heilpraktiker mit ihrer Aura (echt unglaublich, das muss ich ihnen lassen!) und psychologischen Kommunikationtricks den Patienten in ihren Bann ziehen wollen. Sprich bei nicht chronischen Krankheiten kann ich mir durchaus vorstellen, dass mit Hilfe von Plazeboeffekt einiges mit Worten erreicht werden kann.
    Einiges kann sicherlich auch die Akupunktur erreichen. Denn nicht umsonst ist sie so ein großer Bestandteil der chinesischen Medizin. Der Akupunktur werde ich sicherlich weiter nachgehen. Doch leider sind bei uns Chronikern dafür etliche Sitzungen möglich und das wird teuer.

    Viele Grüße
    Marcel
     
  17. Cpt Nemo

    Cpt Nemo Neues Mitglied

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    Hallo Serafina,

    ich habe bei einer Berliner Ärztin, die TCM praktiziert und Qi Gong unterrichtet die in Nordostchina von einem Meister namens Liu weiterentwickelte Form "Das Innen nährende Qi Gong" (Nei Yang Gung) gelernt hat. Seine Tochter betreibt noch die von ihm unter Mao eingerichtete Qi Gong-Klinik und -Schule in Beidaihe, in der Provinz Hebei nordöstlich von Peking am gelben Meer, in der medizinisches Qi Gong in Kombination mit westlichen schulmedizinischen Methoden mit Erfolg (z.Bsp. Krebstherapie) angewandt wird.
    Ich war auch 2003 drei Wochen lang dort und habe von unserer Lehrerin und der Meisterin Liu Ya Fei und anderen Lehrer/innen dort diese Form (in der einfachen bewegten Stufe und in sogenannten stillen Übungen) vertieft gelernt.
    Es sind zwei mal sechs bewegte Übungen, die im Fluss hintereinander weg geübt werden.
    Die stillen Übungen werden im Liegen, Sitzen oder auch Stehen ausgeführt, beinhalten aber keine Bewegungen, sondern vor allem Atmung und innere Vorstellung und sind (chinesisch) medizinisch sehr wirksam.
    Ich habe von Frau Liu nach einem Anamnesegespräch und in vielen folgenden Sitzungen spezielle Übungen für meine Hände und Füsse bekommen, die mir sehr gut getan haben - aber frag mal, hier übe ich fast nicht mehr.
    Wenn es mir aber mal richtig schlecht geht übe ich, und es hilft, es harmonisiert Körper und Geist und lindert den Schmerz. Sofort.
    Wenn ich schlapp bin und eine anstrengende Woche oder Begegnung vor mir habe, übe ich, und es gibt mir Kraft und macht mich ruhig.

    Es gibt natürlich auch andere Qi Gong Formen - meist haben sie sehr schöne Namen, wie "... Tibeter" oder "8 Brokat" oder es sind Übungen zu Tieren, die deren Bewegungen und Verhalten widerspiegeln. Ich kenne sie nicht, habe sie nur teilweise bei anderen gesehen, aber es scheint mir, dass das Nei Yang Gong besonders harmonisch und besonders bewegt, im Fluss ist und ich liebe es. Allein zuzusehen ist ein Genuss (und hat bereits positive Wirkung).

    Vermutlich ist es egal, womit Du anfängst, denn es wird nicht gerade einfach sein an jeder Stelle in deutschland eine/n gute/n Lehrer/in zu finden, die gerade eine bestimmte Form unterrichten.

    Dann wirst Du sehen, ob es dir liegt. Ich habe früher Yoga gemacht, da bin ich nie auf einen grünen Zweig gekommen (und jetzt geht es nicht mehr) - aber bei Nei Yang Gong fühle ich mich zu Hause.

    Viel Spaß!
    Gruß, Bea


     
  18. Cpt Nemo

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    Hallo Marcel,

    klingt als hättest Du Pech gehabt.
    Ich will ja nicht unken, aber bei Heilpraktiker/innen gibt es eine Menge grauer Schafe. Warum versuchst Dus nicht mit einem Arzt, einer Ärztin, die sich ernsthaft auf diese Heilmethode umgestellt haben - nicht mit Zusatzausbildung (das führt dann zu dem Gefühl, pieksen kann ich mich auch selbst - übrigens hat die TK-Akupunktur-Studie ergeben, dass Plazebo-Pieksen auch eine gute Heilquote hatte - ein bisschen gemein, aber falsch pieksen ist immer noch besser als gar nicht pieksen - tja). oder frage, wo sie ihre Ausbildung gemacht haben, ob sie noch Kurse besuchen - meine Ärztin fährt regelmäßig nach China und lernt selber weiter. Sie hat TCM jahrelang in China studiert.
    Geh nicht zu irgendeinem! Schau Dir die Leute an!

    Gruß,
    Bea
     
  19. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hi Bea! :)

    Also ich glaube nicht einmal, dass ich bei einem schwarzen Schaf gelandeten bin. Beide hatten schon eine fundierte Ausbildung, darauf habe ich vorher geachtet. Auch China-Praktika, ständige Weiterschulungen etc.

    Doch ich glaube, dass bei uns Chronikern eine Langzeit-Therapie nötig wäre, die dann ggf. etwas Linderung mit sich brächte. Und diese Linderung würde pro Jahr (bei einer wöchentlichen Akupunktur) mindestens 2000 Euro kosten. Mit Kräutern usw. wahrscheinlich noch viel viel mehr.
    Und ich finde da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nicht. So schade wie es ist.
    Zudem ist entzündliches Rheuma als AutoImmunerkrankung für die meisten Naturmediziner ein Fremdbegriff. Viele denken nur an Abnutzung (Arthrose). Dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen, dass darauf geachtet wird, nicht das Immunsystem in seiner Komplexität zu stimulieren - außer man erwähnt es permanent. Sprich: auch Nebenwirkungen können auftreten. Selbst studierte Schulmediziner wissen das manchmal nicht. ;)

    Bei Wehwehchen unterstützt Akupunktur garantiert psychologisch die Selbstheilungskräfte des Körpers. ;)

    Wenn ich Zeit finde, werde ich mich wirklich mal über eine Eigenbehandlung durch Akupressur usw. genauer informieren.

    Liebe Grüße
    Marcel
     
  20. Cpt Nemo

    Cpt Nemo Neues Mitglied

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    an Serafina und Marcel

    Hallo Serafina und Marcel!

    "(eine Übung für/gegen viele Krankheiten) naja, da wurde ich dann etwas mißtrauisch und war auch etwas abgeschreckt von ihrer absoluten Überzeugung"

    In der Chinesischen Medizin werden keine Krankheiten behandelt, genauso wenig wie in der klassischen Homöopathie. Es wird der Mensch in seiner/ihrer Gesamtheit betrachtet und behandelt - in der TCM geht es ja um Qi, Lebensenergie, wenn der Fluss der Energieströme gestört ist, treten Krankheitssymptome auf. Die Symptome selber werden deshalb nicht unbedingt behandelt, sondern der gesamte Qi-Fluss des betroffenen Menschen muss wieder harminisiert, stimuliert, in Ordnung gebracht werden. Aus dieser Sicht ist es nicht verwunderlich, dass es eine Heilmethode für viele "Krankheiten" gibt, weil die von uns diagnostizierten Krankheitsbilder gar nicht auftauchen in der chinesischen Sichtweise des Körpers und der Seele, sie sind nicht wesentlich.
    Deshalb auch die Zungen- und die Pulsdiagnose - da werden ganz andere Dinge abgefragt als schulmedizinische Klassifizierungen.

    "zudem nehme ich z.Z.Teufelskralle"

    Das hat mir auch geholfen, aber ich nehme es nicht mehr, weil so viele Dinge durcheinander geschluckt mich verwirren - bei Teufelskralle habe ich erst gemerkt, wie sehr sie gelindert hat, als ich sie wegließ. ich finde sie, wenn man sie verträgt (Magen) als Ergänzung sehr hilfreich, weil man die schulmedizinischen Medikamente reduzieren kann.

    "wenn ich sie nicht nehme, gute Chancen der Verbesserung (da ich noch am Anfang stehe- und das reicht mir ehrlich gesagt schon), zu verschlampen"

    Ich bin im Herzen total gegen Schulmedizin und nehme dennoch alles was auf dem Markt ist. Diese anfängliiche Phase, in der die Rheumatologen mit Hämmer-Mitteln die Krankheit in ihre Schranken weisen wollen, habe ich nicht mitgemacht, habe mich verweigert - dann kam noch eine Schwangerschaft und Stillzeit dazu, da haben mich alle in Ruhe gelassen - aber innerhalb weniger Monate habe ich mein Handgelenk komplett ruiniert - es ist superschnell versteift. Wenn ich jetzt merke, dass etwas im Busch ist, oder körperliche Anstrengungen bevorstehen (Sachen schleppen oder so), erhöhe ich von mir aus die Dosis an Cortison oder Schmerzstillern/Entzündungshemmern, damit mir so was nicht mehr passiert. Anfangs habe ich die Aggressivität der RA irrsinnig unterschätzt. Es ist eine sehr persönliche Gratwanderung, Du musst ein/en für Dich stimmiges Gleichgewicht/Kompromiss finden.

    "Doch ich glaube, dass bei uns Chronikern eine Langzeit-Therapie nötig wäre, die dann ggf. etwas Linderung mit sich brächte"

    Diese Heilmittel sprechen bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich an - ich habe früher nie irgendwelche Medikamente genomen und springe auf sanfte Heilmethoden sehr gut an - ist auch eine Frage der Durchlässigkeit, oder inneren Offenheit, des körperlichen Empfindens und Umgangs mit sich selbst - und es ist auch immer ein Stückchen Spiritualität im Spiel, im guten Sinn, wenn es klappt, ein bisschen Vertrauen in das Spiel der Natur, in sich selbst, die eigene Intuition, was weiß ich...
    (Wenn die Therapeuten allerdings zu schnickschnackig werden, bin ich dankend rückwärts raus, das ist nicht mein Ding.)

    "Zudem ist entzündliches Rheuma als AutoImmunerkrankung für die meisten Naturmediziner ein Fremdbegriff. Viele denken nur an Abnutzung (Arthrose). Dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen, dass darauf geachtet wird, nicht das Immunsystem in seiner Komplexität zu stimulieren - außer man erwähnt es permanent"

    Das wundert mich ein bisschen jetzt - denn, s.o., bei den alternativen Heilmethoden geht es ja um die Sicht auf den gesamten Menschen - und was macht meine TCM-Ärztin anderes, als mich mit Tees und Akupunktur zu stärken - chinesisch heisst das dann das Qi stärken, z.B. die Nierenessenz, etc. - aber es ist in unsere Welt und Denkweise übersetzt eben genau eine Stärkung des Immunsystems, weil es eine Stärklung des gesamten Systems ist.
    Wenn Heilpraktiker oder homöopathisch angelernte Ärzte mit Kombinationsmitteln "gegen" bestimmte Krankheiten ankommen, werde ich immer misstrauisch, daran glaube ich nur bedingt (es gibt akute Sachen die man mit akuten Mitteln behandeln kann, eine Schwellung nach einem Sturz oder so - aber darum geht es bei uns ja nicht).

    Uff, genug für heute - Euch herzliche Grüße und viel Mut!
    Bea