Schmerzverstärkungssyndrom
Moin
die Diagnose Schmerzverstärkungssyndrom bei Kindern ist leider gar nicht so selten. Auch im Verlauf einer rheumatischen Erkrankung kann es sein, dass
die eigentliche Schmerzquelle gar nicht mehr da ist, aber das Schmerzgedächtnis trotzdem noch das Signal "Schmerz" weiterleitet.
Es kann aber auch sein, das nie eine eigentlich Quelle da war, trotzdem aber
im Gehirn die Dauermeldung "Schmerz" ankommt.
Auf alle Fälle ist eine Diagnose sehr schwierig und langwierig. Ganz wichtig ist
es, dass diese Kinder im Alltag klare Strukturen haben und der Schmerz nicht das
Bestimmende im Leben wird. Hilfreich können Sitzungen beim Schmerztherapeuten sein - hier gibt es sogar welche, die sich auf Kinder spezialisiert haben.
Es gibt leider keine klassischen Paramater im Blut etc., die eine schnelle
Diagnose des Schmerzverstärkungssyndroms möglich machen.
Auf alle Fälle ist wichtig, dass per Röntgen oder noch besser per Ultraschall durch einen erfahrenen Kinderrheumatologen ausgeschlossen wird, dass
vielleicht doch Ergüsse in Gelenken vorhanden sind, ohne das irgendwelche
Entzündungswerte im Blut bzw. äußere Anzeichen da sind. So eine Form hat
unsere Tochter - äußerlich sieht man an den Gelenken gar nichts, weder
dick noch heiss und auch absolut keine Entzündungsanzeichem im Blut -
aber trotzdem Ergüsse in den Gelenken. Sie hatte übrigens auch mal die
Diagnose Schmerzverstärkungssyndrom gestellt bekommen, womit ich mich
dann aber nicht zufriedengegeben habe
Liebe Grüße Nixe