@hallo an alle interessierten
das valoron ist das ursprungsmedikament und von daher teurer als das tilidin.
wird es nicht explizit angekreuzt beim doc(aut idem) - nur solches-
dann bekommt ihr automatisch ein preiswerteres medikament ausgehändigt.
dann entscheidet noch der vertrag deiner kk mit den apotheken (rabattvertrag), was letztendlich abgegeben werden darf.
alles verstanden?
zum suchtpotenzial
prinzipiell, das wird auch über die schmerzliga und die who so vertreten, ist das suchtpotenzial bei tropfen weit aus höher als bei tabletten. wobei hier immer die retardvariante vorzuziehen ist.
tropfen haben ein schnelles wirkprinzip. d.h. die anflutung zur schmerzlinderung geht sehr schnell, deswegen haben einige probleme damit.(wirkzeit ca.ca 10-15 min.) aber: genauso schnell stürzt die wirkung auch wieder ab. d.h. daraus entsteht über das gehirn, der wunsch nach mehr medikament (suchtpotenzial) und aus ursprünglich wenigen tropfen werden schnell mehr. schmerzärzte stehen deshalb den tropfen äusserst skeptisch gegenüber in der wirksamen schmerztherapie chronischer schmerzen.
retardierte präperate (valoron, tramal, tilidin....) haben den effekt, über 8-12 stunden wirkstoffgleich das medikanet abzugeben, so dass ein an- und abfluten nicht möglich ist. dann nimmt man eine neue tablette.hier ist die suchtgefahr äusserst gering. welche schmerzen letztendlich gelindert werden, ist äusserst unterschiedlich. von daher bekommt oftmals noch ein 2.oder 3.medikament dazu (wie z.bsp. gabapentin/lyrica und oder amitriptilyn) dies sind medikamente aus anderen einsatzbereichen, haben sich aber in der schmerztherapie absolut bewährt.
prinzipiell sollte eine verordnung solcher medikamente nach möglichkeit dann auch beim spezialisten bleiben (schmerzdoc, rheumadoc...) um die überwachung der einnahme zu garantieren.
...Um einer missbräuchlichen intravenösen Anwendung als Rauschmittel vorzubeugen, ist Tilidin in Fertigarzneimitteln meist in fixer Kombination mit dem Arzneistoff Naloxon enthalten...
soll heissen-für die, die sich dies iv verabreicht haben, wird die wirkung des valoron durch das naloxon ausgehebelt. von daher ist es auch nicht ratsam, suchtgefährdeten, die bereits opiodabhängig waren, später mit valoron und andere opiate zu behandeln.
ich hoffe das hilft euch ein wenig. lg sauri
