Hallo Horeia,
Deine Symptome kenne ich auch leider zu Genüge.
Mittlerweile ist es das dritte Jahr, dass ich nur auf dem Rücken schlafen kann. Deutliche Linderung brachte mir in Sendenhorst die Behandlung mit der Kaltluft und Kältekammer. Danach war ich erstmals für wenige Minuten absolut schmerzfrei. Je öfter ich die Kälte nutzte, desto länger hielt die Schmerzfreiheit an.
Jetzt habe ich wieder starke Schmerzen. Die meinerseits hingezogenen Ärzte der Schmerzambulanz des Bochumer Uni-Krankenhauses "Bergmannsheil" gaben mir als zusätzliches Schmerzmedi Katadolon an die Hand, welches ich maximal 3 Tage 3 x 1 am Tag nehmen darf. Denn ich bin bereits mit dem Morphium so hoch dosiert, dass eine weitere Steigerung ambulant nicht mehr zu vertreten ist. Manchmal halfen mir auch zusätzlich 30 Tropfen Novalgin, sodass ich wenigstens ein-zwei Stündchen im Sessel weiter schlafen konnte. Aber Katadolon hilft mir so gut, dass ich in meinem Bett wieder ein- und durchschlafen kann. Hoffe es bleibt so, denn es belastet mich schon, zu wissen, nicht mehr viele Möglichkeiten zur Schmerzreduzierung zu haben. Weswegen ich auch sehr vorsichtig bin, erst vier mal Katadolon zusätzlich nahm, obwohl ich nie schmerzfrei bin.
Die Kosten für die Kältebehandlung in Sendenhorst werden leider nicht ambulant von der KK übernommen, dennoch stellte ich einen Antrag auf Übernahme der Kosten, mein Widerspruch auf die Ablehnung wird derzeit bearbeitet. Denn nicht nur ich habe ein großes Interesse daran, eine effektive Schmerzbehandlung ohne belastende Nebenwirkungen zu erhalten. Denn nur dann sind wir auch in der Lage, die so wichtige Physiotherapie vernünftig durchführen zu können.
Bei meinem letzten Aufenthalt diesen Sommer in Sendenhorst weigerte sich z. B. ein Physiotherapeut, mich zu massieren. Weil er mich schmerzbedingt nicht richtig berühren konnte. Er meinte, streicheln brächte nichts. Sobald ich wirksamere Schmerzmedis hätte, wäre er sofort bereit, die verordnete Behandlung auch durchzuführen. Es war schon hart, derart eingeschränkt zu sein.
Die Ärtze vermuten bezüglich der Schmerzen im linken Brustkorb, dass mir die Gelenke oder Sehnen an den Rippen solche Probleme bereiten. EKG, röntgen, MRT, 2 x Ganzkörperszinti wurden gemacht, ohne eine klare Diagnose stellen zu können.
Sicher diagnostiziert wurde bei mir allerdings erneut die Fibromyalgie, meine entzündlichen rheumatischen Beschwerden haben noch keinen Namen, werden als "unspezifische Polyarthritis" bezeichnet. Mit all den anderen Beschwerden aber scheint es auf eine PSA hinauszulaufen. Denn mein ISG ist ziemlich hinüber, dann hatte ich letzten Monat erstmals ein geschwollenes Gelenk: mein rechter Daumen, der gleich aussah wie ein fleischfarbenes, unförmiges Etwas, welches an meine Handinnenfläche angeklebt war. An den Ellenbogen habe ich wieder raue Hautstellen, die in keinster Weise zu beeinflussen sind, selbst nicht durch Cortison-Creme.
Hallo bullvista, hallo Towanda,
Eure Infos sind wirklich gut, weisen auch auf Möglichkeiten hin, die mir z. T. noch unbekannt waren. Ich werde mich da auch mal schlau machen, vielleicht gehören meine Beschwerden auch in die eine oder andere Richtung.
Ich wünsche alle beschwerdearme Stunden und Tage
Liebe Grüße
Erika
P. S.:
Hallo Horeia, wenn Du "Schmerzen unter dem Rippenbogen" in der Suchen-Funktion eingibst, erhältst Du noch mehr Informationen. Denn das Thema wurde hier schon öfter besprochen. Ich bin sicher, dass Du dann noch mehr Infos erhältst