Hallo NoraLisa,
ich denke, du solltest eine Basistherapie machen. Gerade wenn du an den Händen Probleme hast und nicht die richtige Behandlung bekommst, sind Schädigungen der kleinen Fingergelenke vorprogrammiert. Die fehlenden Rheuma- bzw. Entzündungswerte sagen nichts über die Erkrankung, da muss man vorsichtig sein.
Ich kann da von mir sprechen: Meine Blutwerte waren schon immer die besten, und meine Fingergelenke sind trotz Kortison geschädigt. Man hat immer auf die großen Gelenke geachtet und die Fingergelenke etwas vernachlässigt.
Was die Medikation betrifft: Ich habe jahrelang Kortison 5 mg (Anfangsdosis 20 mg) und Arcoxia 90 mg genommen, was mir soweit gut geholfen hat. Von Sulfasalazin bin ich krank geworden, den Versuch mussten wir wegen Unverträglichkeit abbrechen. Seit einem Schub letzten Herbst reicht das nicht mehr. Ich nehme nun Metex 15 mg Injektionen, Kortison 5 mg, Celebrex 100 mg (anstatt Arcoxia, welches mit MTX nicht zusammenpasst).
Zusätzlich hab ich Ergotherapie bekommen für die Hände, die würde ich dir dringend ans Herz legen, um Schäden vorzubeugen. Die Entzündung lässt nämlich die Gelenkinnenhaut anschwellen, damit werden die Gelenkkapseln ausgedehnt, welche sich aber nicht mehr zurückbilden können, wenn die Entzündung wieder weg ist. Da nun dann die Gelenke von den überdehnten Gelenkkapseln nicht mehr den nötigen Halt bekommen, verformen sie sich, und das tut genauso weh wie die Entzündungen.
Wenn bei dir Kortison gar nicht hilft, dann ist entweden die Dosierung zu niedrig oder es ist keine Entzündung da. Hattest du irgendwelche bildgebenden Untersuchungen, bei denen man eine Entzündung feststellen konnte?