Hallo,
ich bekomme RoActemra seit September letzten Jahres. Nach Versuchen mit MabThera, Orencia und Enbrel. Nebenwirkungen treten bei mir in Form von tagelanger Migraene (bin generell sehr anfällig dafür), Fliesschnupfen und Halsschmerzen auf. Außerdem war ich nach der Infusion immer sehr müde, so dass ueblicherweise mein Mann die 110 km zur Rheumapraxis gefahren ist.
Vor kurzem bin ich zur Rheumaambulanz einer Uniklinik gewechselt, da ich diese mit dem Zug erreichen kann. Im Gegensatz zur Rheumapraxis wird dort die Infusion erst nach aerztl. Voruntersuchung mittels Infusomat in einem Zeitraum von zwei Stunden verabreicht. Außerdem kommen die 800 mg in 1 Liter Kochsalzloesung anstatt, wie in der Rheumapraxis, in 250 ml, wo die Infusion auch nur 30 Minuten gelaufen ist.
Auf meine Nachfrage, warum es hier so lange dauert, wurde mir gesagt, dass die Infusion so wesentlich besser vertragen werde. Die erste Infusion läuft in der Klinik vier Stunden!
Da heute erst der dritte Tag nach der ersten Klinik-Infusion ist,kann ich nur sagen, dass die Migräne bisher ausgeblieben ist. Wenn es so bleibt, wäre das grandios.
RoActemra wirkt bei mir bedingt. Eine Verringerung der Dosis und ein Versuch, den Abstand der Infusionen von vier auf fünf Wochen zu verlängern, hat sich durch Verstärkung der Schmerzen bzw. einer nicht andauernden Wirkung gezeigt. Auch das Verringern von Cortison war bisher nicht möglich. Von den Aerzten der Uniklinik wurde mir jetzt wieder MTX 10mg als Tabletten verordnet. Diese Kombination soll eine schrittweise Verminderung von Cortison ermöglichen. Ich lass mich überraschen.
LG