@moni3
sternfieber fragte aber gezielt nach Kollagenosen, u.a. Sjögren

Bei Deiner Erkrankung, RA, ist Rituximab wohlerprobt und offiziell zugelassen.
@sternfieber
Ich kann von außen ein wenig darüber berichten; Rituximab ist bei Kollagenosen ein "off-label"-Medikament, das heißt, dass es für diese Erkrankungen nicht zugelassen ist und daher einen guten Grund braucht.
Der ist vermutlich bei Dir, sternenfieber, gegeben; beim Sjögren-Syndrom ist die offizielle Datenlage zwar widersprüchlich - es gibt verständlicherweise nur wenige Studien.
Die reale Erfahrung zeigt aber, dass bestimmte Manifestationen des Sjögren-Syndroms - z. B. vaskulitische Beteiligungen - gut auf Rituximab ansprechen (können). Das Gleiche gilt für myositische Beteiligungen, also Muskelentzündungen mit Muskelschwäche/-abbau - es wird ja auch zur Behandlung bei Poly- und Dermatomyositis, einer anderen Form der Kollagenosen, eingesetzt.
Die Verträglichkeit des Medikaments ist in den weitaus überwiegenden Fällen gut bis sehr gut, die Applikation elegant.
In der Regel erfolgen 2 Infusionen im Abstand von 2 Wochen und dann ist für lange Zeit keine weitere erforderlich.
(Bei einer bestimmten Vaskulitisform, den so genannten ANCA-assoziierten Vaskulitiden, die aber nicht zu den Kollagenosen gehört, wird alternativ ein Schema mit 4 Gaben in wöchentlichem Abstand und anderer Einzeldosis gegeben - das aber nur der Vollständigkeit halber)
Ich wünsche Dir viel Glück für die Therapie, es wird bestimmt gut gehen!
