Isabeau
Mitglied
@Aida2
Vielen Dank für den Link und den Anstoß, selber mal nachzuforschen ;-)
Ich habe mich gestern mal hingesetzt und nach Studien gesucht, die das Ganze präzisieren. Laut einer Studie aus Schweden von August 2022 treten Lungenembolien unter JAK-Hemmern bei RA-Patienten dreimal häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung (https://ard.bmj.com/content/early/2022/09/23/ard-2022-223050). Weil mir das noch immer nichts sagte, habe ich beim Ärzteblatt einen Artikel (allerdings von 2018) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung gefunden, wonach "die akute Lungenembolie (LAE) die dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung mit einer jährlichen Inzidenz von 100 bis 200 pro 100.000 Einwohner " ist. Das heißt also, die Häufigkeit liegt bei 1-2 auf 1000 Einwohner und steigt durch die JAK-Hemmer auf 3-6 pro 1000. Das ist nicht gerade wenig.
Die erstgenannte Studie gibt auch an, dass die Lungenembolien nicht durch Thrombosen anderswo im Körper auftreten, wie sonst, sondern einfach so. Das heißt, dass die für Gerinnselbildung üblichen Risikofaktoren bei der Einnahme von JAK-Hemmern nicht gelten. Die Autoren schreiben auch, dass es sich um eine unerwünschte Hauptwirkung handeln könnte, was dringend geklärt werden sollte.
Ich bin mir inzwischen sicher, dass ich da erstmnal die Finger von lasse!
Vielen Dank für den Link und den Anstoß, selber mal nachzuforschen ;-)
Ich habe mich gestern mal hingesetzt und nach Studien gesucht, die das Ganze präzisieren. Laut einer Studie aus Schweden von August 2022 treten Lungenembolien unter JAK-Hemmern bei RA-Patienten dreimal häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung (https://ard.bmj.com/content/early/2022/09/23/ard-2022-223050). Weil mir das noch immer nichts sagte, habe ich beim Ärzteblatt einen Artikel (allerdings von 2018) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung gefunden, wonach "die akute Lungenembolie (LAE) die dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung mit einer jährlichen Inzidenz von 100 bis 200 pro 100.000 Einwohner " ist. Das heißt also, die Häufigkeit liegt bei 1-2 auf 1000 Einwohner und steigt durch die JAK-Hemmer auf 3-6 pro 1000. Das ist nicht gerade wenig.
Die erstgenannte Studie gibt auch an, dass die Lungenembolien nicht durch Thrombosen anderswo im Körper auftreten, wie sonst, sondern einfach so. Das heißt, dass die für Gerinnselbildung üblichen Risikofaktoren bei der Einnahme von JAK-Hemmern nicht gelten. Die Autoren schreiben auch, dass es sich um eine unerwünschte Hauptwirkung handeln könnte, was dringend geklärt werden sollte.
Ich bin mir inzwischen sicher, dass ich da erstmnal die Finger von lasse!