Rheumalunge ?

skeeve

Neues Mitglied
Hallo, ich wollte mal fragen ob jemand schon mal was von einer rheumalunge gehört hat und mir ein paar informationen geben kann, bezüglich krankheitsverlauf behandlung ect.. die diagnose wurde durch eine lungenbiobsie gestellt und damit bestätigt. ich bin für jede info dankbar.
gruss SKEEVE (48 j.)
 
seronegative polyarthritis / lunge?

Hallo SKEEVE,


Es wird über den schweren Verlauf einer Lungenbeteiligung bei einer 41jährigen Patientin mit einer langjährigen primären Rezidivierenden Polychondritis berichtet. Die Patientin stellte sich mit einer akuten respiratorischen Insuffizienz vor, die eine endotracheale Intubation erforderlich machte. In der Bronchoskopie zeigt sich eine Trachealstenose mit drohendem Trachealkollaps sowie entzündliche Stenosen der großen und mittleren Atemwege mit dynamischem Atemwegskollaps. Wir beschreiben ein multimodales Therapiekonzept, bestehend aus einer immunsuppressiven Therapie, bronchoskopischer Implantation von endobronchialen Stents bei ausgedehnter entzündlicher Bronchusstenosierung und Bronchialkollaps sowie einer Tracheotomie. Zudem berichten wir erstmalig über die Effektivität einer oralen Cyclophosphamidtherapie bei einer pulmonalen Manifestation einer Rezidivierenden Polychondritis nach primärem oder sekundärem Versagen anderer Immunsuppressiva. Die Problematik schwerer respiratorischer Komplikationen bei Patienten mit Rezidivierender Polychondritis und die Notwendigkeit eines interdisziplinären Vorgehens wird diskutiert.

http://www.springerlink.com/content/pbx5wuwtgqhm3nfa/

Darum wurde eine Lungenbiobsie gemacht damit es abgeklärt wird
wie hoch die Vernarbung bei dir ist.

Biopsie

Entnahme von Gewebe zur feingeweblichen (mikroskopischen) Untersuchung. Auf diese Weise lassen sich manchmal sehr genaue Diagnosen stellen.

Arthritis heißt Gelenkentzündung. Polyarthritis ist die Entzündung vieler Gelenke. Bei einer Arthritis ist in erster Linie nicht der das Gelenk bildende Knochen und Knorpel, sondern die das Gelenk umhüllende Gelenkhaut entzündet. Die entzündete Gelenkhaut kann aber Knorpel und Knochen angreifen und zu einer Zerstörung der Gelenkoberfläche und des Knochens führen. Die Folge ist eine zunehmende Bewegungseinschränkung und Zerstörung des Gelenkes.

http://www.rheumanet.org/content/m4/k1/k11/index.aspxx#P

Die seronegative Polyarthritis verläuft oft schleichend und beginnt meist schon im Kleinkindalter. Neben Schmerzen treten Schwellungen und Bewegungseinschränkungen an den großen und kleinen Gelenken auf. Aufgrund des symmetrischen Befalls und der oft geringen Entzündungszeichen im Blut wird die Diagnose häufig relativ spät gestellt. Es kommt im Verlauf zu Gelenkfehlstellungen mit Muskelverkürzung und Verschmächtigung der Muskulatur, ohne dass heftige Gelenkschmerzen im Vordergrund stehen.
uvm... im Link

http://209.85.135.104/search?q=cach...lyarthritis&hl=de&ct=clnk&cd=3&gl=de&ie=UTF-8

Beim Rheumatologen wurde die Diagnose seronegative Polyarthritis festgestellt
wie in deinem anderen Beitrag?

Warum wurde die Lungenbiopsie gemacht?

Welche Medi nimmst du?

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

LG Gisi
 
Hallo Gibsi, danke erstmal für deine antwort. also die biobsie wurde gemacht, weil sich auf den röntgenbildern starke veränderungen der lunge festgestellt wurden und durch bereits zwei vorangegangenen bronchoskopien keine eindeutige diagnose gestellt werden konnte. an medikamenten nehme ich z.Z.
nur 60mg Kortison, da ein letztes ergebniss noch austeht, welches abklären soll, ob iich weiter MTX spritzen kann. aber wie ist allgemein die prognose bei diesem befund und was kann man noch machen?
gruss SKEEVE
 
Hallo Skeeve,

habe erst heute Deine Nachricht gelesen, da ich gerade aus dem Krankenhaus komme und Untersuchungen hinter mir habe, die mit dem von Dir angefragten Thema zusammenhängen. Auch ich habe eine sogenannte "Rheumalunge", also eine Lungenfibrose aufgrund von langjährigen rheumatischen Erkrankungen. Diese Diagnose ist ebenfalls gesichert durch eine Biopsie. Bei mir wurde die Diagnose vor 3 Jahren gestellt und jetzt beginnt der Marathon zur Listung für eine Spenderlunge, denn ich benötige demnächst eine neue Lunge.
Bei mir wurden damals für 2 Monate 100 mg Cortison gegeben und das MTX wurde sofort abgesetzt und durfte ich auch nicht mehr nehmen. Ich habe dann Enbrel, das nicht angeschlagen hat und dann Humira bekommen. Humira hat etwa 18 Monate geholfen, ich habe es wöchentlich gespritzt, wegen der Fibrose und nicht 14-tgl. wie fast alle anderen. Mittlerweile bekomme ich Rituximab (MabThera) und ich werde am 13. Febr. den 3. Zyklus davon bekommen. Mal sehen, wie es diesmal hilft. Gerade heute morgen habe ich einen tollen Schub in beide Hüften bekommen und kann kaum noch laufen, aber das wird schon wieder.

Wenn Du noch was wissen willst, kannst Du mir auch gern eine PN schicken.
.
 
Zurück
Oben