"Rheuma isteine unheilbare Autoimmunerkrankung". Das scheint einhellige Meinung zusein, die ich jedoch nicht akzeptierenkann.
Meine Theorie istfolgende:
Angeblich ist eseine relativ neue Erkenntnis, dass ein Zusammenhang zwischen Rheuma undOsteoporose besteht (Siehe auch den Aufsatz der Deutschen Rheuma-Liga:"Erst Rheuma, dann Osteoporose").
Was passiert beiOsteoporose?
Die Einflussfaktorensind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist die Demineralisierung derKnochensubstanz. Der Körper benötigt die Mineralien zur Pufferungüberschießender Säuren. Ein Großteil der Menschen ist übersäuert. Grund dafürist die Ernährungssituation. Wenn also der Körper die erforderlichen Mineraliennicht aus der Ernährung erhält, dann holt er sich diese aus der reichlichvorhandenen Knochensubstanz, - mit denbekannten fatalen Folgen: Osteoporose.
Allerdings, was inden Knochen passiert, das passiert natürlich auch in allen anderenKörperregionen und auch in den Gelenkinnenhäuten. Auch diese müssen durchblutetund mit Mineralien versorgt sein, umsich den Einflüssen ernährungsbedingter Übersäuerung zu erwehren. Wenn die Durchblutung, und damit die Nähr-und Sauerstoffversorgung gestört ist undauch dort ein Mineralienmangel besteht, dann sind Entzündungen die Folge, dieden Knorpel und schließlich auch die Knochensubstanz angreifen und zerstören.Das ist das bekannte Bild schwererrheumatoider Arthritis.
Mir selbst undvielen anderen ist dieses Szenario leidvoll bekannt. Ich hatte jahrelangheftiges Rheuma. Nicht nur Rheumatoide Arthritis, sondern gleich Fibromyalgie mit dabei. Alles extremschmerzhaft. Ich war frühzeitig beim Arzt, der die rheumatischen Beschwerdenerkannt hat, so dass eine Knorpel- bzw. Beeinträchtigung der Gelenkknochenrechtzeitig vermieden werden konnte. Therapie: Cortison hochdosiert 20-50 mg.Danach MTX 15 mg wöchentlich gespritzt. Zusätzlich bei Schüben noch Cortisonbis zu 80 mg obendrauf. Humira, nicht vertragen. Ich hatte div. Nebenwirkungenvom MTX. Siehe Beipackzettel.
Ich habe michbeschäftigt sowohl mit der generellen Übersäuerungsproblematik, als auch mitdem mit zunehmendem Alter einsetzendenElastizitätsverlust der Gefäße , der auch die Blut- und Sauerstoffversorgungder Knochen und der Gelenkinnenhäute reduziert. Nachdem mir der ZusammenhangRheuma - Osteoporose klar wurde, habeich eine systematische und konsequente Remineralisierung betrieben und parallelan meiner Gefäßgesundheit gearbeitet. Ergebnis: Ich bin jetzt ohne Medikamenteschmerzfrei.
Es gibt angeblichsehr viele Variationen im rheumatischen Formenkreis. Meine eigene RA und Fibrosind wohl nur 2 davon, so dass ich mich mit Empfehlungen und Ratschlägenzurückhalte. Meine Ärzte teilen meine Theorie nicht. Sie bezeichnen meinErgebnis als "nicht Evidenz basierten Einzelfall", der nichtverallgemeinert werden könne.
Soweit zur Info.Vielleicht kann jemand etwas damit anfangen.
Ich wünsche vielGlück und schmerzfreie Gesundheit.
