blaues wunder schrieb:
Wenn ich das Wort "Homöopathie" in den Mund nehme, dann spuckt meine Rheumatologin Blut und Galle... Hat sie recht?
Hallo Blaues Wunder,
das blöde ist, man hat nicht eine wirkliche Chance es auszuprobieren, ohne ein enormes Risiko einzugehen. Wie Anko schon schrieb, kann es sein, dass bei einer zu langen Testzeit ob die Naturheilkunde vielleicht hilft (erfahrungsgemäß braucht sie vor allem Zeit), irreparable Schäden an den Gelenken entstehen.
Irreparabel durch die Schuldmedizin und auf jeden Fall irreparabel mit Naturheilkunde ...
Es gibt da, laut "Schulmedizin" eben ein gewisses - sehr knappes - Zeitfenster, in der Medikamente noch gut greifen können, und wenn das vorbei ist, ist die Chance vertan.
Ich war/bin da auch hin und her gerissen, schließlich ist Rheuma (zumindest die
chronische Polyarthritis an der ich leide) in erster Linie eine Autoimmunerkrankung und muss ja irgendwo ihre Ursache haben, die man evtl. naturheilkundlerisch beeinflussen könnte ...
Ich habe zu Beginn meiner Erkrankung eine gut befreundete Naturheilkundefrau um ihre Meinung gefragt. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung mit den "Kügelchen" ( =
Globuli ) und einer breiten Palette von Naturheilverfahren, behandelt sich, ihre Familie und ihre Tierschar sehr oft selbst auf diese Weise. Sie schüttelte beim Thema Rheuma nur heftig mit dem Kopf ... Es gäbe viele Beschwerden in dem Zusammenhang, die man mit der Naturheilkunde natürlich verhindern oder lindern kann - aber gegen die eigentliche Ursache einer rheumatischen Erkrankung und den "Gelenkfraß" (ihre Worte!) helfe keine Homöopathie und ich soll brav schlucken bzw. spritzen, was der Rheumatologe empfiehlt.
Nun, dies war ihre Ansicht und die schätze ich schon seit vielen Jahren.
Ein anderer Bekannter, der sich schon viele Jahre von der Schulmedizin abgewendet hat und seine Arthrose und seine Diabetes mit entsprechender Ernährung und Naturheilkunde mehr schlecht als recht zu lindern versucht, schleppt mir laufend irgendwelche Bücher/Artikel an, in denen es um die Heilung rheumatischer Erkrankungen mit alternativen Heilmethoden geht ... wirklich überzeugt hat mich da überhaupt nichts.
Ich muss sagen, ich bleibe lieber bei der Schulmedizin - denn wer heilt hat recht. Und im Moment zumindest, hilft mir das MTX sehr gut. Und das tägliche
Cortison (was ja im Prinzip, weil ein körpereigenes Hormon, quasi ein natürliches Medikament ist).
Am besten wendest du dich an einen seriösen Naturheilkundler oder einen "Alternativmedizinler" ( also nicht "nur" einen einen
Homöopathen ) und bittest um Rat. Man sollte schon überzeugt sein von den schulmedizinischen Hämmern, die wir Rheumis nehmen müssen. Leider. Wichtig ist natürlich, dass man auch da das richtige Medikament findet, und seinen Körper nicht mit wirkungsloser Schulmedizin belastet. Das ist scheinbar schon bei vielen Rheumis schwer genug. Leider ...
Schööönen Tag!
Rosarot