Zu meiner Kinderzeit hätte man den sogenannten Tritt in den Hintern verpasst... aber ist heute nicht mehr.
Zu deiner Kinderzeit wurde vielleicht auch Contargan oder Asbest empfohlen. Ich lese jeden Tag wieviel Mist die Ärzte verzapfen - nur um Kohle zu scheffeln oder damit andere Kohle scheffeln wird den Ärzten im Studium Mißt beigebracht. Wenn ich nicht finanziell fallen gelassen werde, werde ich Erwerbslosenrente versuchen zu bekommen.
Wie ist es eigentlich, nimmst du nie Medikamente? Keine Kopfschmerztabletten oder etwas, wenn du erkältet bist?
Wegen Kopfweh? Nein. Nur wenn es extrem schlimm ist durch Sinitus(da habe ich auch mal eine Narkose bekommen) - aber dann bekomme ich eine Infusion(Dexa heißt das Zeugs). Tabletten habe ich noch nie gegen Schmerzen genommen. Basismedikamente leuchte ja selbst mir ein. Aber Schmerzmittel - Ibu ist ja auch ein Schmerzmittel. Nur um dann erwerbsfähig zu sein für ein paar Jahre mehr. Das werde ich nur tun, wenn ich gezwungen werde, also ich ansonsten keine Rente bekomme. Schmerzen sind doch nur Symptome. Ich blende doch nicht meine Symptome aus, um dann zu arbeiten und mir dabei meine Gelenke zu zerstören. Diese Signalisieren mit ja durch Schmerz, dass ich nach ein paar Schritten zu viel, deutliche Schmerzzunahme habe. Heute z.B. lag ich die ganze Nacht wach. Weil ich Halsschmerzen habe - mal wieder. Nur links Seite & Kopfweh auch. Zahnweh auch beide linken Seiten. Ich sammle dann immer möglichst lange den Speichel, weil es sehr weh tut ihn herunterzuschlucken. Und herausspucken tut genauso weh. Die letzte Ladung nehme ich dann mit ins Bad und lasse ihn herauslaufen. Aber der ist ja sehr zäh/klebrig. Dann muss man Spucken den Rest. 2x mindestens. Und dann wische ich den Rest mit Toilettenpapier ab und schlucke dann noch 1x. Ich les auch immer von Leuten die gar keinen Speicher mehr haben vom Rheuma. Da stehe ich ja dann noch besser da. Aber Schmerzmittel nehme ich deswegen nicht. Danach gehts ja weiter. Zäheputzen. Mund geht nicht gut auf. Und dann das Aussprucken. Mindestens 3x, eher 4x. Und Ziwschendrin einmal Wasser hinein. Ganz geschmacklos ist der Mund danach nicht - aber das stört mich nicht weiter. Essen werde ich heute - wie gestern eh nicht können. Getrunken habe ich gestern auch nicht. Hatte gehofft, dass es heute besser wird. Ist aber leicht schlechter geworden. Mal sehen, ob ich mich ans Wasser traue gleich mal. Durst wäre da. Ich kann nicht lange auf einer Stelle liegen. Gewisse Stellungne gehen besser. Aber nicht immer so lange, dass es zum Einschlafen reicht. Jetzt im Winter ist es z.b. auch blöd, den Fuß bauchlängs liegend über die Bettkante hängen zu lassen, weils einfach kalt ist. Selbst wenn es warm im Zimmer ist. Es stört halt auch beim Einschlafen. Aber gut - nichts gegen die Schmerzen. Jetzt hocke ich hier - Tippen erzeugt Schmerzen. Rücken tut ohnehin fast immer weh - die Schmerzarten ändern sich, gibt aber auch Pausen. Gerade beim Liegen in gewissen Stellungen. Aber warum Schmerzmittel? Mein Rücken hat Recht. Ich liege und sitze, liege und sitze, liege und sitze. Mehr ist da nicht. Ich mache so Übungen, oder gehe mal aufs Klo oder zum Arzt oder Physiotheraupeuten. Aber halt auf Krücken. Ich bin seit Monaten nicht mehr gerannt oder gelaufen oder gesprungen. Und ich habe früher viel Sport gemacht. Ich liebe es immer noch, kann aber nicht mehr. Ich würde viel darum geben, einfach mal nen Wettrennen zu machen. Aber Schmerzmittel würde ich keine nehmen dafür. Der Fuß sagt: es tut weh, wenn ich ihn belaste. Warum sollte ich die Warnung ausblenden(durch Schmerzmittel) und ihn dann weiter zerstören? Und genau das werde ich auch nicht für die Sozialkassen tun. Ich habe keine Scheu das Geld anzunehmen, wenn es mir möglich ist. Wenn nicht werde ich wohl in den sauren Apfel beißen müssen, aber dann auch lieber mit Schmerzen arbeiten als die schmerzfreie Dosis zu nehmen. Wie lange ich das aushalte, kann ich nur erahnen. Nicht sehr lange. Durch den kaputten Körper ist meine Lebensfreude auch in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch meine Freunde verliere ich. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie dann keine Freunde waren. Es ergibt sich jetzt einfach sehr wenig. Die spielen Volleyball und ich versuche im Bett ne schmerzfreie Liegeposition zu finden. Da gibt es wenig Gemeinsamkeit. Und ich werfe weder mir noch den anderen das irgendwie vor. Aber Schmerzmittel zu nehmen, um 10 Minuten mitzuspielen - würde ich nie tun. Und würde wohl auch trotzdem nicht klappen. Eher bricht mir meine Kapsel dann durch.
Bewegung ist gut, jo. Das spüre ich ja deutlich - vor allem am Rücken. Doch, wenn meine Gelenke im Eimer sind und ich die weiter belaste, dann mache ich sie mir ja noch mehr kaputt. Ich war bei so vielen Ärzten und CRT´s, Röntgen und MRT´s. Die haben alle etwas anderes erzählt. Und alles schloss sich gegenseitig aus. Nimm Schmerzmittel und lauf - und am Ende zerknackt mein Gelenk dadurch. Im Grunde soll ich von der Kostenliste gestrichen werden. Wenn ich Schmerzmittel nehme, kann ich auch wieder erwerbsfähig sein/ bleiben. Aber ich kann doch auch knapp Schmerzfrei zum Spazieren sein, aber konzentriert einer Arbeit nachkommen - nee. Wieviel Stunden muss man erwerbsfähig sein pro Woche? 2 Tage? Dann nehme ich einen Tag ne Infu - gehe Spazieren und die restlichen 6 Tage nicht. Dann habe ich kontrolliert meinen Körper trainiert, aber verbocke nichts durch den Konzentrationsmangel bei irgendeiner Arbeit - wo ich auch nicht stoppen kann. Oder mein Kopfweh ist noch da nach den Schmerzmitteln. Dann wäre ich ja weiterhin erwerbsunfähig.
Von Psychotheraputen halte ich überigens nichts. Also mögen nette Menschen sein und vielen helfen. Aber nicht gegen Schmerzen halt.
@Kati
Und Schmerz vermeiden tue ich doch. Ich gehe mit Krücken umher. Langsam, lästig. Die fallen mir immer noch um, wenn ich mir die Hände wasche im Bad. Das ist laut nervig aufzuheben. Aber sie vermeiden Schmerz. Ich versuche ohne Schmerzmittel auszukommen, da die Nebenwirkungen noch mehr Schmerz oder den Tod versprechen. Ich habe Positionen ausprobiert - und notiert, welche am wenigsten Schmerzen. Klar vermeide ich Schmerz. Ich war heute morgen verabredet - online. Ich wollte aufstehen und dann in einer gewissen Lage wurde der Schmerz weniger. Ich habe mich nicht weiterbewegt - ca. eine Stunde. Ich wußte nicht genau wie spät es war, aber dass ich zu spät kommen würde(an den PC) wußte ich ja von der 1. Sekunde an. Aber es war so angenehm. Da habe ich mir den Verabredungsfrust aufgeladen vom Gegenüber, um Schmerz zu lindern. Ich habe auch Speichel aufs Kopfkissen fließen lassen, weil die Stellung so gut tat. Der ist jetzt noch drauf. Muss ich irgendwann noch erledigen. Das wußte ich in dem Moment, aber ich wollte den Schmerz vermeiden. Und ich bin auf der Suche ihn weiter zu vermeiden. Also nicht nur heute, auch längerfristig. Und Drogen will ich ja gerade vermeiden, wegen der negativen Folgen.
@julia, Mit dem Begriff Mitwirkungspflichten liegst Du hier falsch. Eine Rente hängt immer von der versicherungspflichtigen Arbeitsleistung (und Zeiten der Arbeitslosigkeit) ab.
Also allein von den Jahren abhängig und wieviel man verdient hat, ob man sie beokmmt und wieviel? Zumindest eine Reha oder sowas gilt doch als Bedingung, oder? Aber da müsste ich dann keine Schmerzmittel nehmen?