Ich nahm vor einigen Jahren Tilidin als Schmerzmittel. Danach Targin was auch einige Zeit half und aktuell seit etwa 3 Jahren Hydromorphon(Jurnista, Palladon). Das Palexia wurde mir auch schon nahegelegt, was jedoch in meinem Fall zuerst eine Dosisreduktion des Jurnistas zur Folge gehabt hätte. Und da es recht neu ist am Markt wollte ich dies nicht versuchen. Aktuell sollte die Höchstdosis bei Palexia bei 500mg sein, jedoch laufen Studien zu 800mg. Einfach betrachtet ist Palexia "nur" ein moderneres Tramal. Jedoch ist es ein komplexes medikament, dass zusätzlich auf das Serotonin wirkt und somit auch mit auch die Schmerzverarbeitung.
Sollte Palexia niht ausreichend wirken, so sollte man die Entbehrlichkeit überprüfen. Ein Wechsel auf ein anderes Opioid ist immer möglich. Auch habe ich Patienten kennengelernt, die unter Tramal besser zurecht kamen, wie unter Palexia. Kommt halt auf einen Versuch an.
Persönlich halte ich es für wichtig, dass Opiate/Opioide von einem ausgebildeten und damit erfahrenen Schmerzdoc verordnet werden. In meiner Laufbahn zum chron. Patienten durfte ich nicht nur einmal, die Unwissenheit über dieses Gebiet kennenlernen. So wurde mir von einem Prof einer Uniklinik ein Schmerzmittelabusu unterstellt, obwohl die Dosierung von einem auf dem Gebiet der Schmerztherapie erfahrenem Arzt verordnet und auch entsprechend kontrolliert wurde. Also ein Abusus ein totaler Nonsens ...
Anmerken möchte ich aber, dass auch Opioide dem Schmerzbild entsprechend angepast werden müssen. So ist z.Bsp. Buprenorphin bei neuraler Beteiligung besser wirksam wie Morphin.
LG
Waldi