Hallo Monika,
ich kann deine Angst bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen - unsere Medikamente sind nun mal keine Bonbons. Ihre Aufgabe ist es, unser durcheinandergeratenes Immunsystem davon abzuhalten, den eigenen Körper noch weiter zu zerstören - keine leichte Aufgabe. Der Beipackzettel vom MTX ist noch nicht einmal der schlimmste.
Idealziel einer jeden Rheumatherapie ist die vollständige Remission, also das Verschwinden aller Symptome, sodass auch die Medikamente abgesetzt werden können. Die Chance hierfür wird größer, je eher eine Behandlung begonnen wird. Manchmal ist eine Remission nicht zu erreichen - dann ist man froh, wenn die Krankheit wenigsten aufgehalten oder verlangsamt werden kann. Denn es ist ein fortschreitende Krankheit, bei manchen schneller, bei anderen langsamer.
Die Krankheit sollte also gestoppt oder zumindestens ausgebremst werden - wie auch immer. Links auf der Seite findest du unter "Rheumatherapie" und "Medikamente" noch mehr Informationen über die Möglichkeiten, wobei medikamentös meist mit MTX oder Sulfasalazin begonnen wird. Es wäre gut, wenn du möglichst schnell etwas findest, was dir hilft, damit die Krankheit nicht weiter fortschreitet.
Ich nehme übrigens seit über 16 Jahren MTX in steigender Dosis, seit ca 10 Jahren 25 mg. Als Nebenwirkung kann ich nur von einer leichten Übelkeit am Tag der Injektion und am Tag danach berichten. Natürlich werden meine Blutwerte alle 4 - 6 Wochen kontrolliert. Es ist nicht mein Lieblingsmedikament, aber das einzige, was bei mir zumindest einigermaßen wirkt. Ich vertrage es gut und es kann lange genommen werden.
Aufgrund der häufigen Blutkontrollen gerade am Anfang kommt man eventuellen Nebenwirkungen schnell auf die Spur und dein Arzt kann dann reagieren, d. h. das Medikament absetzen.
Erfahrungen mit Naturheilverfahren habe ich nicht - aber du kannst hier im Forum einiges über die Suchfunktion finden.
Ich hoffe, das hilft dir ein bißchen weiter. Falls du Fragen hast, melde dich!
Viel Glück und eine glückliche Hand bei deiner Entscheidungsfindung wünsche ich dir - und nochmal: Es muss auf jeden Fall etwas gegen die Krankheit und nicht nur gegen die Symptome getan werden, d. h. das Immunsystem muss behandelt werden.
Liebe Grüße,
Birte
(44, Psoriasis-Arthritis und sekundäre Fibromyalgie seit über 20 Jahren, unbefristet berentet seit 2 Jahren)