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psoriasis arthritis

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von zirkade1, 26. Juni 2012.

  1. zirkade1

    zirkade1 Registrierter Benutzer

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    Hallo, seit ca 6 Jahren habe ich Schmerzen in den Fingern. Es hat am rechten Zeigefinger begonnen. Heute sind beide Hände betroffen. Jahrelang konnte weder im Blut noch beim Röntgen etwas gefunden werden. Für die Schmerzen bekam ich Ibuprofen verschrieben. Vor 14 Tagen wurde nun eindeutig psoriasis Arthritis festgestellt. Habe nun ein Rezept für Ebetrexat 10 mg sowie Folsan bekommen. Ich habe nun, im Internet, über die üblen Nebenwirkungen nachgelesen und habe große Angst, diese Medikamente einzunehmen.
    Nun meine Frage, hat jemand Erfahrungen, mit Naturheilmittel? Es muß doch eine andere Möglichkeit geben. Mit dem Rezept ist man schnell abgefertigt, der Patient ist mit seinen Ängsten alleine gelassen. Friss oder stirb!
    Wer kann mir Mut machen? Danke
     
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Zikrkade!
    So ging es mir auch lange, ich habe dann die Diagnose Fibromyalgie erhalten und in ca 7 jahren so ziemlich alles an naturheilkundlichen/homöopathischen ausprobiert, alles ohne Erfolg.

    Ich habe dann auch die Diagnose PSA erhalten und auch MTX, ich kann dir eigentlich nur den Rat geben, mit dem Mittel anzufangen, ich hatte am Anfang auch Angst vor dem Medikament, habe allerdings so gut wie keine Nebenwirkungen gehabt.

    In den Jahren wo ich nicht behandelt wurde, haben sich einige Gelenkschäden eingestellt an diversen Gelenken. Diese lassen sich nicht mehr rückgängig machen, es können nur neue Gelenkschäden verhindert werden.
    Mein Rat an dich, fang mit der Therapie an, es kann nämlich sein, daß das 1.Mittel noch nicht hilft und noch weiter gesucht werden muß.
     
  3. zirkade1

    zirkade1 Registrierter Benutzer

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    Hallo Josie,
    danke für Deine Zeilen und Deinen Rat. Ich denke, es kommt jetzt auf mehr oder wenige Tage oder Wochen nicht an. Werde weiter im Internet wühlen und habe auch einen Termin bei einem anderen Arzt. Ich habe einfach keine Traute. Was nützt es mir, wenn ich weniger Schmerzen in den Fingern habe und dafür Tuberkulose,Gürtelrose oder sonstiges.
    LG Monika
     
  4. Anja1

    Anja1 Aktives Mitglied

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    Hallo Monika,

    ich habe vor einem Jahr mit der mtx-therapie angefangen und es bis heute nicht bereut.

    Meine Schmerzen sind sehr viel geringer geworden und meine Belastbarkeit hat sich auch erhöht.

    außerdem sind meine finger- und fußnägel sehr viel schöner geworden.

    Ich habe auch meine langen Haare noch, keine schweren Infekte gehabt und würde dir raten, dich zu trauen!

    Weil du die tbc ansprichst, die kannst du dir jederzeit, überall holen.

    Als kleine Aufmunterung:

    Mein kleiner Sohn hatte letztes Jahr im herbst einen tbc-test der positiv ausgefallen ist. D.h. nicht, das er auch erkrankt ist!Er hat über einige monate ein medikament genommen, das die Erreger bekämpft und wird auch regelmässig kontrolliert.

    Ich hatte dann natürlich wegen dem mtx auch Angst das ich es auch haben könnte, aber mein Test war negativ.

    Und du kannst mir glauben, ich weiß wie schlimm sich eine tbc auswirken kann, denn mein Mann hat eine geschlossene tbc. :mad:

    Liebe Grüße
     
  5. zirkade1

    zirkade1 Registrierter Benutzer

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    soll ich oder soll ich nicht?

    Hallo Anja,

    vielen Dank für Deine Nachricht.Werde mir Deine Zeilen zu Herzen nehmen. Brauche aber Bedenkzeit, der Schock sitzt zu tief.
    Liebe Grüße
    Monika.
     
  6. Anja1

    Anja1 Aktives Mitglied

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    Hallo Monika,

    ich kann dich sehr gut verstehen.

    ich wünsche dir trotzdem einen schönen Abend!

    LG
     
  7. zirkade1

    zirkade1 Registrierter Benutzer

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    Psa

    Danke Anja, ganz lieb von Dir. Auch Dir einen schönen Abend.
    Liebe Grüße
     
  8. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Hallo zirkade
    Jetzt aber mal tief durch atmen und noch eine Nacht gut schlafen und dann würde ich das Medikament nehmen.
    Natürlich muss alles, was geschehen könnte in den Beipackzettel. Die Firmen sichern sich ab.
    Es könnte ja später mal ein Kunde da stehen und sagen, von meiner Erkrankung hat nichts im Beipackzettel gestanden und schon will der Patient Schadenersatz.
    Schau mal nach, wie oft die Krankheiten, vor denen Du Angst hast, in Wirklichkeit vorkommen.
    Ich will auf keinen Fall, MTX verharmlosen. Aber ich nehme es jetzt 9 Jahr und bin ganz zufrieden.
    Ich wünsche Dir alles Gute und entscheide Dich bald.
    Poldi
     
  9. zirkade1

    zirkade1 Registrierter Benutzer

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    Hallo Poldi,
    danke für Deine aufmunternden Zeilen. Du bist der Erste, der sagt, er hat keine Nebenwirkungen. Du willst mir Mut machen und dafür danke ich Dir. Es fällt mir aber schwer, das zu glauben. Oder Du bist von der Natur, mit starker Widerstandskraft beschenkt. Ich danke Dir, vielleicht hast Du auch nur großes Glück. Bitte nicht böse sein.
    Ich weiß nicht, was ich machen soll, bin einfach vor Angst durch den Wind.
    LG Monika
     
  10. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Mach Dich nicht verrückt: probiere es doch!
    Es kann sein, es geht Dir wie mir, oder vielen anderen, nämlich ganz gut - ich nehme MTX seit 2008 mit einem Jahr Pause (die ich schwer bereut habe).
    Ich gestehe Dir gerne ein: ich bin wahrscheinlich vom MTX ein wenig depressiv. Dagegen tue ich was.
    Ich spritze es am Abend. Am nächsten morgen bin ich nicht so riesig fit. Das ist auch mein Ausruh-Tag. An dem Tag mag ich stets saure Sachen essen. Und ich habe manchmal mehr Kopftschmerzen oder leichte Übelkeit.
    Gegen die wunden Stellen im Mund trinke ich eine kleine Packung Ananassaft (den ich verabscheue) oder ich friere ihn ein und "lecke" ihn als Eis. Die wunden Stellen im Mund sind so nicht mehr da.
    Meine Blutwerte waren ziemlich im Keller. Seit drei Wochen nehme ich täglich Folsäure und alles ist wieder ok.

    Ich gehöre zu denen, wo MTX nicht wirklich super wirkt. Aber ohne ist schlimmer.

    Außerdem: mach Dich nicht verrückt, mit dem was Du liest im Internet. Wenn etwas funktioniert, meinst Du dann setzt sich jemand hin und schreibt nen langen Bericht? Im Netz findest Du stets nur Horrorgeschichten.
    Außerdem: die alternativen Behandlungsmethoden mußt Du meist selbst zahlen. Es lohnt sich also, Leuten wie uns mal ein wenig Angst einzujagen; dann zahlen wir irgendwelche "Mittelchen".

    D.h. nicht, dass ich Dir davon abrate, es mit anderem zu versuchen. Ich nehme auch vieles, was "alternativ" ist. Vor allem mit der Depression. Aber nur darauf setzen... dafür ging es mir zu schlecht, und dafür habe ich auch zuviel Angst vor der Zukunft.

    Du wirst Folsäure dazu bekommen haben. MTX ist ein Folsäureantagonist. D.h. wenn Du nach der Einnahme (oder Spritze) Folsäure nimmst, ist die Wirkung weg. Wenn Du, wie meist vorgeschrieben 24 Stunden mit der Einnahme der Folsäure wartest, dann kann das Medikament die Entzündung langsam - Woche für Woche - in den Griff bekommen.
    (Ich bitte jeden Mediziner um Entschuldigung für die stümperhafte Erklärung). Also Du hast nicht nur das Mittel sondern auch das "Gegengift" was soll schon passieren?

    Zu guter letzt: nein, ich arbeite für keine MTX Firma! Und ich bin immernoch hadernd... jeden Freitag Abend, bevor ich zusteche, stelle ich mir die Frage: "sein oder nicht sein"... dann aber weiß ich, was ich in dem Jahr MTX-Pause ausgestanden habe, und ein pieks, und alles vorbei!!!

    Kati
    Ich denke bevor man alle Nebenwirkungen entwickelt ist es wahrscheinlicher, dass man vom nächsten Blumentopf erschlagen wird, oder beim überqueren der Strasse umkommt....
     
  11. Birte

    Birte Aktives Mitglied

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    Hallo Monika,

    ich kann deine Angst bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen - unsere Medikamente sind nun mal keine Bonbons. Ihre Aufgabe ist es, unser durcheinandergeratenes Immunsystem davon abzuhalten, den eigenen Körper noch weiter zu zerstören - keine leichte Aufgabe. Der Beipackzettel vom MTX ist noch nicht einmal der schlimmste.

    Idealziel einer jeden Rheumatherapie ist die vollständige Remission, also das Verschwinden aller Symptome, sodass auch die Medikamente abgesetzt werden können. Die Chance hierfür wird größer, je eher eine Behandlung begonnen wird. Manchmal ist eine Remission nicht zu erreichen - dann ist man froh, wenn die Krankheit wenigsten aufgehalten oder verlangsamt werden kann. Denn es ist ein fortschreitende Krankheit, bei manchen schneller, bei anderen langsamer.
    Die Krankheit sollte also gestoppt oder zumindestens ausgebremst werden - wie auch immer. Links auf der Seite findest du unter "Rheumatherapie" und "Medikamente" noch mehr Informationen über die Möglichkeiten, wobei medikamentös meist mit MTX oder Sulfasalazin begonnen wird. Es wäre gut, wenn du möglichst schnell etwas findest, was dir hilft, damit die Krankheit nicht weiter fortschreitet.

    Ich nehme übrigens seit über 16 Jahren MTX in steigender Dosis, seit ca 10 Jahren 25 mg. Als Nebenwirkung kann ich nur von einer leichten Übelkeit am Tag der Injektion und am Tag danach berichten. Natürlich werden meine Blutwerte alle 4 - 6 Wochen kontrolliert. Es ist nicht mein Lieblingsmedikament, aber das einzige, was bei mir zumindest einigermaßen wirkt. Ich vertrage es gut und es kann lange genommen werden.
    Aufgrund der häufigen Blutkontrollen gerade am Anfang kommt man eventuellen Nebenwirkungen schnell auf die Spur und dein Arzt kann dann reagieren, d. h. das Medikament absetzen.

    Erfahrungen mit Naturheilverfahren habe ich nicht - aber du kannst hier im Forum einiges über die Suchfunktion finden.

    Ich hoffe, das hilft dir ein bißchen weiter. Falls du Fragen hast, melde dich!

    Viel Glück und eine glückliche Hand bei deiner Entscheidungsfindung wünsche ich dir - und nochmal: Es muss auf jeden Fall etwas gegen die Krankheit und nicht nur gegen die Symptome getan werden, d. h. das Immunsystem muss behandelt werden.

    Liebe Grüße,

    Birte
    (44, Psoriasis-Arthritis und sekundäre Fibromyalgie seit über 20 Jahren, unbefristet berentet seit 2 Jahren)
     
  12. Sanni

    Sanni Neues Mitglied

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    Hallo monika,
    Ich nehme auch seit einem jahr mtx ohne nebenwirkungen, bis auf manchmal eine leichte ubelkeit.
    Lg nina
     
  13. zirkade1

    zirkade1 Registrierter Benutzer

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    Vielen lieben Dank, für Eure vielen Ratschläge und aufmunternden Worte. Mir geht es zum Vergleich zu Euch, noch zu gut. Meine Arthritis ist noch nicht so weit vortgeschritten, die Schmerzen noch erträglich. Aber es ist mir klar geworden, ich muss in den sauren Apfel beißen und Medikamente nehmen, damit es nicht zu schlimm wird. Ich glaube aber, ich habe andere Tabletten verschrieben bekommen als Ihr.
    Oder ist EBETREXAT das selbe?
    Liebe Grüße an Euch alle und nochmals danke, für Eure Mühe
    Monika
     
  14. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo zirkade,

    ebetrexat ist mtx ;-)

    darf ich mal fragen wie oft bzw wie viel ibuprofen du in der regel
    bisher genommen hast?

    wahrscheinlich kennst du diesen artikel bereits, falls nicht, er ist sehr informativ...

    psoriasisarthritis

    lg marie
     
  15. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Hallo zirkade !

    Ich habe vom MTX auch keine Nebenwirkungen. Vertrag es von anfang an gut und das heisst von Oktober 2005 an. Mach Dich nicht verrückt und lass allles auf Dich zu kommen. Wenn es wirklich Probleme gibt, dann stehst Du beim Doc auf der Matte. Meine Rheumatologin sagte, dass wir uns in den Hintern beissen wenn wir nicht sofort anfangen.

    Drücke Dir die Daumen:top:
     
  16. Johanna1953

    Johanna1953 Neues Mitglied

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    Hallo Monika,
    kann dich gut verstehen mit deiner Angst. Als ich vor 7 Jahren die Diagnose PSA bekam, machte ich ähnliche Erfahrungen wie du. Auch ich hatte einen Arzt, der mir die Diagnose ohne viel Kommentar vor den Kopf knallte und zu meinen Befürchtungen bzgl. der Nebenwirkungen von MTX nur meinte, ich müsse eben auswählen zwischen Feuer- oder Wasserschäden:confused:.
    Ich habe dann einen zweiten Rheumatologen aufgesucht, der die Diagnose bestätigte und auch die Medikamtente (MTX+Cortison). Zwischenzeitlich hatte ich wohl den ersten Schock verarbeitet und war bereit, mich auf MTX einzulassen. Zu den Nebenwirkungen kann ich sagen, dass ich nach der Spritze MTX 1-2 Tage etwas ÜBelkeit verspüre und Müdigkeit. Das ist aber nicht jede Woche gleich stark ausgeprägt. Ich hatte wegen des Beipackzettels auch Angst vor vielen Infektionen, aber nichts geschah. Obwohl ich nachmittags in der Übermittagsbetreuung einer Schule jede Menge "Schniefnasen" und Infekte um mich herum hatte, bin ich bis heute stabiler als sonst.
    Heute bin ich natürlich froh, dass die PSA nicht weiter fortgeschritten ist und ich bisher keine Gelenkschädigungen habe.
    Ich wünsche dir Glück! Johanna
     
  17. zirkade1

    zirkade1 Registrierter Benutzer

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    IBU Profen

    Hallo Marie2,
    ich habe 4 Jahre IBU Profen 800 eingenommen. Im November 2009 bin ich von Deutschland nach Österreich umgezogen und da es hier das Medikament nur in 600mg gibt, habe ich sie 6 Monate eingenommen. Es wurde eine Anämie festgestellt, die der Arzt auf das Medikament schob. Von da an, habe ich nichts mehr eingenommen. Jetzt ist nicht nur eine Hand betroffen sondern beide. Vor 3 Wochen wurde dann PSA festgestellt.
    Liebe Grüße
    Monika