Hueftopfer
Neues Mitglied
Hallo Gemeinde,
bin neu hier im Forum und suche Hilfe. Zunaechst eine kurze Anamnese :
Maennlich, 45 Jahre
Hab die Schuppenflechte von meinem Vater geerbt. Erste Hautprobleme Anfang 20. Bis Anfang 40 sind die die Hautprobleme stetig fortgeschritten, waren aber meist aesthetischer Natur. Keine wesentlichen Funktionsbeeintraechtigungen. Manchmal mit Salben rumgeschmiert, aber aufgrund eines gesunden Selbstbewusstseins hab ichs irgendwann sein lassen.
Vor etwa 2-3 Jahren hatte ich dann zeitweise Schmerzen im linken Handgelenk. Verschwand wieder und ich hab mangels Leidensdruck auch nichts unternommen. Die "Beule" wuchs aber in den letzten 3 Jahren und so entschied ich mich das Ganze doch intensiver untersuchen zu lassen. Kurze Arztodyssee vor ueber einem Jahr, bis ich beim Rheumatologen landete. Psoriatische Arthritis, was sonst. Der Arzt bietet mir 15mg MTX an.
Erst wollt ichs nicht wahrhaben, eine ernste Krankheit zu haben, war ich doch immer kerngesund. Als nach 3-6 Monaten dann Steifigkeit feststellbar war, hab ich mich fuers MTX entschieden. Hatte natuerlich vor den Nebenwirkungen Respekt.
Bereits nach 3-4 Wochen Tabletteneinnahme waren Steifigkeit und nahezu die gesamte Hautproblematik verschwunden. Von Nebenwirkungen koennte ich nichts berichten. Das Thema PSA war auch vom Kopf her erst mal erledigt.
Vor ca. 8 Wochen (Ich befand mich gerade mitten im Arbeitgeberwechsel !!!) hab ich enorme Schmerzen in der linken Huefte bekommen. Nach 3 Tagen Beginn der Aerztetour. Als Kassenpatient massiv Druck gemacht. Nach 10 Tagen (Spritzen, Entzuendungshemmer, Quacksalbern etc.) hatte ich endlich ein MRT. Dann der Schock, Diagnose Hueftnekrose. Den ganzen anderen Summs nebenher, derzeit Arbeitslosigkeit da ich beim neuen Arbeitgeber nicht antreten konnte, Kampf mit Arbeitsamt und vor allem Krankenkasse erspare ich mir an dieser Stelle. Dazu koennte ich einen Roman schreiben. Ab jetzt war Gehen ohne Kruecken nicht mehr moeglich.
Ums kurz zu machen : Nach einer weiteren Woche (alles mit Druck und fremden Beziehungen) in eine renommierte orthopaedische Klinik eingerueckt. Totale Hueftprotese geplant. Auf weitere Untersuchungen bestanden. Weiteres MRT und Szintigrafie.
Nach 3 Tagen stand fest : Keine Nekrose, dafuer massive Entzuendung, aber Knochen ist gottseidank noch ok. Punktiert und ordentlich Cortison rein. In den 3 Folgetagen gings mir deutlich besser (konnte aber immer noch nicht ohne Kruecken laufen). Dann gings schnell wieder bergab.
Vor 2 Wochen Besuch bei meinem Rheumadoc (der war leider noch im Urlaub). MTX Tabletten eingestellt. Sofort auf 20mg Spritzen umgestellt. Parallel 20mg Cortison taeglich, langsam ausschleichend.
Wie gehts mir heute ? Das Cortison hat wohl langsam angeschlagen. Leider nur sehr langsam. Vor 3 Tagen hab ich zum ersten Mal die Kruecken bei Seite legen koennen. Hinken, watscheln, aber ein geiles gefuehl beim Gehen wieder Dinge herumtragen zu koennen. Der Grossteil der Schmerzen ist weg. Allerdings nur bei geringer Bewegung ueber den Tag.
Was mir Sorge macht und wo ich um eure Erfahrung/Hinweise bitte :
Neben dem "normalen" Belastungsschmerz, hatte ich von Anfang an einen ganz stark lokal eingegrenzten punktuellen Schmerz im Hueftgelenk. Fast unertraeglich wenn er fuer 2 Sek. eintritt. Fuehlt sich an wie wenn man sich am Ellenbogen der Nerv anschlaegt. Dies macht mich fertig. Er tritt auch auf wenn ich zB. niese oder stark durchatme. Egal in welcher Position das Bein ist. Ich vermute dass er durch eine Muskelkontraktion ausgeloest wird, die ich nicht kontrollieren kann. Ich kann das auch nicht gewollt reproduzieren.
Derzeit bin ich relativ hilflos. Es geht mir eigentlich relativ gut. Aber dieser brachiale stechende Schmerz (der mich ereilt ohne dass ich es voraussagen koennte) macht mich noch fertig.
Kann mir jemand aehnliches berichten ? Was koennte der Ausloeser sein ? Muskel ? Nerven ? Eine punktuelle heftige Entzuendung im Gelenk ?
Bin derzeit weiterhin krank/arbeitslos. Meine ganze Familie leidet. Das muss aufhoeren...
MfG
bin neu hier im Forum und suche Hilfe. Zunaechst eine kurze Anamnese :
Maennlich, 45 Jahre
Hab die Schuppenflechte von meinem Vater geerbt. Erste Hautprobleme Anfang 20. Bis Anfang 40 sind die die Hautprobleme stetig fortgeschritten, waren aber meist aesthetischer Natur. Keine wesentlichen Funktionsbeeintraechtigungen. Manchmal mit Salben rumgeschmiert, aber aufgrund eines gesunden Selbstbewusstseins hab ichs irgendwann sein lassen.
Vor etwa 2-3 Jahren hatte ich dann zeitweise Schmerzen im linken Handgelenk. Verschwand wieder und ich hab mangels Leidensdruck auch nichts unternommen. Die "Beule" wuchs aber in den letzten 3 Jahren und so entschied ich mich das Ganze doch intensiver untersuchen zu lassen. Kurze Arztodyssee vor ueber einem Jahr, bis ich beim Rheumatologen landete. Psoriatische Arthritis, was sonst. Der Arzt bietet mir 15mg MTX an.
Erst wollt ichs nicht wahrhaben, eine ernste Krankheit zu haben, war ich doch immer kerngesund. Als nach 3-6 Monaten dann Steifigkeit feststellbar war, hab ich mich fuers MTX entschieden. Hatte natuerlich vor den Nebenwirkungen Respekt.
Bereits nach 3-4 Wochen Tabletteneinnahme waren Steifigkeit und nahezu die gesamte Hautproblematik verschwunden. Von Nebenwirkungen koennte ich nichts berichten. Das Thema PSA war auch vom Kopf her erst mal erledigt.
Vor ca. 8 Wochen (Ich befand mich gerade mitten im Arbeitgeberwechsel !!!) hab ich enorme Schmerzen in der linken Huefte bekommen. Nach 3 Tagen Beginn der Aerztetour. Als Kassenpatient massiv Druck gemacht. Nach 10 Tagen (Spritzen, Entzuendungshemmer, Quacksalbern etc.) hatte ich endlich ein MRT. Dann der Schock, Diagnose Hueftnekrose. Den ganzen anderen Summs nebenher, derzeit Arbeitslosigkeit da ich beim neuen Arbeitgeber nicht antreten konnte, Kampf mit Arbeitsamt und vor allem Krankenkasse erspare ich mir an dieser Stelle. Dazu koennte ich einen Roman schreiben. Ab jetzt war Gehen ohne Kruecken nicht mehr moeglich.
Ums kurz zu machen : Nach einer weiteren Woche (alles mit Druck und fremden Beziehungen) in eine renommierte orthopaedische Klinik eingerueckt. Totale Hueftprotese geplant. Auf weitere Untersuchungen bestanden. Weiteres MRT und Szintigrafie.
Nach 3 Tagen stand fest : Keine Nekrose, dafuer massive Entzuendung, aber Knochen ist gottseidank noch ok. Punktiert und ordentlich Cortison rein. In den 3 Folgetagen gings mir deutlich besser (konnte aber immer noch nicht ohne Kruecken laufen). Dann gings schnell wieder bergab.
Vor 2 Wochen Besuch bei meinem Rheumadoc (der war leider noch im Urlaub). MTX Tabletten eingestellt. Sofort auf 20mg Spritzen umgestellt. Parallel 20mg Cortison taeglich, langsam ausschleichend.
Wie gehts mir heute ? Das Cortison hat wohl langsam angeschlagen. Leider nur sehr langsam. Vor 3 Tagen hab ich zum ersten Mal die Kruecken bei Seite legen koennen. Hinken, watscheln, aber ein geiles gefuehl beim Gehen wieder Dinge herumtragen zu koennen. Der Grossteil der Schmerzen ist weg. Allerdings nur bei geringer Bewegung ueber den Tag.
Was mir Sorge macht und wo ich um eure Erfahrung/Hinweise bitte :
Neben dem "normalen" Belastungsschmerz, hatte ich von Anfang an einen ganz stark lokal eingegrenzten punktuellen Schmerz im Hueftgelenk. Fast unertraeglich wenn er fuer 2 Sek. eintritt. Fuehlt sich an wie wenn man sich am Ellenbogen der Nerv anschlaegt. Dies macht mich fertig. Er tritt auch auf wenn ich zB. niese oder stark durchatme. Egal in welcher Position das Bein ist. Ich vermute dass er durch eine Muskelkontraktion ausgeloest wird, die ich nicht kontrollieren kann. Ich kann das auch nicht gewollt reproduzieren.
Derzeit bin ich relativ hilflos. Es geht mir eigentlich relativ gut. Aber dieser brachiale stechende Schmerz (der mich ereilt ohne dass ich es voraussagen koennte) macht mich noch fertig.
Kann mir jemand aehnliches berichten ? Was koennte der Ausloeser sein ? Muskel ? Nerven ? Eine punktuelle heftige Entzuendung im Gelenk ?
Bin derzeit weiterhin krank/arbeitslos. Meine ganze Familie leidet. Das muss aufhoeren...
MfG
