Ich habe seit Mitte August 2012 zum ersten Mal in meinem Leben Rheuma, und zwar Polymyalgia Rheumatica. Es kam ganz plötzlich von heute auf morgen. Meine Hausärztin diagnostizierte, dass es sich wahrscheinlich um Rheuma handelt, anhand der hohen Entzündungswerte. Als sich dann auch noch die Schmerzen so verschlimmerten, dass ich nachts nicht mehr schlafen konnte, bekam ich Cortison (erst 48mg, dann 24mg) und sie schrieb mich krank, da ich auch sehr schlapp war und nicht belastbar. Ein Rheumaarzt stellte 2 Wochen später die Diagnose
olymyalgia Rheumatica und gab mir ein Cortisonreduktionsschema, wonach ich anfangs jede Woche um 5mg reduzieren sollte.Das klappte jedoch überhaupt nicht, nach der Reduktion wurden die Schmerzen wieder unerträglich, so dass ich mit der Hausärztin eine langsamere Reduzierung abmachte (beim Rheumatologen hatte ich den nächsten Termin erst in 3 Monaten). Mein Problem ist nun, dass mir die Perspektiven so unklar sind. Ich habe noch nicht wieder angefangen zu arbeiten. Ich bin jetzt mit viel Mühe auf 12mg Cortison täglich gekommen, mein CRP ist auf 1,3, habe aber morgens bis nachmittags Steifheitsgefühle und Schmerzen, bin schlapp und bekommen nur schwer etwas auf die Reihe, außerdem spüre ich mittlerweile die ganzen Nebenwirkungen des Cortisons (Kurzatmigkeit, Magen etc.). Ich bin Lehrerin und meine Hausärztin hat mich anfangs immer für zwei Wochen krankgeschrieben, dann schließlich auf Bitten meine Direktors den gesamten Dezember, weil er so leichter Vertretung bekommt. Ich soll, möchte auch, falls ich kann, im Januar wieder anfangen zu arbeiten. Ich habe also den Rheumatologen, bei dem ich kurz vor Weihnachten wieder einen Termin hatte, gefragt, wie das mit der Arbeitsfähigkeit ist bei PMR. Seine Antwort: Er habe noch nie erlebt, dass jemand mit PMR nicht arbeiten kann. Wenn ich krankgeschrieben werden wollte, müsste ich schon zum Neurologen gehen. Ich hatte das Gefühl, dass er mich für eine Simulantin hält, die sich vor der Arbeit drückt, dabei habe ich in den letzten Jahren keinen Tag gefehlt und mache meinen Job gerne, wenn ich fit bin.
So eine Aussage eines Arztes zieht einen ganz schön runter und verunsichert einen, so dass ich mich auch schon mal frage, ob ich mir nur einbilde, krank zu sein. Zum Glück bin ich ja nicht auf ihn angewiesen, denn ich habe ja noch meine Hausärztin. Aber diese Unsicherheit liegt auch an dieser komischen Krankheit, bei der man nie so richtig weiß, woran man ist.
Es wäre deshalb wichtig für mich, Erfahrungsberichte von anderen Erkrankten zu bekommen. Wie lange hat eure Krankheit gedauert, konnte ihr damit noch arbeiten, wie habt ihr euer Leben damit gemeistert?
Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.
Lisanne
So eine Aussage eines Arztes zieht einen ganz schön runter und verunsichert einen, so dass ich mich auch schon mal frage, ob ich mir nur einbilde, krank zu sein. Zum Glück bin ich ja nicht auf ihn angewiesen, denn ich habe ja noch meine Hausärztin. Aber diese Unsicherheit liegt auch an dieser komischen Krankheit, bei der man nie so richtig weiß, woran man ist.
Es wäre deshalb wichtig für mich, Erfahrungsberichte von anderen Erkrankten zu bekommen. Wie lange hat eure Krankheit gedauert, konnte ihr damit noch arbeiten, wie habt ihr euer Leben damit gemeistert?
Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.
Lisanne