Das ist ein wichtiges und umfangreiches Thema, was hier besprochen wird. Mir ist vor ein paar Tagen etwas klar geworden: in unserem Dorf mit gut 400 Einwohnern, wachsend mit vielem Eigentum von jungen Familien, gibt es in der älteren Generation fast nur noch Witwen, die in großen Häusern mit großem Grundstück alleine wohnen. Da prallen mehrere Themen gleich aufeinander. Wohnungsnot, Wohnungszustand im Alter oder bei Krankheit, bezahlbarer Wohnraum, Pflege, Hilfe im Haushalt, fehlende Infrastruktur und sicher etliches mehr.
Ich glaube, dass in diesem Land ein generelles Umdenken geschehen muss, denn es sind viele Probleme gleichzeitig vorhanden. Die Pflege in Einrichtungen, die kaum noch jemand bezahlen kann. Fehlende Vorsorge, weil früher nie das Geld dafür vorhanden war oder man auf eine Riester-Rente reingefallen ist. Die Jungen, die lieber in der Stadt wohnen, weil dort die Arbeit vorhanden ist. Man braucht Autos, weil kein Bus fährt. Der letzte Lebensmittelladen ist geschlossen worden und die Arztpraxis schliesst auch, weil die jungen Ärzte sich nicht so hoch verschulden wollen bei Übernahme einer Praxis.
Ich persönlich finde Alters-WG ziemlich gut. Da muss aber auch viel passen, sowohl strukturell wie auch von den Menschen her. Im Nachbarort haben wir eine Einrichtung als Alters-/Pflegeheim mit zusätzlichen Wohnungen für betreutes Wohnen. Aber auch so etwas muss man sich leisten können.
Man kann allen jungen Menschen nur raten, so viel wie möglich regelmäßig anzulegen, in der Hoffnung, dass sie im Alter darauf zurück greifen können.