Aaaaalso
Hallo Simon

Danke für den ausführlichen Bericht. Ich poste hier mal die mail, die ich an einen befreundeten Chirurgen schickte letzte Nacht, als ich nicht schlafen konnte - da steht alles im Großen und Ganzen drin. Ansonsten sagen sie, dass ich eher später mit der funktionellen Therapie beginnen soll ... 30° erst in vier Wochen, 60° in acht Wochen etc., aber ich bekomm so ne Passiv-Motorschiene für den Anfang mit nach Hause und KG. Vollbelasten darf ich auch ab sofort (sobald die Muskeln wieder mitmachen).....
also hier die Geschichte:
Ich hab den Ärzten von Anfang an gesagt, dass ich das Gefühl hatte es
sei etwas im linken Knie gerissen beim Sturz, hab auch immer die
Stellen angezeigt wo ich das Gefühl hatte dass was nicht stimmt. Am
Freitag also gleich nach dem Sturz wurde geröntgt und ein CT gemacht,
danach wurde ein Schaden am Knochen ausgeschlossen (behandelt hat mich
ein Assistenzarzt, der sich mit seinem Oberarzt und auch mit
den Röntgenspzialisten abgesprochen hat). Ich hab weiterhin behauptet
es sei links was gerissen - aber ich galt dann als zweiseitige
Prellung. Ein MRT war angedacht, aber es hiess man habe keine Termine
frei. Als das Aufstehen schiefging meinte der Assistenzarzt, dann
müsse ich halt doch ein zwei Tage da bleiben bis ich wieder laufen
kann. Am Freitag hat die Krankenschwester noch versucht mir aufs Klo
zu helfen mit Klostuhl - beim Aufstehen bin ich ihr weggebrochen voll
in die Knie rein - falls nicht alles schon durch war, danach ganz
sicher ......das war fast schmerzhafter als der Sturz.
Passiert ist bis Montag dann nichts weiter, dann kam die
Krankengymnastik um mich zu "mobilisieren" .... die meinte ich muss
unbedingt in die Senkrechte kommen. Das war so schmerzhaft, dass ich
weinen musste, und ich hab wiederholt, dass ich das Gefühl hab meine
Knie sind nicht stabil und knicken gleich weg. Die KG meinte das wäre
sehr ungewöhnlich für eine Prellung und das wär sicher nur die Angst vor Schmerzen. Weiterhin hiess es ich hab nur ne Prellung, und die KG meinte ein Arzt hätte zu ihr gesagt ich sei für ne Prellung schon zu lange im Krankenhaus, sie soll schauen dass sie mich mobilisiert bekommt.
Also kam sie am Dienstag wieder und
stellte mich wieder auf die Beine. Mit zusammengebissenen Zähnen ging
das auch, aber sie musste mein rechtes Knie mit ihrem Bein abstützen
weil ich meinte es knickt sonst weg. Ein anderer KG sah uns zu und
meinte "das sieht aber gar nicht nach einer Prellung aus - da müsste
das schon viel besser gehen". Immer wieder hab ich gesagt, dass ich
glaube dass zumindest links mehr kaputt ist. Der Chefarzt drückte
montags kurz auf meine Knie und meinte da wäre vielleicht doch
praepatellar was und ordnete ein Sono an. Das Sono wurde dann am
Montag aus Versehen als Röntgen eingetragen, daher wurde es storniert
und fand nicht statt. Am Dienstag kam dann ein anderer Oberarzt, der
recht kompetent wirkte und untersuchte die Knie recht lange und meinte
das wäre wohl gerissen, er vertraue da seinen Fingern mehr als dem
Sono. Irgendwann nachmittags gabs dann doch noch ein Sono .... der
Sono-Arzt meinte die Patella links sei auf jeden Fall durch, aber das
würde er schon auf dem CT vom Freitag (!) erkennen können ....
Patella-Hochstand etc., rechts sei die Quadrizepssehne durch, evtl.
hinge die noch an ein paar Fasern. Also OP. Später kam dann der
Chefarzt noch mal und meinte es müsse auf jeden Fall doch
noch ein MRT gemacht werden vor der OP um die OP ordentlich planen zu
können und um nichts falsch zu machen - schließlich sei da mit Rheuma
und so nicht zu spaßen. Das MRT fand dann am Mittwoch irgendwann
nachmittags um 3 erst statt und um vier war ich im OP.
Das heisst hätten sie mich gleich am Freitag operiert, dann wären
meine Muskeln 5 Tage früher wieder mobilisiert worden und wären jetzt
nicht so am Ende.
Aber es geht noch weiter. Das linke Knie hat von Anfang an im
Vergleich zum rechten viel mehr weh getan. Nach der OP war das am
deutlichsten - kaum auszuhalten und ich musste wegen dem linken Knie
sehr viel Schmerzmittel bekommen - das rechte war ziemlich schnell
fast schmerzfrei. Relativ bald hab ich die Ärzte darauf hingewiesen,
dass mir links komischerweise nicht die Naht weh tut, sondern
irgendwas rechts vom Knie das nach oben ausstrahlt. Das wurde
weitestgehend ignoriert - die Thromboseprophylaxe wurde erhöht aber
ansonsten sagt man mir man könne nicht sagen warum das jetzt da auch
weh tut. Ich bin der Meinung, dass da am Innenband irgendwas kaputt
ist, weil die Drehbewegung und Seitwärtsbewegung im Knie immer noch
höllisch weh tut im Vergleich zum rechten Knie. Beim Aufstehen kann
ich rechts schon ordentlich belasten und ein bisschen "tippeln", aber
links geht gar nichts. Morgen werd ich die Ärzte wieder drauf
ansprechen - aber so langsam weiss ich nicht was ich davon halten
soll.
(Ende)
PS: der Arzt bei der Visite heute hat mich beruhigt und meinte es wäre halt da noch eine Prellung die mich schmerzen würde, an den Bändern und Sehnen sei sicher nichts mehr kaputt.
Und an alle: jippie, ich hab mich heut in den Rolli mit den Auslegern gehieft und war in der Cafeteria. Ausflug nach 8 langen Tagen Bett
