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Patellasehnen- und Quadrizepssehnenruptur

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von atti, 17. Januar 2010.

  1. atti

    atti a boarischer Schwob

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    Hallo ihr Lieben

    ich hab mal wieder den Supergau hier. Am Freitag vor einer Woche bin ich von der dritten Stufe der Rathaustreppe (Arbeitsunfall :) gestürzt und mit den Knien im Foyer gelandet. Durch die lange Kortisontherapie sind die Sehnen ziemlich mürbe gewesen, und somit habe ich mir links die Patellasehne und rechts die Quadrizepssehne (also die große Sehne unter der Kniescheibe und die große Sehne über der Kniescheibe) gerissen. Jetzt liege ich mit Orthesen quasi im Zementbett und kann mich nicht rühren.

    Mich würde interessieren ob jemand von euch das eine oder ander (beides kommt ja NIE vor hab ich mir sagen lassen :) schon hatte, und wie es mit der Therapie aussah. Die Texte im Netz sind etwas widersprüchlich, und ausserdem sagen die Ärzte, dass ich doppelt so langsam mobilisieren darf, weil die Sehnen so dünn sind.....

    Wär schön, wenn da jemand Bescheid wüsste.

    Ausserdem: gibts jemand der sich mit ärztlichem Versagen auskennt? Die haben meine Rupturen 5 Tage lang nicht behandelt weil sie dachten es wären Prellungen!!!

    Beste Grüße aus einer schlaflosen Nacht im Krankenbett (es schnarcht, und der Nachtschwesterdrache meinte ab 3 Uhr bekommt man keine Schlaftabletten mehr ... supi!)
    atti
     
  2. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Ärztliches Versagen kann dann geahndet werden, wenn bei der Diagnostik Fehler auftreten. Soll heißen, es wurde nicht geröntgt und auch sonst nicht untersucht.

    Arztfehler können zur Prüfung einmal bei der Krankenkasse gemeldet werden (zur Unterstützung) und zum anderen bei der zuständigen Ärztekammer. Die Kammer stellt dann fest, ob wirklich Unterlassungssünden vorliegen.
     
  3. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    atti

    hallo atti,

    da haste aber voll reingeriffen und die wunderkiste aufgemacht!
    dir erst mal gute besserung.
    mit der vermutung von ärztefehlern muss man vorsichtig sein.
    warum: was haben sie gemacht?röntgen, mrt oder ct?
    was haben sie gesehen und festgestellt?
    war dein knie geschwollen?
    hattest du grosse schmerzen?usw.
    wenn du da genaue info's hast, heisst das trotzdem nicht, sie haben es verfuscht. weil es ist auch nicht immer alles sofort "sichtbar".

    vielleicht sollltest du nochmal rücksprache mit dem arzt halten, warum sie "so"entschieden haben. dann wäre, wenn du immer noch den verdacht hast, ein gespräch beim ombudsmann(schlichtung)auch nicht verkehrt, sowie rücksprache mit der krankenkasse. weil ide ärztekammer wird erst handeln, wenn du das alles gemacht hast und ohne anwalt wirst du das nicht durchstehen(können). die ärztekammer wird das ggf. alles prüfen.
    sagen die ärzte aber, die orthesen haben sie angeordnet, damit das knie abschwillt und sie ein paar tage später die ursache erst erkennen konnten, haben sie wohl richtig gehandelt.

    lies mal:

    Quadrizepssehnenriss (Quadrizepsruptur) oder Patellarsehnenriss (Patellarsehnenruptur): Riss der Sehne oberhalb der Kniescheibe (Quadrizepssehne) oder des Bands unterhalb der Kniescheibe zum Unterschenkelknochen (Patellarsehne oder Ligamentum patellae). Die Verletzung unterbricht den Streckapparat des Beins. Kleinere Einrisse lassen sich ohne Operation in einer speziellen Schiene behandeln, während vollständige Risse immer eine Naht erfordern. Bleibende Folgen sind nicht zu erwarten.

    Aus dem unteren Ende der kräftigen vorderen Oberschenkelmuskulatur (Quadrizepsmuskel) entspringt die Quadrizepssehne. Sie setzt am oberen Pol der Kniescheibe an, verläuft als dicker Strang über deren Vorderseite und geht schließlich in die Patellasehne über, die den unteren Pol der Kniescheibe mit der Vorderseite des Schienbeins verbindet. Quadrizeps- und Patellasehne sind, wie auch die Kniescheibe, Teil des Streckapparats, der die Kräfte des Quadrizepsmuskels auf den Unterschenkel überträgt. Obwohl sie starke Zugkräfte auszuhalten haben, sind sie im normalen Zustand durch ihre feste Struktur vor Rissen geschützt. Diese treten nur an Sehnen auf, die bereits vorgeschädigt sind, etwa infolge von Stoffwechselerkankungen, z.B. Diabetes, Gicht, wiederholten Kortisoninjektionen, z.B. zur Behandlung eines Läuferknies, Transplantatentnahmen, z.B. bei Operationen einer Kreuzbandverletzung oder wiederholten, kleineren Verletzungen, die eventuell unbemerkt blieben. Betroffen sind daher vorwiegend ältere oder sportlich aktive Menschen. Direkter Anlass ist immer eine direkte oder indirekte Krafteinwirkung, die oft banal scheint. Beim Joggen kann etwa schon ein Tritt in eine Vertiefung zu einer plötzlichen Belastungsspitze führen und dadurch einen Riss verursachen.
    Das macht der Arzt

    Der Arzt wird meist schon durch Abtasten der Sehnen, insbesondere im Vergleich zur Gegenseite, den Riss erkennen. Einen wichtigen Hinweis gibt die Stellung der Kniescheibe: Bei gerissener Quadrizepssehne steht sie tiefer, bei gerissener Patellasehne höher als auf der unverletzten Seite. Ein Ultraschall oder Kernspin macht die Unterbrechung der Sehne sichtbar. Röntgenuntersuchungen sind nur notwendig, um einen begleitenden Kniescheibenbruch oder einen knöchernen Ausriss am Sehnenansatz auszuschließen.
    Bei kleineren Rissen an nicht oder wenig vorgeschädigten Sehnen erhält der Patient eine Schiene, die er so lange trägt, bis Schmerzen und Schwellung abgeklungen sind. Mit anschließender Krankengymnastik ist die Verletzung innerhalb von 3 Monaten meist so weit geheilt, dass sie wieder normale sportliche Belastungen erlaubt.
    Vollständige Sehnenrisse erfordern immer eine Operation, da die Sehnenstümpfe auseinanderweichen und deshalb keine Heilung ermöglichen, die zu einer ausreichenden Stabilität und Funktion des Streckapparats führt. Die Operation sollte schnellstmöglich durchgeführt werden, da der zunehmende Rückzug der gerissenen Sehnenteile die Operation erschwert und das erreichbare Endergebnis verschlechtert. Nachdem der Riss mit einer speziellen Technik (Durchflechtungsnaht) vernäht ist, beginnt eine Nachbehandlungsphase mit Krankengymnastik und Schienen. Nach 3 Monaten ist das Kniegelenk in der Regel wieder (sportlich) voll belastbar.
    Dr. med. Martin Schäfer, erstellt am 04.03.2008, letzte Änderung am 12.08.2008
    © Gesundheit heute, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH

    ich will dir das nicht aureden, aber versuch erstmal da ruhe reinzubekommen!

    liebe grüsse saurier, der liebe dino:a_smil08:
     
  4. atti

    atti a boarischer Schwob

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    Hallo

    keine Angst, ich will nicht unnötig irgendwelchen Ärzten auf den Füßen rumtreten, es ist nur so, dass ein befreundeter Chirurg/Oberarzt aus einem anderen Krankenhaus sagte da kann er nur mit dem Kopf schüttel wie das gelaufen ist - ich hätte viel früher operiert werden können. Und das steht so ja auch in dem Text drin - so früh wie möglich operieren! Ich möcht nur nichts verpasst haben, falls was schiefgeht.

    Danke für die Infos euch beiden!

    LG
    ak
     
  5. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    sehnen riss

    hallo atti,

    hast du schon einen op termin oder bist du schon operiert?
    m.E. heisst so schnell als möglich operieren, dass sie auch operieren können..
    insgesamt an den gelenken recht schwer, denn wenn dick und geschwollen, machen sie erst was, wenns abgeschwollen ist.
    Bis denn und lg saurier:a_smil08:
     
  6. simon

    simon Neues Mitglied

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    Aua

    Mein herzliches Beileid. Normalerweise wird ein Sehnenriss wie einer meiner Vorredner bereits erwähnt hatte dirket genäht, wenn er als solcher erkannt wird. Bei einem Anriss relativ schwer da ein behandelnder Arzt nicht unbedingt davon ausgeht, daß man wie in Ihrem fall eine durch dieses SCHEI/§&$)Kortison mürbegemachte Patella- bzw. Quadricepssehne hat. An unsere Sehnen kann man im Normalfall z.B. an die Achillessehne 3 Tonnen dran hängen. damit meine ich nicht die runden Blechdinger sondern die Maßeinheit. Das natürlich mit einer gewwissen Kontinuierlichkeit. Bei rasasnztraumata wie in Ihrem Fall kann das schonmal passieren ist aber denke ich relativ selten weswegen die Ärzte nicht danach geguckt haben.
    Was mich nun interessieren würde, was also für das weitere Vorgehen wichtig ist, waaren die Beine noch streckbar?
    Die Patellasehne ist einziger Ansatzpunkt für den Muskulus quadriceps femoris, der als einziger Muskel befähigt ist das Bein im Knie zu strecken.
    Bei der Quadricepsehne selbst sieht das schon anders aus. Hier reisst meist "nur" die Sehne des M. rectus femoris; Einer der vier Muskeln die zusammen den M. Quadriceps femoris bilden und somit über die Kniescheibe und die darauf folgende Patellarsehne das Knie strecken.
    Die Sehnen der vier Anteile vereinigen sich kurz über der Patella zu der Quadricepssehne sind aber doch relativ differenziert.
    Wenn also beide Sehnen komplett ruptuiert waren hätten sich die Knie nicht mehr strecken lassen. Ist dies allerdings noch möglich, dann ist die Vorgehensweise mit den Orthesen das Knie zu versorgen angemessen und absoluter Standart(d) :a_smil08:. Die Beugung wird hierbei limitiert und somit ein zusammenwachsen der teilruptierten Sehnen gewährleistet.
    Zur Diagnose wird waarscheinlcih ersteinmal ein RÖ gemacht worden sein. Hierbei kann allerhöchsten ein knöcherner Schaden erkannt werden oder ob wie es bei saurier steht die Patellae auf einer Höhe und am richtigen Platz sind. Dann wird denke ich ein Ultraschall gemacht worden sein um die Sehen und die Kapsel zu checken. Anzunehmen ist daß da ein fetter Erguss, Flüssigkeit in der Kapsel, drin war. Vieleciht auch durch das direkte Trauma darauf. Diese Flüssigkeitsansammlung ist auf dem Ultraschallbild als verdunkelung zu erkennen. Je nachdem wie und wo sie geguckt haben und in welchem Winkel kann es da sicherlich auch wenns für den Betroffenen saublöd ist so etwas übersehen werden. Durch ein MRT allerdings, wird aber eher nicht gemacht, kann man soetwas schon eher sehen.
    Aber so wie ich das herauslese waren die Sehnen nicht komplett ruptuiert und benötigen nun einfach eine gewisse Zeit sich zu rgenerieren. Dummerweise macht dieses Wundermittel Kortison soclhe sachen und hält natürlich auch den Heilungsprozess auf.
    Desweitere kann ich nur empfehlen auf keinen Fall Eis auf die Knie zu machen da hierdurch die Durchblutung verschlechtert wird wie durch Kortison auch und die Wundheilung verlangsamt. Ich weiss leider nicht warum Kortison gegebne wurde von daher muss man abschätzen wie und waarum was und wann. :rolleyes:
    Auf jedenfall dauert das ne Weile. Viel Glück und wirklich auch mal ausnahmsweise an das was die Ärzte und Physiotherapeurten sagen halten.
    Frühfunktionelle Therapie ist allerdings auch wichtig. Am Besten nachdem alles wieder halbwegs verheilt ist zu einem Sportphysio gehen der sich mit Knien hundertpro auskennt und den mal zu Orthesen befragen. Diese sollten nämlcih nicht uzu lange getragen werden da sonst..... aber das sprengt hier jetzt den Rahmen. Bei Fragen gerne an mich per PN.

    Gruß Simon
     
  7. atti

    atti a boarischer Schwob

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    Aaaaalso
    Hallo Simon :) Danke für den ausführlichen Bericht. Ich poste hier mal die mail, die ich an einen befreundeten Chirurgen schickte letzte Nacht, als ich nicht schlafen konnte - da steht alles im Großen und Ganzen drin. Ansonsten sagen sie, dass ich eher später mit der funktionellen Therapie beginnen soll ... 30° erst in vier Wochen, 60° in acht Wochen etc., aber ich bekomm so ne Passiv-Motorschiene für den Anfang mit nach Hause und KG. Vollbelasten darf ich auch ab sofort (sobald die Muskeln wieder mitmachen).....
    also hier die Geschichte:

    Ich hab den Ärzten von Anfang an gesagt, dass ich das Gefühl hatte es
    sei etwas im linken Knie gerissen beim Sturz, hab auch immer die
    Stellen angezeigt wo ich das Gefühl hatte dass was nicht stimmt. Am
    Freitag also gleich nach dem Sturz wurde geröntgt und ein CT gemacht,
    danach wurde ein Schaden am Knochen ausgeschlossen (behandelt hat mich
    ein Assistenzarzt, der sich mit seinem Oberarzt und auch mit
    den Röntgenspzialisten abgesprochen hat). Ich hab weiterhin behauptet
    es sei links was gerissen - aber ich galt dann als zweiseitige
    Prellung. Ein MRT war angedacht, aber es hiess man habe keine Termine
    frei. Als das Aufstehen schiefging meinte der Assistenzarzt, dann
    müsse ich halt doch ein zwei Tage da bleiben bis ich wieder laufen
    kann. Am Freitag hat die Krankenschwester noch versucht mir aufs Klo
    zu helfen mit Klostuhl - beim Aufstehen bin ich ihr weggebrochen voll
    in die Knie rein - falls nicht alles schon durch war, danach ganz
    sicher ......das war fast schmerzhafter als der Sturz.
    Passiert ist bis Montag dann nichts weiter, dann kam die
    Krankengymnastik um mich zu "mobilisieren" .... die meinte ich muss
    unbedingt in die Senkrechte kommen. Das war so schmerzhaft, dass ich
    weinen musste, und ich hab wiederholt, dass ich das Gefühl hab meine
    Knie sind nicht stabil und knicken gleich weg. Die KG meinte das wäre
    sehr ungewöhnlich für eine Prellung und das wär sicher nur die Angst vor Schmerzen. Weiterhin hiess es ich hab nur ne Prellung, und die KG meinte ein Arzt hätte zu ihr gesagt ich sei für ne Prellung schon zu lange im Krankenhaus, sie soll schauen dass sie mich mobilisiert bekommt.
    Also kam sie am Dienstag wieder und
    stellte mich wieder auf die Beine. Mit zusammengebissenen Zähnen ging
    das auch, aber sie musste mein rechtes Knie mit ihrem Bein abstützen
    weil ich meinte es knickt sonst weg. Ein anderer KG sah uns zu und
    meinte "das sieht aber gar nicht nach einer Prellung aus - da müsste
    das schon viel besser gehen". Immer wieder hab ich gesagt, dass ich
    glaube dass zumindest links mehr kaputt ist. Der Chefarzt drückte
    montags kurz auf meine Knie und meinte da wäre vielleicht doch
    praepatellar was und ordnete ein Sono an. Das Sono wurde dann am
    Montag aus Versehen als Röntgen eingetragen, daher wurde es storniert
    und fand nicht statt. Am Dienstag kam dann ein anderer Oberarzt, der
    recht kompetent wirkte und untersuchte die Knie recht lange und meinte
    das wäre wohl gerissen, er vertraue da seinen Fingern mehr als dem
    Sono. Irgendwann nachmittags gabs dann doch noch ein Sono .... der
    Sono-Arzt meinte die Patella links sei auf jeden Fall durch, aber das
    würde er schon auf dem CT vom Freitag (!) erkennen können ....
    Patella-Hochstand etc., rechts sei die Quadrizepssehne durch, evtl.
    hinge die noch an ein paar Fasern. Also OP. Später kam dann der
    Chefarzt noch mal und meinte es müsse auf jeden Fall doch
    noch ein MRT gemacht werden vor der OP um die OP ordentlich planen zu
    können und um nichts falsch zu machen - schließlich sei da mit Rheuma
    und so nicht zu spaßen. Das MRT fand dann am Mittwoch irgendwann
    nachmittags um 3 erst statt und um vier war ich im OP.

    Das heisst hätten sie mich gleich am Freitag operiert, dann wären
    meine Muskeln 5 Tage früher wieder mobilisiert worden und wären jetzt
    nicht so am Ende.
    Aber es geht noch weiter. Das linke Knie hat von Anfang an im
    Vergleich zum rechten viel mehr weh getan. Nach der OP war das am
    deutlichsten - kaum auszuhalten und ich musste wegen dem linken Knie
    sehr viel Schmerzmittel bekommen - das rechte war ziemlich schnell
    fast schmerzfrei. Relativ bald hab ich die Ärzte darauf hingewiesen,
    dass mir links komischerweise nicht die Naht weh tut, sondern
    irgendwas rechts vom Knie das nach oben ausstrahlt. Das wurde
    weitestgehend ignoriert - die Thromboseprophylaxe wurde erhöht aber
    ansonsten sagt man mir man könne nicht sagen warum das jetzt da auch
    weh tut. Ich bin der Meinung, dass da am Innenband irgendwas kaputt
    ist, weil die Drehbewegung und Seitwärtsbewegung im Knie immer noch
    höllisch weh tut im Vergleich zum rechten Knie. Beim Aufstehen kann
    ich rechts schon ordentlich belasten und ein bisschen "tippeln", aber
    links geht gar nichts. Morgen werd ich die Ärzte wieder drauf
    ansprechen - aber so langsam weiss ich nicht was ich davon halten
    soll.

    (Ende)

    PS: der Arzt bei der Visite heute hat mich beruhigt und meinte es wäre halt da noch eine Prellung die mich schmerzen würde, an den Bändern und Sehnen sei sicher nichts mehr kaputt.

    Und an alle: jippie, ich hab mich heut in den Rolli mit den Auslegern gehieft und war in der Cafeteria. Ausflug nach 8 langen Tagen Bett :)
     
  8. simon

    simon Neues Mitglied

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    Da fällt mir nicht viel zu ein. Scheissgeschichte. ICh würde an Deiner Stelle schonmal versuchen ein bischen zu klagen.
    M.E. ham die sich da ganz schön vertan. Sicherlich haben sie nach Plan A gehandelt allerdings darf ich das als Kgler ja auch nichtund muss mich immerwieder den Gegebenheiten adaptieren. Und auch wieder sehr positiv finde ich daß die Therapeuten das rausbekommen haben, das zeigt auf, daß wir durch den engeren PAtientenkontakt doch mehr können als nur "therapieren/mobilisieren". Dieses Denken über Schmerzen von manchen meiner Kollegen geht mir schon ewig auf den Keks. Sind wie ich meine Immer ernst zu nehmen. Lieber einmal mehr schauen als einmal zu wenig. naja mir fehlen die Worte.
    In Deiner Akte müsste stehen, daß am Freitag direkt nach dem CT und RÖ diagnostiziert wurde, daß da nix ist. Wenn aber dann ein anderer Arzt kommt und meint die Patella stünde etwas höher udndas auch noch ein paar Tage später sollte es möglich sein da doch ein wenig zu klagen. Allerdings bitte an einen Anwalt mit Medizinrechtsausbildung wenden da bei solchen Fällen stets ein gewisser Ablauf eingehalten werden muss.
    Wer genau, aolso ob das KH oder der Arzt selbst da jetzt zu haften hat weiss ich nicht genau. Allerdings wird das ewig dauern bis sich da irgendetwas tut. Die Ärztekammer klärt das dann wie Tennisarmmieze gemeint hat. Allerdings piss "(§/)=" en die sich nicht gerne gegeseitig ans Bein.
    Und daß die Sehne beim Mobilisieren dann vollends durch ist gehört leider zum Programm. Hab auch schon ein Kreuzband zerrissen als ich einen Test gemacht habe. Kann vorkommen. ;-) Wenn die Struktur schon vorgeschädigt ist geht das ja auch ganz fix auch wenns für den Betroffenen ganz besch.... ist.
    Also nicht verzagen Zähne zusammen kneifen und wenigstens versuchen die zu verknacken.
    Um der Atrophie deiner quadricepses vorzubeugen immer diese Sachen machen die die KGler mit Dir machen auch ruhig mehrmals am Tag. Eigentlich geht alles bis zur Schmerzgrenze. Auf keinenfall darüber hinaus wenn keiner dabei ist.

    Grüße Simon
     
  9. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo atti,

    tut mir sehr leid, was da passiert ist, kann zur zeit dies ganz gut nachempfinden, siehe hier
    bei mir wurde ein knöcherner patellaabriss diagnostiziert mit abriss/ anriss weiterer sehnen/bänder, und man hat mich damit 5 tage liegen lassen bis zur op. es war wochenende dazwischen, da hat wohl niemand zeit für ne op. ich weiss nicht, ob da rechtliches bereits angesagt ist, hab eher zweifel.
    eine prellung kann mehr schmerzen als ein bruch, wurde mir gesagt.

    @simon
    mir wurden alle paar stunden crashed-eisbeutel gegeben, und ich bekam die empfehlung weiter mit eis zu kühlen zuhause. auch jetzt wird mir dies noch empfohlen. da stehst du dann als armer patient und hast keine ahnung, der eine sagt so, der nächste so. genau wie mit den krücken.

    atti, ich wünsch dir gute besserung, und dass du nicht so lange damit rumhühnern musst!, marie
     
  10. simon

    simon Neues Mitglied

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    Jaja dsa geliebte Eis.
    Im Grunde hat man JAhrzehnte immer mit Eis gekühlt. Von daher war ich auch ein wenig konsterniert als ich davon das erste mal hörte.
    Das Eis hat im GRunde nur den SChmerzverdeckenden Faktor den man ihm zugute führen kann. ganz klar wird ja weniger durchblutet und dadurch taub. Wie Fingerspitzen bei -20 Grad aufm Fahrrad. Hehe. Reinhold MEssner sind die ZEhen abgeschnitten worden damit sie nicht abfaulen.
    ISt ja eigentlich der gleiche MEchanismus. KApillaren verengen sich weniger Blut kommt an. Dadurch gibts sauerstoffmangel im Gewebe.
    Weiterhin verschliessen sich die Lymphbahnen bereits bei 8 ° C d.h. bereits lange bevor der Kältereiz in der Tiefe angekommen ist. Sprich Blut wird reingepumopt aber die Lymphe nicht mehr richtig abgepumopt. Da etwa 10 % des Blutvolumens über LYmphe, beim gesundne Knie, abtransportioert werden ist klar daß es hierdurch zu einer vermehrten Schwellung kommt. vermehrte Schwellung bedeutet schlechtere Kapillarversorgung. Schlechtere Wundheilung.
    Allerdings muss ich sagen. Diese Eisgeschichte wird gerne von faulen Therapeuten benutzt und ist auf jedenfall besser als hohe Dosen Schmerzmittel die die Kasse nix kosten. Wenn allerdings richtige Schmerzmittel gegebne würden wäre das gar nicht mehr nötig.
    Wenn Du das Eis allerdings gut verträgst und eine besserung verspürst und auch ein Rückgang der Schwellung zu verzeichnen ist, dann nimm es ruhig weiter. nur ahlt eben nicht zu lange drauf liegen lassen. Danach wenn die AHut schön rot wird versuchen die Lymphbahnen mit leichten, ganz leichten wie ein Blatt auf der HAut, Streichmassagen anzuregen. So muss jetzt arbeiten gehen.
    Tschö mit Ö und einen erfolgreichen TAg Euch allen :top:

    GRuß Simon
     
  11. *Joana*

    *Joana* Neues Mitglied

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    Reha / AHB

    Hallo zusammen,

    mir ist vor 6 Wochen etwas Ähnliches passiert, ich bin gestürzt und dabei sind an beiden Knien die Patellasehnen sowie die inneren und äußeren Retinacula gerissen. Beide Knie wurden eine Woche nach dem Unfall operiert, dabei wurden die Sehnen wieder genäht und Draht Cerclagen eingesetzt. Nächste Woche sollen die Drähte wieder entfernt werden. Ich durfte die ganze Zeit über die Beine nicht belasten (sitze im Rolli) und nur eingeschränkt beugen, erst nach der 2. OP darf ich wieder voll belasten und bewegen.

    Bisher bin ich davon ausgegangen, dass ich anschließend in Reha komme um wieder laufen zu lernen. Als ich aber mit der Dame vom Sozialdienst meiner Klinik telefoniert habe, meinte die, dass dies keine Indikation sei. Soll das ein Witz sein!? Nach insgesamt 7 Wochen liegen & Rollstuhl ist von der Muskulatur nicht mehr wirklich etwas vorhanden und auch die Bewegung funktioniert nicht mehr reibungslos. Da kann man doch nicht mit 2-3 mal die Woche Krankengymnastik wieder laufen lernen!? Oder doch?

    Weiß irgendjemand wie das in so einem Fall mit Reha ist? Hat sich die Dame vom Sozialdienst vielleicht einfach vertan?

    Viele Grüße
    Joana
     
  12. atti

    atti a boarischer Schwob

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    Hallo Joana,

    leider kommt meine Antwort zu spät. Ich war einfach nicht mehr hier aktiv ....
    Bei mir ist es so gelaufen, dass ich 12 Wochen die Streckbandagen hatte mit 2x die Woche KG zur Mobilisierung (plus Motorschine) und Narbenbehandlung, Vollbelastung von Anfang an. Nachdem die Streckbandagen weg waren gabs weiterhin 2x die Woche KG und auch Massage (ich muss dazu sagen, dass es ein BG-Fall war) bis zum 4. Monat, dann habe ich eine Reha gemacht von 10 Tagen ambulant (hätte länger sein sollen, aufgrund eines "Wiedereingliederungsmißverständnisses" warens aber nur 10 Tage und danach hab ich wieder voll gearbeitet - ging auch.) danach hatte ich weiterhin Krankengymnastik 1 bis 2 Mal die Woche für etwa ein Jahr ... mit dem Folgen kämpfe ich heute noch (2 Jahre später), die Knie sind lax nach allen Seiten, was mit der jetzt eingetretenen Hypermobilität schlimmer geworden ist. Die Schonhaltung hab ich bisher nicht ganz losbekommen, und ich habe nach wie vor muskuläre Schmerzen im Beckenbereich (Rotatoren u. a.). Die Muskulatur spinnt einfach und ist nicht mehr wie vorher.

    Ich hoffe du bist auch schon "übern Berg" ... nach einem halben Jahr solltest du auf jeden Fall schon ein Stück weit gekommen sein. Wenn du noch Infos brauchst, schicke einfach eine PN - das kommt eher an bei mir :)
    LG
    atti