Hi,
ich kram mal wieder den Thread hervor und will mal von meiner 1. osteopathischen Sitzung berichten, da ich gleichzeitig angetan, verwirrt und skeptisch bin.
Mein Osteopath ist Heilpraktiker (und Fitnesscoach), hat aber, glaub ich, nicht dieses 5-jährige Studium gemacht. So ganz klar ist mir seine osteopathische Ausbildung nicht (ein Minuspunkt). Insgesamt muss ich sagen, war mir der Therapeut aber sehr sympathisch, habe mich durchaus gut aufgehoben und wohl gefühlt. Er hat einige Punkte entdeckt, die mir bis dahin nicht bewusst waren, hat mir gute Tipps zur Behandlung der Plantarfasciitis geben und ich hab nach der 1. Sitzung keine Steifigkeit mehr in der Hüfte (war wohl muskulär und nicht das Gelenk).
Der Therapeut hat während der Sitzung hauptsächlich an meinen inneren Organen und am Kopf 'gearbeitet'. Wirbelsäule und Sehnen wollte er dieses Mal noch nicht behandeln, da sich gerade in den letzten Tagen mein Schub dort verstärkt hatte (MB). Das ist ok, die Physiotherapeuten würden das vermutl. auch nicht machen. Ich bin aus der Sitzung mit so guter Stimmung wie schon lange nicht raus. Was mir im Nachhinein doch verwirrt, ist diese viszerale Osteopathie (Organe) - ich kann mir schwer vorstellen, dass das was bringt? Hat da wer Erfahrungen?
Und was mir auch aufstößt sind zwei Aussagen von dem Osteopathen:
- Er glaubt, dass er mich medikamentenfrei hinbekommen könnte (so ein Versprechen halte ich für gefährlich). Nehme derzeit 15mg Prednisolon und jetzt neu TNF-Blocker. Mein Ziel ist es nicht die Schuldmedizin zu ersetzen, sondern zu ergänzen oder wenn möglich, zu reduzieren.
- Rheuma habe größtenteils psychosomatische Ursachen. Das hab ich so noch nicht gelesen. Und er meinte, wenn ich wöllte, könnten wir mal in einer Sitzung reden. Auch das halte ich an sich für gefährlich. Es ist doch kein ausgebildeter Psychologe!
Ich hatte wirklich ein sehr gutes Gefühl und die Sitzung war sehr wohltuend (und die Hüfte ist wieder beweglich). Aber diese zwei Punkte und die unklare Ausbildung bringen mich jetzt doch Grübeln.
Da ich eine private Zusatzversicherung habe, wenn dadurch bis zu 1000€/Jahr für Heilpraktiker abgedeckt. Insofern kann ich weitere Sitzungen zum Ausprobieren 'leisten'. Es sind wohl noch zwei weitere MB-Patienten bei ihm in Behandlung.