Psychologe
Hallo Artincsandra,
ist natürlich schwierig so auf Verdacht dazu etwas zu sagen.
Bei uns ists immer umgekehrt, ich sagte gerade vor ein paar Tagen, als es mir mal wieder grottig ging, zu meinem Schatz: "Du kannst ja nicht mein Psychologe sein."
Das ist so gemeint: Aus meiner Sicht gibt es "normale" Dinge, die auch in einer Partnerschaft aufgefangen werden können durch miteinander reden, mal trösten etc.
Darüber hinaus gibt es aber Dinge (und das kann individuell ganz unterschiedlich sein), wo die Partnerschaft mit überfordert ist. Und gerade im Falle einer Auseinandersetzung mit einer chronischen Krankheit kann der Punkt auch mal erreicht sein.
Für mich signalisiert Dir Dein Schatz damit, dass er sich überfordert fühlt, hilflos. Sicher würde er Dir gern helfen, weiß aber nicht wie (weil er sich nicht kompetent fühlt). Vielleicht denkt er auch (häufig bei Männern), er müsse Dir Lösungsvorschläge machen. Manchmal wissen Partner nicht, dass einfaches "mal in den Arm nehmen" schon genug ist.
Ich würde nochmal mit ihm darüber sprechen. Denn Eure Kommunikation läuft gerade ein bisschen "über Kreuz". Denn Du fühlst Dich ja nun verletzt und zurückgesetzt, was er vielleicht gar nicht so gemeint hat.
Auch finde ich es ok, wenn er sagt, halt, stop, hier wird's mir zu viel. Ist natürlich schade, wenn seine Grenze sehr früh erreicht ist und Du mehr ERWARTEST.
Aber wie andere schon schrieben: Es gibt Foren, Selbsthilfegruppen, Psychologen, Psychiater, Freunde, Verwandte, etc., die auch ihren Teil helfen können.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr miteinander sprecht und gemeinsam eine Lösung findet.
Viele Grüße
Erato